Curling ist ein Sport, bei dem Spieler Steine über eine Eisbahn zu einem Zielbereich schieben, der in vier konzentrische Kreise unterteilt ist. Es ist ähnlich wie Bowling, Boule und Shuffleboard. Zwei Teams mit je vier Spielern schieben schwere, polierte Granitsteine, allgemein als „Rocks“ bezeichnet, über die Eis‑Curling‑Bahn zum „House“, einem kreisförmigen Ziel, das auf dem Eis markiert ist. Aber was ist der Geist des Curlings?
Guter Sportsgeist und Höflichkeit sind beim Curling entscheidend. Der „Spirit of Curling“ beinhaltet, Gegner zu guten Spielzügen zu beglückwünschen und auf Trash‑Talk zu verzichten.
Die Geschichte des Curlings
Curling entstand im 16. Jahrhundert in Schottland, wo es auf Eisseen und -teichen gespielt wurde. Ein schottischer Notar registrierte 1541 das erste dokumentierte Spiel zwischen einem Mönch der Paisley Abbey und einem Verwandten des Abtes. Der Sport wurde von schottischen Einwanderern nach Nordamerika gebracht: Der erste kanadische Curling‑Club wurde 1807 in Montreal eröffnet, und der erste amerikanische Club entstand 1828 in Pontiac, Michigan. Die ersten offiziellen Curling‑Regeln wurden 1838 vom Royal Caledonian Curling Club in Schottland, dem sogenannten „Mutterclub“ des Curlings, verfasst.
Curling wurde erstmals 1924 bei den Olympischen Spielen in Chamonix, Frankreich, zu einer Medaillen‑Disziplin. Es traten nur Männer an, und Großbritannien gewann Gold, wobei das gesamte Team Schotten waren. Curling erschien fünfmal als olympisches Demonstrationssportart, bevor es 1998 in das Olympische Programm in Nagano aufgenommen wurde: Lake Placid 1932, Garmisch‑Partenkirchen 1936, Innsbruck 1964, Calgary 1988 und Albertville 1992. Seit 1998 hat Kanada drei olympische Goldmedaillen im Männer‑Curling gewonnen, darunter die letzten drei, während die Schweiz und Norwegen jeweils eine gewonnen haben. Kanada und Schweden haben jeweils zwei Goldmedaillen im Frauen‑Curling gewonnen; das Vereinigte Königreich gewann das Frauen‑Gold 2002.
Der Granit für Curling‑Steine wird von Ailsa Craig, einer Insel vor der Westküste Schottlands, gewonnen, die aus der Ferne einem Curling‑Stein ähnelt. (Source: Time)
Was sind die Regeln des Curlings und wie spielt man das Spiel?
Die relative Einfachheit des Curlings ist ein Hauptgrund für seine Attraktivität. Obwohl der Sport ungewohnte Begriffe hat und komplex erscheint, ist er ziemlich leicht zu verstehen.
Curling‑Spiele bestehen aus 10 Ends, ähnlich wie Baseball‑Innings. Die vier Spieler jedes Teams werfen abwechselnd Steine von beiden Enden. Der Lead wirft zuerst, dann der zweite, der dritte, bzw. umgekehrt, und schließlich der Skip. Jeder der vier Spieler eines Teams wirft zwei Steine pro End, also insgesamt 16. Der Skip ist der wichtigste Spieler des Teams. Der Skip wirft nicht nur den letzten Stein im End, der häufig die Punktzahl bestimmt, sondern leitet auch die Gesamtstrategie.
Ein Curling‑Spieler stößt den Fuß vom Hack ab, einem Gummiteil, das einem Startblock ähnelt, um einen Wurf auszuführen. Der Spieler muss den Stein loslassen, bevor er die Hog‑Line berührt, während er über das Eis bzw. die Bahn gleitet. Der Stein gelangt dann zum House, dem Bereich auf der anderen Seite der Bahn mit vier konzentrischen Kreisen, der einem Dartboard ähnelt. Das House dient als Wertungsfläche. (Source: Time)
Bild von Euro Sport






