Biber sind eines der größten Nagetiere der Erde. Sie haben flache, schuppige Schwänze, dichtes Fell, starke Zähne und Schwimmhäute an den Füßen. Aber sie sind vor allem für ihre Damm‑Bau‑Fähigkeiten bekannt. Hast du dich jemals gefragt, warum sie diese Dämme bauen?
Biber bauen Dämme aus Instinkt. Wenn sie fließendes Wasser hören, fühlen sie sich dazu gedrängt, um ihre Häuser vor Lecks zu schützen. Wenn du das Geräusch von fließendem Wasser über einen Lautsprecher abspielst, wird ein Biber einen Damm darüber bauen, selbst wenn kein Wasser zu sehen ist.
Fakten über den Biber
Biber sind mit kräftigen Kiefern und starken Zähnen ausgestattet. Ihre oberen Schneidezähne sind 20 bis 25 mm lang. Sie wachsen ihr ganzes Leben lang weiter. Sie benutzen sie, um kleine Bäume zu fällen und ihre Häuser und Dämme zu bauen.
Laut National Geographic gibt es nur zwei Arten, die dem Menschen bekannt sind. Der Amerikanische Biber oder Castor canadensis und der Eurasische Biber oder Castor fiber. Die beiden Arten haben etwa die gleiche Größe und wiegen etwa 60 bis 70 Pfund.
Alle Biber benötigen Wasser zum Überleben; deshalb wählen sie Lebensräume in der Nähe von Süßwasserteichen, Flüssen, Sümpfen, Seen und Mooren. Diese Tiere haben sich an einen halb‑aquatischen Lebensstil angepasst, mit schließbaren Nasenlöchern, Ohren und sogar transparenten Augenmembranen. (Quelle: Live Science)
Wo leben sie?
Ein Biber lebt in einem Zuhause, das als Hütte bezeichnet wird. Diese Hütten sind kuppelförmig und oft aus Ästen, Gras und Moos gebaut. Sie werden dann mit Schlamm versiegelt, um alles an Ort und Stelle zu halten. Einige Hütten können bis zu 3 Fuß hoch und 8 Fuß breit sein.
Biber sind so erstaunliche Baumeister, dass sie sogar eine Unterwasser‑Rücktür für einfachen Zugang zum Schwimmen haben. (Quelle: Live Science)
Wie helfen Biber‑Dämme?
Biber spielen eine große Rolle in unseren Ökosystemen. Die von ihnen gebauten Dämme verändern den Flusslauf und verhindern Überschwemmungen von Niederungen. Diese Dämme verhindern auch die Bodenerosion. Sie erhöhen zudem den Grundwasserspiegel, wodurch sich Sedimente absetzen und Giftstoffe abgebaut werden können. Wenn sich Sedimente und Ablagerungen ansammeln, nimmt der Gehalt an Stickstoff und Kohlenstoff ab. Durch diese Veränderung der chemischen Zusammensetzung ändert sich auch die Art der im Gewässer lebenden Arten. Dies zieht neue Arten von Fischen, Amphibien und Vögeln an. (Quelle: Live Science)
Wie bauen Biber ihre Dämme?
In den 60er‑Jahren wollte ein schwedischer Biologe wissen, ob das Damm‑Bau‑Verhalten angeboren oder erlernt ist. Also beschloss Lars Wilsson zu experimentieren. Er fing vier erwachsene Biber und zog sie in unterschiedlichen Lebensräumen auf.
Einige wurden in einem Außengehege gehalten. Gleichzeitig befanden sich andere in einem gläsernen Terrarium. In der ersten Phase des Experiments stellte er fest, dass die Biber instinktiv handelten. In der zweiten Phase beobachtete er eine Gruppe von in Gefangenschaft geborenen Bibern, die in Isolation gehalten wurden. Er konnte sehen, dass auch sie bereits beim ersten Versuch Dämme bauten, die fast perfekt waren.
Am Ende des Experiments stellte Wilsson fest, dass Biber allein durch das Geräusch fließenden Wassers zum Bau eines Damms veranlasst werden. (Quelle: Mental Floss)






