Nachdem sie im Alter von 22 Jahren bei einem Autounfall verletzt wurde, begab sich Julia Butterfly Hill auf eine Reise, um ihre wahre Berufung im Leben zu finden. Und nicht lange danach stieß sie auf die wunderschönen Redwood‑Wälder Nordkaliforniens, wo sie Luna gegenüberstand, einem 200 Fuß hohen Baum, der über 1.000 Jahre alt war. 

In Erinnerung als engagierte Umweltaktivistin lebte Julia Butterfly Hill von 1997 bis 1999 in einem 1500 Jahre alten, 200 Fuß hohen Baum namens Luna, um zu verhindern, dass der Baum von der Pacific Lumber Company gefällt wird. 

Die Berufung von Julia Butterfly Hill

Im jungen Alter von 22 Jahren änderte sich das Leben von Julia „Butterfly“ Hill nach einem Autounfall drastisch, der sie mit Hirnschäden und einer Behinderung zurückließ. Während sie darum kämpfte, sich zu erholen und die normale Gehirnfunktion wiederzuerlangen, suchte Hill nach ihrem Lebenszweck. Und obwohl sie als Kind eines Predigers aufwuchs, umgeben von organisierter Religion und Spiritualität, hatte sie keine spirituelle Berufung in der Kirche, sondern in der Natur.

Nach Hills Unfall entwickelte sie ein Interesse am Reisen. Hill kam mit ihren Freunden und ihrer Familie aus Missouri nach Nordkalifornien, und bald begannen sie, in den von Redwoods durchzogenen Wäldern zu wandern und zu laufen. Hill fühlte sich sofort zu den Redwood‑Wäldern des Humboldt County hingezogen.

Als ich zum ersten Mal die majestätische Kathedrale des Redwood‑Waldes betrat, wusste mein Geist, dass er das gefunden hatte, wonach er gesucht hatte. Ich fiel auf die Knie und begann zu weinen, weil ich von der Weisheit, Energie und Spiritualität, die in diesem heiligsten Tempel beherbergt sind, überwältigt war.

Julia „Butterfly“ Hill

Fast ein Jahr verging, bevor Hill in den Wald zurückkehrte. Und dort fand sie Luna, einen uralten, 200 Fuß hohen Redwood‑Baum, der wegen Profitgier bedroht war. Luna war einer der vielen Redwoods an den Hängen des Humboldt County, die die Pacific Lumber Company aus finanziellen Gründen fällen wollte. Das Fällen der Redwoods würde für die Einheimischen ein gefährliches Risiko darstellen, da die Bäume die Menschen vor Erdrutschen und anderen Naturkatastrophen schützten, die Häuser zerstörten. (Quelle: Santa Clara University

Hill und Lunas Reise

Hill begann am 10. Dezember 1997 mit dem Baum‑Sitzen für Luna; von dort aus blieb sie auf einer winzigen Plattform, die den Baum umschloss. Die Stunden des Baum‑Sitzens verwandelten sich in Tage, die Tage entwickelten sich zu Wochen, und die Wochen wurden zu Monaten und Jahren. Hill wusste, dass ihre Aktion des Baum‑Sitzens viel größer war, als es schien, und bald begannen viele Umweltorganisationen offiziell, sie zu unterstützen, darunter Earth First.

Hill stand während ihrer mehr als zweijährigen Baum‑Sitz‑Zeit vor verschiedenen Herausforderungen. Mächtige Stürme und erschreckende Wetterbedingungen bedrohten Hill und Luna, darunter Regen, Schnee, 40 mph starke Winde und eine El‑Niño‑Saison. Hill blieb widerstandsfähig, mit einem Campingkocher und einem Schlafsack als einziger Wärmequelle.

Zusätzlich übten die Pacific Lumber Company und die Strafverfolgungsbehörden enormen Druck auf Hill aus, den Baum zu verlassen. Sie setzten Hubschrauber ein, machten verbale Drohungen und froren sogar Hills einwöchige Lebensmittelvorräte ein. Glücklicherweise hielt Hill mit der Hilfe der Organisationen und Personen, die sie weiter unterstützten, durch.


Am 18. Dezember 1999 ging Hill siegreich aus ihrem Kampf hervor, als sie die Nachricht erhielt, dass die Pacific Lumber Company beschlossen hatte, ihre Aktivitäten in einem bestimmten Gebiet rund um Luna zu behindern. Darüber hinaus kamen verschiedene Umweltorganisationen und zahlreiche Einzelpersonen zusammen, um fast 50.000 $ zu sammeln, um der Humboldt State University bei der Finanzierung ihrer Abteilung für nachhaltige Forstwirtschaft zu helfen. (Quelle: Santa Clara University)