Handball ist ein Mannschaftssport, bei dem zwei Teams mit jeweils sieben Spielern einen Ball mit den Händen passen, um ihn in das Tor des gegnerischen Teams zu werfen. Ein Standardspiel besteht aus zwei 30‑minütigen Halbzeiten, wobei das Team mit den meisten Toren gewinnt. Aber wusstest du, dass 2004 ein umstrittenes Ereignis bei einem deutschen Turnier stattfand?

Ein gefälschtes srilankisches Nationalhandballteam schlich sich 2004 in ein deutsches Turnier, verlor alle seine Spiele und verschwand dann auf mysteriöse Weise. In einem Abschiedsbrief wurden die Bayern für ihre Gastfreundschaft bedankt.

Die Geschichte des Handballspiels

Handball ist eines der ältesten Ballspiele und reicht zurück zu den römischen Bädern. Es war der Vorläufer des modernen Jai Alai, das später in Spanien und Frankreich als mit bloßen Händen gespieltes Spiel namens Pelota gespielt wurde. Handball wurde im 16. Jahrhundert auf den Britischen Inseln modifiziert und hieß dort Fives.

Handball wurde vor etwa 1.000 Jahren in Irland erfunden und war der unmittelbare Vorfahre des heutigen Spiels. In den 1850er Jahren fanden irische Stadt‑ und Kreismeisterschaften auf Plätzen statt, die 80 Fuß lang und 40 Fuß breit waren, wobei ein harter, lederbezogener Ball verwendet wurde. In den 1880er Jahren brachte die irische Einwanderung das Spiel nach Amerika, und Phil Casey errichtete 1886 den ersten amerikanischen Hallenplatz in Brooklyn, New York. Tritte waren erlaubt, und einige Spieler waren geschickt darin, niedrige Bälle mit den Füßen zurückzuspielen.

1887 traf der irische Champion John Lawlor im ersten internationalen Spiel auf den amerikanischen Champion Casey. Casey gewann mit einem Vorsprung von 11 Spielen und verteidigte seinen Titel gegen alle Herausforderer bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1900.

Handball ist derzeit beliebt in den Vereinigten Staaten, Kanada, Irland, Mexiko, Argentinien, Australien, Neuseeland und Frankreich. Einladungsturniere, die von Kanada und den Vereinigten Staaten ausgerichtet werden, haben kürzlich den internationalen Wettbewerb angekurbelt. (Quelle: Britannica)

Wie genau verschwand das srilankische Team?

Viele der Sri Lanker kannten angeblich die Spielregeln nicht und hatten Schwierigkeiten, den Ball zu fangen. Bayerische Spieler kommentierten nach dem Spiel, dass das Team schrecklich war.

Nachdem die bayerischen Gastgeber am nächsten Tag vergeblich auf ihre srilankischen Gäste zum Frühstück warteten, wurden die Gründe für die schlechte Leistung klar. Zuvor hatten die Bayern angenommen, dass die Besucher sich beim Joggen im Wald verirrt hätten.

Ein Besuch ihrer Zimmer zeigte jedoch, dass die angeblich 16 besten Handballspieler aus Sri Lanka und ihre acht Trainer andere Pläne hatten. Die Gruppe war geflohen. Nur ein paar Sportanzüge, Schuhe und verschwitzte T‑Shirts wurden gefunden. In einem Abschiedsbrief wurde den Bayern für ihre Gastfreundschaft gedankt.
Mehr Licht wurde nun auf das mysteriöse Verschwinden des Teams geworfen. Ein Taxifahrer in Wittislingen sagte der bayerischen Polizei, dass er und zwei weitere Taxis angewiesen wurden, die Sri Lanker zum Münchner Hauptbahnhof zu bringen. (Quelle: DW Akadamie)