Demenz ist keine bestimmte Krankheit, sondern ein allgemeiner Begriff, der eine beeinträchtigte Fähigkeit zum Erinnern, Denken oder Treffen vernünftiger Entscheidungen im Alltag beschreibt. Die Veränderungen im Gedächtnis, der Aufmerksamkeit und im logischen Denken erschweren es, die Realität zu erkennen und normal zu funktionieren. Aber wussten Sie, dass Gesundheitseinrichtungen, die sich um die Bedürfnisse von Demenzpatienten kümmern, clevere Tricks einsetzen, um ihre Klienten vom Umherwandern abzuhalten?
Die meisten Menschen mit Demenz denken, dass eine schwarze Fußmatte tatsächlich ein tiefes Loch im Boden ist. Aufgrund dieser visuellen Wahrnehmungsprobleme vermeiden sie es, auf die Matte zu treten. Gesundheitseinrichtungen nutzen dies, um sie vom Umherwandern oder Verlassen der Einrichtung abzuhalten.
Was ist Demenz?
Laut den Centers for Disease Control and Prevention ist Demenz keine eigenständige Krankheit, sondern ein Begriff, der eine ältere Person mit einer beeinträchtigten Fähigkeit zu denken, sich zu erinnern, Entscheidungen zu treffen oder bei alltäglichen Aktivitäten normal zu funktionieren, beschreibt. Die Alzheimer‑Krankheit ist eine der häufigsten Formen von Demenz.
Obwohl Demenz hauptsächlich ältere Erwachsene betrifft, ist dies keine normale Phase des Alterns. Statistiken zeigen, dass es im Jahr 2014 schätzungsweise 5 Millionen Erwachsene mit Demenz gab. Die Zahlen sollen mit den Jahren weiter steigen. (Quelle: Centers for Disease Control and Prevention)
Welche Anzeichen & Symptome von Demenz
Nicht alle älteren Erwachsenen werden Demenz erleben, und sie ist kein Teil des normalen Alterungsprozesses. Während der Begriff Demenz allgemein ist, können die Anzeichen und Symptome von Person zu Person variieren. Personen, die möglicherweise an Demenz leiden, haben Probleme mit folgendem:
- Gedächtnis
- Aufmerksamkeit
- Kommunikation
- Logisches Denken
- Urteilsvermögen & Problemlösung
- Visuelle Wahrnehmung über die üblichen altersbedingten Veränderungen des Sehvermögens hinaus
Einige Anzeichen, die darauf hinweisen könnten, umfassen:
- Sich in einer vertrauten Nachbarschaft zu verlaufen
- Ungewöhnliche Sprache oder Wörter verwenden, um vertraute Gegenstände zu bezeichnen
- Den Namen von Familienmitgliedern oder engen Freunden zu vergessen
- Alte Erinnerungen zu vergessen
- Aufgaben nicht eigenständig erledigen zu können
(Quelle: Centers for Disease Control and Prevention)
Die Geschichte der schwarzen Fußmatten
Chuck Klosterman stellte die Ethik in Frage, die hinter dem Einsatz des schwarzen Fußmatten‑Tricks durch Gesundheitseinrichtungen steht, um ihre Patienten vom Umherwandern oder sogar Entkommen abzuhalten.
Eine neue Technik zur Kontrolle des Umherirrens von Demenzpatienten beinhaltet das Platzieren von schwarzen Fußmatten vor unsicheren Bereichen, wie zum Beispiel Außenausgängen. Aufgrund der Angst vor Stürzen werden Personen mit Demenz nicht über dunkle Stellen auf dem Boden gehen, sie neigen dazu, diese als Löcher zu sehen. Dies ist eine Alternative zu Antipsychotika und Sperrbereichen. Da diese Technik Angst und eine Behinderung nutzt, um das Verhalten zu steuern, jedoch mit dem Ziel der Sicherheit, ist sie ethisch?
Chuck Klosterman, New York Times
Klosterman beantwortete seine Frage mit den Worten, dass die Technik ethisch sei und eine wirksame Alternative darstelle, um die älteren Menschen in solchen Einrichtungen zu schützen.
Wenn eine Demenzpatientin in der Lage wäre zu beschreiben, wie sie behandelt werden möchte, würde ich annehmen, dass sie das maximale Maß an Unabhängigkeit, den höchsten Schutzgrad und das größte Potenzial für geistige Klarheit wünscht. Dieses Konzept kommt diesen Zielen am nächsten.
Chuck Klosterman, New York Times
(Quelle: The New York Times)






