Wenn wir über Anziehung sprechen, beziehen wir uns auf das spezifische Interesse oder die Vorliebe einer anderen Person. Es gibt fünf Hauptdeterminanten der Anziehung: körperliche Attraktivität, Nähe, Ähnlichkeit, Gegenseitigkeit und Vertrautheit. Aber wusstest du, dass wir alle dazu bestimmt sind, zu einem bestimmten Typ hingezogen zu sein?

Laut Studien sind 50 % der Vorlieben und Anziehungen von Menschen zu bestimmten Gesichtszügen völlig einzigartig für sie. Wer wir attraktiv finden, oder unser „Typ“, wird stark von unseren Lebenserfahrungen beeinflusst.

Warum haben wir Typen?

Es gibt viel Geheimnisvolles, wenn es darum geht, die Gesetze der Anziehung zu verstehen. Normalerweise kommen bestimmte körperliche und manchmal positive Eigenschaften in den Sinn, wenn wir das Wort Typ hören. Laut Forschung entstehen unsere Typen aufgrund mehrerer Faktoren. (Source: The Tab)

Der Einfluss der Eltern

Dr. Elle Voogt, eine Ärztin für sexuelle Gesundheit bei Kandid, erklärt, dass unsere Beziehung zu unseren Eltern oder primären Bezugspersonen die Art von Liebe prägt, die wir als Erwachsene erhalten möchten. Forschungen haben gezeigt, dass wir oft zu Menschen hingezogen sind, die unseren Eltern ähneln und ähnliche Persönlichkeitsmerkmale besitzen. (Source: The Tab)

Biologische Auslöser

Die Biologie spielt ebenfalls eine wesentliche Rolle dabei, wer für uns attraktiv ist. Dr. Voogt erklärt, dass Pheromone eine entscheidende Rolle dabei spielen, jemanden als attraktiv wahrzunehmen. Unbewusst bestimmt unser Körper, ob die Person schön ist. Wir neigen dazu, zu fruchtbaren Menschen oder solchen, die perfekt gesund erscheinen, hingezogen zu sein.

Darüber hinaus spielen Hormone eine Rolle dabei, wie wir zu bestimmten Personen hingezogen werden. Eine Studie aus dem Jahr 2016 ergab, dass Männer mit hohem Testosteronspiegel zu Frauen mit einem weiblicheren Gesicht hingezogen waren. (Source: The Tab)

Die Umgebung, in der wir aufgewachsen sind

Wenn wir älter werden, wird unsere Vorstellung von einem idealen Partner stark von der Umgebung beeinflusst, in der wir aufgewachsen sind. Unsere Familienmitglieder, Gleichaltrigen und die Medien tragen alle dazu bei, dass wir die Definition von Attraktivität erlernen. (Quelle: Insider)

Im Jahr 2015 diskutierte eine in Current Biology veröffentlichte Studie, dass die Umgebung einer Person hauptsächlich die individuellen Vorlieben für Gesichter prägt. Die Studie stellt fest, dass das Urteil über Attraktivität zunächst durch biologische oder genetische Unterschiede bestimmt wird, während verschiedene Bereiche der sozialen Entscheidungen einer Person die Anziehung zu einem Gesicht weiter beeinflussen. (Quelle: Cell)

Der Nachteil, einen Typ zu haben

Dr. Kalanit Ben‑Ari, Psychologin und Beziehungsexpertin, erörtert einige mögliche Nachteile, wenn man seinen Typ als romantischen Partner auswählt. Die Ärztin stellt fest, dass selbst wenn die physischen Merkmale einer Person all Ihre Präferenzen erfüllen, Typen nicht nur auf das Aussehen beschränkt sind. Chemie wird weiterhin eine Rolle spielen, wenn Sie mehr über die Person erfahren.

Die Ärztin erklärt außerdem, dass obwohl eine Person einen bestimmten Typ hat, sich deren Definition davon ändert, wenn sie von einer Beziehung zur nächsten wächst. Ari sagt, dass wir zu jemandem hingezogen sind, der unsere emotionale Entwicklung widerspiegelt. Wenn wir uns heilen, wachsen und emotional entwickeln, neigen wir dazu, attraktivere Menschen in einer ähnlichen Phase zu finden.


Es gibt auch Zeiten, in denen Typ überhaupt keine Rolle bei der Entwicklung romantischer Anziehung spielt. Voogt erklärt, dass eine lang anhaltende positive Begegnung mit einer Person, die nicht Ihr Typ ist, im Laufe der Zeit die Anziehungskraft, die Sie zu Ihrem Typ empfinden, nachahmen kann. Positive Begegnung kann so einfach sein wie das Gefühl von Komfort und Glück, wenn man in der Nähe dieser Person ist. (Quelle: The Tab)