Die britische Bevölkerung liebte Königin Alexandra von Dänemark völlig, da sie sich durch ihre Wohltätigkeitsarbeit und ihr Modebewusstsein einen positiven Ruf erwarb. Während ihrer Zeit als Königin beeinflusste Königin Alexandra direkt die Garderoben der Frauen, da sie stets darauf achtete, bei jedem öffentlichen Auftritt am feinsten gekleidet zu sein. 

Der Modestil von Königin Alexandra zeigte sich durch ihre cleveren Methoden, körperliche Beeinträchtigungen zu verbergen, zum Beispiel indem sie Tagkleider mit hohen Kragen und geschichtete Perlenhalsbänder trug, um eine Operationsnarbe am Hals zu verbergen. 

Das Erbe von Königin Alexandra von Dänemark

Geboren am 1. Dezember 1844 im Gelben Palast von Kopenhagen, Alexandra Caroline Marie Charlotte Louise Julia, heute berühmt als Königin Alexandra von Dänemark, war eine der Töchter von Christian IX. von Dänemark und seiner Gemahlin Louise von Hessen‑Kassel. Der Tod von König Christian VII. führte schließlich dazu, dass Alexandras Vater die Krone erbte, da König Christian VII.s Sohn, Friedrich, keine Kinder zeugte.

Als Prinzessin von Dänemark war Alexandra bemerkenswert für ihre Wohltätigkeitsarbeit und ihren Modestil. Königin Victoria und Prinz Albert suchten zunächst nicht nach Alexandra als Ehefrau für ihren Sohn, Prinz Albert Edward, den Prinzen von Wales, doch dennoch machte Edward im September 1862 einen Antrag. Die beiden bekamen zusammen sechs Kinder, und viele kannten Alexandra als eine praxisnahe Mutter, die es dennoch schaffte, ihr Sozialleben zu balancieren.

Als Prinzessin von Wales war die britische Bevölkerung Alexandra zugetan. Sie setzte ihre zahlreichen öffentlichen Pflichten fort, einschließlich der erforderlichen öffentlichen Auftritte ihrer Schwiegermutter. Bald wurde Alexandra 1901, nach dem Tod von Königin Victoria, zur Gemahlin von König Edward. In dieser Zeit vertrat Alexandra anti‑deutsche Ansichten, da sie der deutschen Expansion misstraute. Um Königin Alexandra jeglichen politischen Einfluss zu verwehren, verhinderten König Edward und seine Minister, dass sie Briefings lesen durfte, und schlossen sie von Auslandsreisen aus. 1910 wurde Königin Alexandra die erste Königin, die eine Debatte im Unterhaus (House of Commons) beobachtete.

Als König Edward starb, wurde Königin Alexandra zur Königinmutter ihres Sohnes Georg V. Sie blieb für ihre Großzügigkeit bekannt, indem sie finanzielle Hilfe an Menschen schickte, die sie um Unterstützung baten. Zu Beginn des Ersten Weltkriegs festigte Georg V. seine Entscheidung, den Namen der königlichen Familie in Windsor zu ändern, um deutsche Assoziationen zu vermeiden.

Die Nachricht von Königin Alexandras Tod durch einen Herzinfarkt am 20. November 1925 erfüllte die britische Öffentlichkeit mit Trauer. Ihr Erbe bleibt bestehen, da sie noch immer als Stilikone mit grenzenloser Großzügigkeit in Erinnerung bleibt. (Quelle: Thought Co.

Königin Alexandra als königliche Mode-Ikone

Was den Modegeschmack angeht, hat Königin Alexandra die Menschen bei jedem öffentlichen Auftritt nie enttäuscht. Sie nutzte Kleidung und Accessoires sogar, um zahlreiche körperliche Beeinträchtigungen zu verbergen. 

Um eine Nacken‑Narbe, die sie durch eine Kindheitsoperation erhalten hatte, zu verbergen, trug Königin Alexandra hochgeschlossene Tageskleider; abends trug sie stets Schicht für Schicht Perlen‑Halsbänder und Diamantketten. Aus ihrem Stil, Halsbänder und Ketten zu tragen, entwickelte sich schnell ein Modetrend.

Ein weiterer Modetrend, der sich aus Königin Alexandras Stil entwickelte, ist der Alexandra‑Limp. Als Alexandra 1867 aufgrund einer rheumatischen Fieberkomplikation eine Wirbelsäulenverkrümmung erlitt, versuchte sie seitdem, die Aufmerksamkeit auf ihr Hinken durch ihre Kleidung zu verringern. Da sie im britischen Publikum sehr berühmt war, machten die Frauen ihre körperliche Behinderung bald zu einem Trend, indem sie Spazierstöcke benutzten oder mit speziell entworfenen Schuhen gingen, um ihr Hinken nachzuahmen.

Königin Alexandras Regierungszeit beeinflusste die Damenmode stark, indem sie von voluminösen Röcken, die viele Unterwäscheschichten erforderten, zu konisch zulaufenden Röcken, geschnürten Korsetts und fließenden Schleppten mit Spitzen‑ und Perlendetails überging. (Quelle: The Enchanted Manor