Burger King ist eine amerikanische Fast‑Food‑Kette, die 1953 in Jacksonville, Florida, gegründet wurde. Damals hieß sie Insta‑Burger King. Als das Unternehmen ein Jahr nach der Eröffnung in finanzielle Schwierigkeiten geriet, kauften David Edgerton und Jame McLamore das Unternehmen und benannten es in Burger King um. Im Laufe der Jahre hat das Unternehmen einige ziemlich umstrittene Werbekampagnen entwickelt, aber hast du jemals von der Whopper Sacrifice-Kampagne?
Im Jahr 2009 startete Burger King die Kampagne „Whopper Sacrifice“. Sie gaben jedem, der 10 seiner Facebook‑Freunde löschte, einen kostenlosen Whopper. Facebook setzte das Programm aus, weil Burger King begann, die Leute darüber zu informieren, dass sie wegen eines Burgers aus der Freundesliste einer Person entfernt wurden.
Wie funktionierte Burger Kings berüchtigte Facebook‑Werbekampagne?
Crispin Porter & Bogusky war die Werbeagentur, die 2009 die Whopper Sacrifice‑Kampagne entwickelte. Die Anzeige bot im Grunde einen Gutschein für einen kostenlosen Hamburger für jeweils zehn Freunde, die man aus seinem Facebook‑Konto löschte. Der Marketing‑Stunt war ein riesiger Erfolg, die Facebook‑App wurde innerhalb weniger Tage etwa 60.000 Mal installiert und rund 20.000 Whopper‑Gutscheine wurden ausgegeben. Das bedeutete, dass 200.000 Personen als Freunde gelöscht wurden.
In diesem Moment begannen Facebook‑Nutzer, inoffizielle Gruppen zu erstellen, damit andere Nutzer sie hinzufügen konnten, nur um sie kurz darauf im Namen des Whopper Sacrifice zu löschen.
Du wirst mit vielen Fragen konfrontiert werden, und du wirst mit vielen Was‑wäre‑wenn‑Szenarien konfrontiert werden, und du wirst mit vielen zusätzlichen Schnickschnack konfrontiert werden. Whopper Sacrifice war eine, die praktisch ohne Medienbudget viral ging. Wir hatten ein paar kleine Medienbanner direkt auf Facebook, aber darüber hinaus hatten wir nur eine Pressemitteilung und das war's. Es ging durch die Decke, weil es etwas war, das die Menschen wirklich ansprach.
Matt Walsh, Head of Interaction Design, Crispin Porter & Bogusky
(Quelle: CNet)
Hat die Kampagne lange gedauert?
Die Anzeige lief nur zehn Tage, da Facebook die Kampagne stoppte und behauptete, sie verstoße gegen die Privatsphäre ihrer Nutzer. Die Whopper Sacrifice‑Anzeige benachrichtigte die gelöschten Freunde und teilte ihnen mit, dass sie entfernt wurden.
Es ist etwas, das für einen Nutzer eine sehr leicht zu kommunizierende Botschaft ist. Opfere zehn deiner Freunde, bekomme einen kostenlosen Whopper. Es ist quasi der ultimative Elevator Pitch. Ich weiß nicht, wie viele von euch tatsächlich geopfert wurden, aber mein Beileid. Die Anzeige stellte das Konzept von Facebook in Frage. Whopper Sacrifice war geopfert worden.
Matt Walsh, Leiter Interaktionsdesign, Crispin Porter & Bogusky
Die Idee hinter der Kampagne war einfach, aber der Entscheidungsprozess war eher anthropologisch. Sie zeigte, wie die Beliebtheit von Whopper Sacrifice die wirkliche Spannung in der digitalen Kultur aufgreifen würde und wie das soziale Netzwerk auf dieser Plattform unsere Sicht auf Freundschaft veränderte.
Seit langem ist Freundschaft im sozialen Raum sozusagen eine Form von Sozialwährung, das gesamte System sozialer Netzwerke ist gewissermaßen davon abhängig, dass du so viele deiner Freunde wie möglich im Netzwerk sammelst, das schnell wächst, aber am Ende des Tages ist das alles in der Anfangsphase, wenn alles neu ist, in Ordnung und gut. Nach einigen Jahren im Social‑Networking‑Bereich stellt sich nun wirklich die Frage, was Freundschaft in der 2.0‑Welt bedeutet?
Matt Walsh, Leiter Interaktionsdesign, Crispin Porter & Bogusky
(Quelle: CNet)






