In den 1920er Jahren traf der Autor von Ulysses Ernest Hemingway in Paris. Obwohl beide als bekannte Vieltrinker galten, begannen sie gemeinsam regelmäßig Cafés und Bars zu besuchen. James Joyce war unsportlich und hatte ein nachlassendes Sehvermögen, aber sein Trinkkumpel war groß, kräftig und zu gewalttätigen Ausbrüchen neigend. Aber wussten Sie, dass James Joyce auf Hemingway angewiesen war, um ihn zu verteidigen?
Im Paris der 1920er Jahre wurde James Joyce betrunken, begann Schlägereien und versteckte sich dann hinter Ernest Hemingway, indem er rief: „Kümmer dich um ihn, Hemingway!“
Ernest Hemingway als James Joyces erste Verteidigungslinie
Ernest Hemingway, ein bedeutender Unterstützer von Ulysses, traf Joyce bei Shakespeare and Company und wurde später ein häufiger Begleiter in Pariser Bars zusammen mit Schriftstellern wie Wyndham Lewis und Valery Larbaud.
Ernest Hemingway schien mit den meisten prominenten männlichen Künstlern seiner Zeit, von Wallace Stevens und T.S. F. Eliot bis zu Fitzgerald Scott, im Konflikt zu stehen. Er hatte eine sehr seltsame Beziehung zu Orson Welles, mit dem er Berichten zufolge mindestens einmal Max Eastman mit einem Buch ins Gesicht schlug.
Sein Aufschlag und seine Prahlerei verstärken nur seine herzliche Freundschaft mit James Joyce. Joyce, der labyrinthartige Denker byzantinischer Gedanken und Schöpfer symbolischer Systeme, die so dicht sind, dass sie ein ganzes Fachgebiet ausmachen; körperlich schwach und intellektuell monastisch, trotz seiner berüchtigten fleischlichen Gelüste, verkörpert Joyce den Künstler als zurückgezogenen Kontemplativen.
Joyce wurde in Hemingways Nachruf von 1961 in der New York Times als ein dünner, zerbrechlicher und ungebeugter Mann mit fehlerhaftem Sehvermögen beschrieben, das möglicherweise auf eine Syphilisinfektion zurückzuführen war, und die beiden Schriftsteller tranken zusammen in Paris eine gewisse Zeit.
Einmal, in einem dieser lockeren Gespräche, die man beim Trinken führt, sagte mir Joyce, er fürchte, sein Schreiben sei zu vorstädtisch und er sollte vielleicht ein wenig herumkommen und die Welt sehen. Er fürchtete manche Dinge, Blitz und Dinge, aber er war ein wunderbarer Mann. Er stand unter großer Disziplin, seiner Frau, seiner Arbeit und seinen schlechten Augen. Seine Frau war dabei und sie sagte, ja, seine Arbeit sei zu vorstädtisch ‚Jim könnte etwas von dieser Löwenjagd vertragen.‘ Wir gingen trinken und Joyce geriet in einen Kampf. Er konnte den Mann nicht einmal sehen, also sagte er: ‚Kümmer dich um ihn, Hemingway! Kümmer dich um ihn!‘
Ernest Hemingway, amerikanischer Romanautor
(Quelle: Mentalfloss)
James Joyces schlechte Augen
Während Joyces anhaltende finanzielle Probleme ihn zu einem Leben in kreativer Unbequemlichkeit zwangen, musste er sich auch mit nahezu ein Leben lang andauernden medizinischen Beschwerden auseinandersetzen. Joyce litt an anteriorer Uveitis, die etwa 12 Augenoperationen erforderte. Wissenschaftler spekulieren, dass seine Iritis, sein Glaukom und seine Katarakte durch Sarkoidose, Syphilis, Tuberkulose oder andere angeborene Probleme verursacht wurden, bedingt durch den relativ unentwickelten Stand der Ophthalmologie zu jener Zeit und seine Entscheidung, zeitgenössischen medizinischen Rat nicht zu befolgen.
Joyces Sehprobleme zwangen ihn, jahrelang eine Augenklappe zu tragen und auf großem weißem Papier nur mit roten Wachsmalstiften zu schreiben. Aufgrund seiner anhaltenden Sehprobleme benannte er seine Tochter Lucia nach St. Lucia, der Schutzpatronin der Blinden. (Quelle: Mentalfloss)
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