Lucy Ellmanns 2019er Roman Ducks, Newburyport wurde im Vereinigten Königreich veröffentlicht. Der Roman ist in einem Erzählstil geschrieben, der einem Bewusstseinsstrom ähnelt. Er gewann 2019 den Goldsmiths-Preis und wurde 2019 für den Booker-Preis nominiert. Aber wissen Sie, was diesen Roman einzigartig macht?
Der Roman; Ducks, Newburyport ist ein umfangreicher 1000 Seiten langer Roman und besteht aus einem einzigen langen Satz mit Klauseln, die häufig mit der Phrase „die Tatsache, dass“ beginnen.
Das 1020‑seitige Meisterwerk
Lucy Ellmanns 1.000‑seitiger Roman Ducks, Newburyport, hat den £10.000 Goldsmiths-Preis für die innovativste Belletristik gewonnen und wurde von den Juroren als ein Meisterwerk bezeichnet.
Der Großteil des Romans besteht aus langen Sätzen, die in Klauseln unterteilt und durch Kommas und Semikolons getrennt sind. Viele dieser Klauseln beginnen mit der Phrase die Tatsache, dass.
Ducks, Newburyport ist der Bewusstseinsstrom‑Monolog einer Mutter, während sie in ihrer Küche in Ohio Kuchen backt. Seine ambitionierte Form, bestehend aus einem langen, durchlaufenden Satz mit Zwischenspielen aus der Perspektive eines Berglöwen, führte zur Ablehnung durch Ellmanns vorherigen Verlag Bloomsbury. Es wurde später vom Independent‑Verlag Galley Beggar veröffentlicht und für den Booker-Preis 2019 nominiert.
Dieses seltene Ding: ein Buch, das man, nicht lange nach seiner Veröffentlichung, ohne Zögern ein Meisterwerk nennen kann.
Erica Wagner, Vorsitzende der Booker-Preis-Jury
Der Goldsmiths-Preis sucht Belletristik, die das Gewohnte durchbricht oder die Möglichkeiten der Romanform erweitert, und die diesjährigen Nominierten umfassen Mark Haddons „The Porpoise“ und Deborah Levys „The Man Who Saw Everything“.
Fesselnd, hypnotisch, erneuert den Roman und erweitert die Vorstellung des Lesers davon, was mit der Form möglich ist.
Erica Wagner, Vorsitzende der Booker-Preis-Jury
Ellmann sagte dem New Statesman, der den Preis in Zusammenarbeit mit Goldsmiths ausrichtet, dass sie schon immer ein langes, weiches, langsames Buch schreiben wollte, in dem der Leser eine Zeit lang umherschweben kann, um zu versinken oder zu schwimmen, eingetaucht in die Gedanken einer Frau.
Sie sind mit diesem Buch ganz auf sich allein gestellt, keine Kindermädchen. Ich denke, wir sind alle erwachsen und zu viel abenteuerlicherem Lesen fähig, als uns normalerweise angeboten wird. Ich spüre, dass die Menschen hungrig nach etwas Neuem sind und die Lust an Literatur verloren haben, die sich träge dem Leser oder, Gott bewahre, dem „Markt“ beugt. Wer denkt, Schreiben sei einfach, gibt sich wirklich nicht genug Mühe.
Lucy Ellmann, Autor von Ducks Newburyport
Wer hat das Buch „Ducks, Newburyport“ veröffentlicht?
Nachdem Ellmanns regulärer Verlag Bloomsbury das Manuskript abgelehnt hatte, wurde der Roman von Galley Beggar Press in Norwich, England, veröffentlicht. Der in Windsor, Kanada, ansässige Verlag Biblioasis erwarb die nordamerikanischen Verlagsrechte. (Quelle: The Guardian)
Hat das Buch „Ducks, Newburyport“ eine gute Resonanz bei Kritikern und Lesern erhalten?
Der Roman hat breite kritische Anerkennung erhalten, obwohl er auch Kritik erfahren hat, insbesondere wegen der Länge und der Schwierigkeit seines Prosastils.
Literarische Experimente, die zwar zweifellos innovativ sind, hätten ihren Punkt in einem Viertel des Raums vermitteln können.
Katy Waldman, The New Yorker
(Quelle: TheGuardian)



