Die 1860er und 1890er Jahre gaben dem Wildwest‑Genre seinen Ursprung und legten den Grundstein für seine spätere Mythologie. Es war eine Zeit, in der Cowboys, Indianer, Pioniere, Gesetzlose und Revolverhelden zusammenkamen für Expansion, Verteidigung, Gier und Neuerfindung. Aber wusstest du, dass England eine falsche amerikanische Wildwest‑Stadt hat?
In England gibt es eine falsche amerikanische Wildwest‑Stadt namens Laredo. Diese wurde von Nachstellungskünstlern gebaut und war ausschließlich nur für Mitglieder geöffnet.
Die Stadt Laredo
Diese Anlage liegt nur 20 Meilen von der Hauptstadt entfernt. Alle Innenräume des Gebäudes sind vollständig möbliert und periodengerecht dekoriert. Alle verfügbaren Requisiten wurden gründlich recherchiert und wären zur damaligen Zeit verwendet worden.
Die Stadt stellt den amerikanischen Wildwest von 1865 bis 1889 dar. Sie verfügt über 24 Gebäude, darunter ein zweistöckiges Hotel mit Empfangsbereich, einer vollwertigen Saloon‑Bar, einer Theaterbühne und doppelten Treppen, die zu sechs Gästezimmern führen.
Ein Saloon, das Büro des Marshals, funktionierende Schmieden, Pferdeställe, ein zweifrontiger General Store, ein Waffenmacher, Wells Fargo, ein Nassplatten‑Fotostudio, ein Prägeamt, eine Bank, ein Arzt/Zahnarzt, eine Sattlerei, ein Bestatter, die Texas Rangers, ein Bergbauunternehmen, ein Friseur, Bäckereien, eine Cantina, ein Tabakladen, ein Anwaltsbüro und ein Gästehaus befinden sich entlang der Straße. Komplett mit Holzplanken, Anbindestangen, Pferdetrögen und Ladenschildern, die an einer unbefestigten alten Westernstraße aufgehängt sind.
Im Inneren der Gebäude ist die Einrichtung vollständig periodengerecht, mit Öllampen und Kerzen zur Beleuchtung, holzbefeuerten Öfen zum Kochen und Heizen sowie allen Geräten, die zu jener Zeit verwendet worden wären.
Eine kleine Bergbaugemeinschaft aus neun Blockhütten existiert in der Stadt. Diese dienen hauptsächlich als Gästeunterkünfte mit Etagenbetten, Blocköfen und Einrichtungsgegenständen. (Quelle: Laredo UK)
Ist Laredo noch geöffnet?
Ein großer Brand hat kürzlich die sechs Hauptgebäude von Laredo und neun kleinere Hütten zerstört. Die Stadt ist weiterhin geöffnet und wird derzeit wiederaufgebaut. Drehorte, Promotionen und andere Aktivitäten können während der Renovierungsarbeiten fortgesetzt werden. Tatsächlich haben die Stadtmitglieder diese Gelegenheit genutzt, um die Holzkonstruktionen so wiederaufzubauen, dass sie wie ein amerikanisches Old‑West‑Stadtentwicklungsprojekt aus den 1860er Jahren wirken.
Der Laredo Western Club ist ein gemeinnütziger Verein, der durch Mitglieds‑ und Gästebegehrungen unterstützt wird. Zahlungen für Filmarbeiten sind ebenfalls eine wesentliche Finanzierungsquelle für das Entwicklungs‑ und Instandhaltungsprogramm der Stadt. Ohne diese Vorteile würde Laredo Western Town als britischer Drehort Schwierigkeiten haben.
Viele Filme wurden in Laredo gedreht, darunter Finding Neverland, Homes and Watson, Dark Country und Blood Moon. Seit vielen Jahren wird die Stadt von der Fernsehindustrie genutzt, um Sendungen wie French and Sounders, Red Dwarf, Mid Summer Murders, The One Show und zuletzt Toast of Tinseltown zu produzieren. Die Stadt ist ein beliebter Drehort für Musikvideos, wobei Elbow, Charley Fink, Rockabilly Bob und Will and The People diesen Monat Money drehen. Werbeshootings sind in den letzten Jahren immer populärer geworden. Im Rahmen unserer kostenlosen Bildungspolitik veranstalten wir auch Kinder‑Wohltätigkeitsveranstaltungen.
Dies ist nur ein Beispiel dafür, wie Laredo zu einer bedeutenden und wichtigen britischen Institution als Filmkulisse und authentischer Westernstadt für Nachstellungskünstler aus dem gesamten Vereinigten Königreich, Europa und darüber hinaus geworden ist.
Als die verheerende Nachricht vom Brand bekannt wurde, starteten die Dorfbewohner eine landesweite Spendenaktion, um den Wiederaufbau von Laredo zu finanzieren. (Quelle: Laredo UK)






