Die Beatles waren eine der einflussreichsten Bands des 20. Jahrhunderts. Ihre Lieder fesselten Millionen und beeinflussten viele nach ihnen kommende Bands. Revolver wurde als ihr größtes Album angesehen, aber wusstest du, wie die Band auf den Namen kam?
Entgegen der landläufigen Meinung wurde das Album „Revolver“ nicht nach der Waffe benannt. Es bezieht sich darauf, was ein Album beim Abspielen tut: Es dreht sich. Das Album hätte fast „After Geography“ heißen sollen, ein Wortspiel von Starr.
Warum haben die Beatles das Album Revolver genannt?
Das Beatles-Album Revolver wurde am 5. August 1966 im Vereinigten Königreich veröffentlicht, drei Tage später in den USA. Es war das siebte Album der Band und wurde von vielen Fans als ihr bemerkenswertestes Werk angesehen. Die Band betonte verschiedene Inspirationen, von ihrem Drogenkonsum bis zu ihrem Interesse an östlicher Religion und Philosophie.
Viele glauben, dass die Band ihr Album nach einer Waffe benannt hat. Tatsächlich war der Name jedoch ein letzter Versuch, das Album zu benennen. Anfangs überlegte die Band, ihr siebtes Album After Geography zu nennen. Es war ein Wortspiel, das Ringo Starr sich ausdachte; After Geography sollte das gerade von den Rolling Stones veröffentlichte Album Aftermath parodieren. (Source: NME)
Starr erinnerte sich an seine Schulzeit und wollte gleichzeitig ein wenig Spaß auf Kosten der Rolling Stones haben. Zu dieser Zeit hatte die Band eine freundschaftliche Rivalität mit den Stones. Immer wenn die fab four ein Album veröffentlichten, bemerkten sie, dass das nächste Album der Stones wie eine Antwort darauf klang.
Die Band ließ die Idee fallen und erwog andere Titel wie Beatles on Safari, Magic Circle, Four Sides of the Circle, Four Sides of the Eternal Triangle, Fat Man and Bobby und Abracadabra. Abracadabra war der stärkste Kandidat für den Albumnamen, fiel jedoch aus, als die Beatles erfuhren, dass bereits eine andere Band ihn verwendet hatte.
Schließlich entschieden sie sich für den Titel Revolver. Starr behauptet, es gebe keinen besonderen Hinweis oder Grund für den Titel. Es sei lediglich ein Verweis darauf, was die LP beim Abspielen tut, nämlich sich auf dem Plattenteller zu drehen. (Source: Cheat Sheet)
Interessante Fakten über das Album
Das Album spiegelte die Inspiration der Band und drogenverseuchten Partys wider. Es hob zudem die einzigartige musikalische Sichtweise jedes Mitglieds hervor. Es wurde berichtet, dass die Band bei der Entstehung des Albums viele neue Dinge ausprobierte, und hier sind einige davon. (Source: Rolling Stone)
Künstliches Doppel‑Tracking
Mit Hilfe des Soundproduzenten George Martin hat die Band das Artificial Double Tracking (ADT) erfunden. Wie Martin erklärt, bedeutet ADT, ein Abbild eines Klangs zu nehmen und es um einige Millisekunden vorzuziehen oder zu verzögern. Es ist der einzigartige Klang, den Lennon bei Tomorrow Never Knows erzeugte, fast wie aus der Ferne.
Die Aufnahme von Yellow Submarine hätte Lennon fast getötet
Lennon wollte, dass Aufnahmetechniker Geoff Emerick ihn beim Singen von Yellow Submarine unter Wasser aufnimmt, nachdem er beim Singen gurgelte. Da dies praktisch unmöglich war, dachte Emerick an eine Alternative. Er wickelte das Mikrofon in ein Kondom und ließ es in einen Milchkarton fallen. Einige Jahre später war Emerick entsetzt, als ihm klar wurde, dass das, was sie getan hatten, Lennon leicht töten hätte können, da das Mikrofon ein echtes, unter Strom stehendes Gerät war. Es hätte versagen und Lennon einen Stromschlag versetzen können.
Harrison’s Love You To nutzte indische Musiker
George Harrison war sehr fasziniert von indischer Musik, als er die Musik von Ravi Shankar kennenlernte. Er wollte indische Elemente in seinen Song Love You To einfließen lassen, sodass mehrere indische Musiker Teile des Songs spielten und die anderen Beatles nur wenig beteiligt waren. (Quelle: Louder Sound)





