Ein Online‑Shop ist eine Website, auf der Kunden Waren oder Dienstleistungen kaufen können. Ein stationäres Einzelhandelsunternehmen mit einer Website ist ein Beispiel für einen Online‑Shop. Ein Online‑Shop ist eine E‑Commerce‑Website oder -App, bei der Käufer einen Katalog von Produkten oder Dienstleistungen durchsuchen und diese elektronisch erwerben können. Aber wissen Sie, was der Begriff Einzelhandelsapokalypse bedeutet?

Der Begriff „Einzelhandelsapokalypse“ ist die weltweite Schließung zahlreicher großer Einzelhandelsketten, die etwa 2010 begann und seitdem andauert. Als die Menschen begannen, zu Online‑Plattformen zu wechseln, gehen die Umsätze stationärer Geschäfte zurück.

Warum befindet sich der Einzelhandel in einer solch prekären Lage?

Seit 2016 haben etwa 40 % der Kaufhäuser des Landes ihre Türen geschlossen, darunter jede Lord & Taylor‑Filiale und fast alle Sears‑ und Kmart‑Filialen. J.C. Penney und Neiman Marcus haben Insolvenz angemeldet, und Macy’s hat zahlreiche Standorte geschlossen und plant, bis 2023 weitere 125 zu schließen.

Der gesamte Sektor wurde verwüstet, da die Verbraucher die Gewohnheit des persönlichen Einkaufens und Stöberns verloren haben. Es ist einfach ein Format, das nicht mehr funktioniert, und die Menschen wollen nicht durch ein vierstöckiges Megastore waten, um ein paar Artikel zu finden.

Chris Kuiper, Analyst beim Center for Financial Research and Analysis

(Quelle: The Week)

Wie schneiden Einkaufszentren in der Einzelhandelsapokalypse ab?

Eine wachsende Zahl von Einkaufszentren ist bereits gestorben oder befindet sich in der Intensivpflege.

Das gesamte Geschäftsmodell ist gerade zusammengebrochen.

Neil Saunders, The Consultancy of GlobalData Retail

Hunderte davon wurden im letzten Jahrzehnt geschlossen, und Coresight Research sagte im vergangenen Jahr voraus, dass ein Fünftel der verbleibenden 1.000 in den nächsten drei bis fünf Jahren schließen wird.

Der Kundenverkehr hat abgenommen, weil die Kaufhäuser als Anker verloren gingen. Das Kaufhaus‑Genre hat das große amerikanische Einkaufszentrum zu Fall gebracht, wobei die Entwickler versucht haben, ihr Schicksal zu wenden, indem sie „Erlebnis‑Einzelhändler“ wie Fitnessstudios, Kinos und Restaurants einbrachten, doch diese Unternehmen stießen während der Pandemie an eine Wand.

Mark Cohen, Retail Studies at Columbia Business School

Zweifellos wächst der E‑Commerce wirklich.

Zusätzlich zu den verlorenen Arbeitsplätzen haben tote Einkaufszentren einen überproportionalen Einfluss auf die Gemeinden, in denen sie von einem steuergenerierenden „sozialen Raum“ zu einem „Schandfleck“ geworden sind. Es ist ein ziemlich großes wirtschaftliches, soziales und kulturelles Phänomen. Und Online‑Shopping sowie die Pandemie sind nicht die einzigen Ursachen.

Vicki Howard, Autorin von From Mainstreet to the Mall

(Quelle: The Week)

Welche anderen Faktoren tragen zur „Retail Apocalypse“ bei?

Schon vor der Pandemie hatte die Vereinigten Staaten pro Kopf 40 % mehr Verkaufsfläche als Kanada und das Zehnfache von Deutschland. Dieser Einzelhandelsüberschuss war laut Branchenanalysten nicht nachhaltig. Kaufhäuser wurden durch die Schrumpfung ihrer Kundschaft geschädigt, während Discounter, die sich an einkommensschwächere Verbraucher richten, wie TJ Maxx und Dollar General, Wachstum verzeichneten. 

Der Untergang vieler Einzelhändler, darunter Neiman Marcus, J.Crew und Toys R Us, wurde durch Übernahmen von Private‑Equity‑Firmen wie Bain Capital und KKR beschleunigt, die deren Einnahmen aufzehren und sie mit erdrückenden Schulden belasten. Laut einem Bericht der gemeinnützigen Organisation United for Respect aus dem Jahr 2019 sind in den letzten zehn Jahren fast 600 000 Einzelhandelsjobs verloren gegangen. (Quelle: The Week)