Viele Comic‑Bücher wurden in Realfilme adaptiert, einer der Pioniere der Branche war das X‑Men‑Franchise. Aber wusstest du, dass Brian Singer während der Dreharbeiten zum Film einige seltsame Regeln hatte?
Bryan Singer, der Regisseur der X‑Men‑Filme, verbot die Comics während der Dreharbeiten. Er wollte „3‑D‑Charaktere“ darstellen und befürchtete, dass die Comic‑Bücher die Interpretation der Rollen durch die Schauspieler beeinflussen könnten.
Verbot von X‑Men‑Comics am Set
In einem Interview mit MTV News im Jahr 2018 enthüllte der Schauspieler Hugh Jackman, der den ikonischen Logan im X‑Men‑Franchise verkörperte, dass der Regisseur des Franchises, Bryan Singer, der Besetzung und der Crew eine ungewöhnliche Anweisung gab. (Quelle: Screen Rant)
Singer, damals ein junger, aber talentierter Regisseur, verbot Comic‑Bücher am Set. Er verbot speziell X‑Men‑Comic‑Bücher. Singers Anweisung war sehr merkwürdig, da ihr Film auf genau diesem Comic‑Buch basierte.
Singer erklärte später der Besetzung und der Crew, dass Comic‑Bücher als Kinderliteratur wahrgenommen würden, er jedoch eine Vision hatte, wie er sie adaptieren wollte. Singer wollte, dass das Publikum die Comic‑Charaktere ernst nimmt, als echte dreidimensionale Figuren. Er fügte hinzu, dass Menschen, die diese Comics nicht verstehen, die Charaktere in ihrer zweidimensionalen Form wahrnehmen könnten.
Singer war erfolgreich darin, realistischere Versionen der Mutanten‑Charaktere zu schaffen. Er blieb den bunten Uniformen der Charaktere in den Comics nicht treu. Stattdessen wählte der Regisseur dunkle Lederkostüme. Singer stellte zudem die Kräfte einzelner Charaktere herunter. Er wollte nicht, dass diese Charaktere so mächtig sind, dass es nicht mehr glaubwürdig wirkt. (Quelle: Cinema Blend)
Am Ende zahlte sich Singers Strategie aus. Er schaffte es, jeden Schauspieler seine Figur auf seine eigene Weise darstellen zu lassen. Singers Adaption hob sich zudem von den damals üblichen, ironischen Comic‑Buch‑Adaptionen ab.
Bryan Singers dunkler persönlicher Hintergrund
Sing ers auteurhafte Arbeit an dem X‑Men‑Franchise beeinflusste Hollywood stark, wenn es um die Comic‑Buch‑Adaption von Superhelden und Schurken ging. Singers Erfolg könnte ihn dazu veranlasst haben, sowohl im privaten als auch im beruflichen Leben umstrittene Handlungen vorzunehmen. (Quelle: Hollywood Reporter)
Mit dem Erfolg des ersten Teils des X‑Men‑Franchise wurde Singer plötzlich zum Prominenten und verdiente gleichzeitig sehr viel Geld. Besetzungs- und Crewmitglieder bemerkten Singers Verhalten und Stimmungsschwankungen während der Dreharbeiten.
Singer war dafür bekannt, Dreharbeiten und Aufnahmen wegen seiner Partys und anschließenden Abwesenheiten zu verzögern. Führungskräfte stellten ebenfalls fest, dass er sich am Set schlecht verhielt, setzten das Projekt jedoch fort, da sie bereits beim ersten Film nachsichtig waren und ein Auge zugedrückt hatten.
Singer sah sich 1997, also einige Jahre vor dem X‑Men‑Franchise, einer Zivilklage gegenüber. Der Fall entstand aus seinem Film von 1997 Apt Pupil, bei dem zwei Jungen im Alter von 14 bzw. 17 Jahren behaupteten, der Regisseur habe sie angewiesen, sich für eine Szene auszuziehen.
Viele Berichte behaupten zudem, dass jungen, gutaussehenden Minderjährigen Auditions und Nebenrollen im X‑Men‑Franchise für sexuelle Gefälligkeiten versprochen wurden.
Als X2 gedreht wurde, bemerkten Besetzungs‑ und Crewmitglieder, dass Singer immer unberechenbarer und zerstörerischer wurde. Das führte zu einem Streit zwischen ihm und Produzent DeSanto, der schließlich die Produktion stoppte. Der Konflikt begann, als DeSanto erfuhr, dass Singer Drogen nahm, was DeSanto Angst vor einem Unfall machte. Singer setzte die Dreharbeiten fort, trotzte DeSanto und verursachte leichte Verletzungen bei Hugh Jackman.






