In der gesamten katholischen Kirche ist bekannt, dass Priester nicht heiraten dürfen. Aber wusstest du, dass es eine Ausnahme von dieser speziellen Regel gibt?
Es gibt eine Lücke in den katholischen Regeln, die es einigen Priestern erlaubt, verheiratet zu sein. Wenn ein Priester oder Pastor einer protestantischen Kirche bereits verheiratet war und sich zum Katholizismus bekehrt, darf er das katholische Priestertum anstreben.
Warum ist Zölibat wichtig?
Der Akt des Zölibats ist einer der größten Akte der Selbstaufopferung, die ein katholischer Priester vollbringen kann. Auf einen Ehepartner, Nachkommen und Sex zu verzichten, um sich auf Gott und seine Beziehung zu ihm zu konzentrieren, ist ein großer Schritt. Laut dem Codex des kanonischen Rechts der katholischen Kirche ist Zölibat ein besonderes Geschenk, das Gott den Praktizierenden gibt, um dem Beispiel Christi näher zu folgen, da er keusch war.
Der Vatikan stellt fest, dass es für unverheiratete Männer einfacher ist, ihr Leben der Kirche zu widmen, da sie mehr Zeit zur Verfügung haben und viel weniger Ablenkungen. Der früheste Nachweis des Zölibats stammt aus dem Jahr 205 n. Chr. beim spanischen Konzil von Elvira, als eine örtliche Versammlung von Klerikern dort zusammenkam, um die Angelegenheiten der Kirche zu besprechen. (Quelle: The Economist)
Müssen Priester Jungfrauen sein?
Bevor das Zölibat eingeführt wurde, waren Kleriker tatsächlich verheiratet. Vor seiner Priester- und Bischofsweihe war der heilige Augustinus offenbar sexuell aktiv. Daher ist Jungfräulichkeit überhaupt keine Voraussetzung. Auch die heutigen Regelungen verlangen nicht, dass Priester Jungfrauen sind, sondern dass sie zölibatär leben. (Quelle: Boston College Libraries)
Können verheiratete Männer zum Priester geweiht werden?
Obwohl das Zölibat bevorzugt wird, gibt es bestimmte Ausnahmen von der Regel. Zölibat zu leben ist eher eine Disziplin, die je nach Bedarf angepasst werden kann. Im Gegensatz zum Dogma, dass Priester männlich sein müssen, kann die Regel zum Zölibat geändert werden.
Denn es gibt Eunuchen, die von Geburt an so sind, und es gibt Eunuchen, die von anderen zu Eunuchen gemacht wurden, und es gibt Eunuchen, die sich aus dem Grund des Himmelreichs zu Eunuchen gemacht haben. Wer das kann, der nehme es an.
Matthäus 9:12
In den frühesten Tagen des Christentums sehen wir, dass die 12 Apostel Jesu Christi verheiratet waren, was durch mehrere Schriftstellen bestätigt wird. Das bedeutet einfach, dass das Zölibat, dem Jesus folgte, nicht etwas war, das den Klerikern aufgezwungen wurde, sondern etwas, das sie inspiriert hat.
Ich möchte, dass ihr frei von Sorgen seid. Ein unverheirateter Mann sorgt sich um die Dinge des Herrn, wie er dem Herrn gefallen kann. Ein verheirateter Mann jedoch sorgt sich um die Dinge der Welt, wie er seiner Frau gefallen kann, und er ist gespalten. Ich sage euch das zu eurem eigenen Nutzen, nicht um euch eine Einschränkung aufzuerlegen, sondern im Sinne von Anstand und ungestörter Hingabe an den Herrn.
1 Corinthians 7:32-34a 35
Die lateinische Kirche hat in jüngerer Zeit verheirateten Männern die Priesterweihe erlaubt. Es ist jedoch wesentlich zu wissen, dass, obwohl verheiratete Männer ordiniert werden können, ein Priester niemals heiraten darf. Die Ehe muss immer der Ordination vorausgehen. (Source: Aleteia)




