Radium ist ein chemisches Element mit der Ordnungszahl 88 und dem Symbol Ra. Es ist das sechste Element in der Gruppe 2 des Periodensystems, auch bekannt als Erdalkalimetalle. Reines Radium ist silbrig-weiß, aber wenn es Luft ausgesetzt wird, reagiert es leicht mit Stickstoff und bildet eine schwarze Oberflächenschicht aus Radiumnitrid. Radiumisotope sind alle stark radioaktiv, wobei Radium‑226, das eine Halbwertszeit von 1600 Jahren hat und in Radongas zerfällt, das stabilste ist. Aber wussten Sie, warum Marie Curie Radium‑Fläschchen in ihrer Tasche trug?
Marie Curie mochte das Leuchten von Radium und bewahrte Fläschchen davon in ihren Taschen und neben ihrem Bett auf. Der Körper von Marie Curie bleibt mehr als 80 Jahre nach ihrem Tod radioaktiv.
Die Entdeckung des Radiums
Nachdem sie 1898 das Radium entdeckt hatten, verzichteten Curie und Pierre darauf, ein Patent dafür anzumelden und von seiner Herstellung zu profitieren, obwohl sie kaum genug Geld hatten, um das zur Extraktion des Elements benötigte Uranerz zu kaufen. Die Curies hingegen teilten das isolierte Produkt von Maries mühsamer Arbeit großzügig mit anderen Forschern und gaben die Geheimnisse des dafür erforderlichen Produktionsprozesses offen an interessierte Industriepartner weiter.
Während des anhaltenden Radium-Booms entstanden in den Vereinigten Staaten Fabriken, die das Element für die wissenschaftliche Gemeinschaft sowie das neugierige und leichtgläubige Publikum bereitstellten. Das leuchtend grüne Material faszinierte die Verbraucher und fand seinen Weg in alles Mögliche, von Zahnpasta bis zu Produkten zur sexuellen Verbesserung, obwohl es noch nicht vollständig verstanden ist. In den 1920er‑Jahren stieg der Preis für ein Gramm des Elements auf 100.000 $, und Curie konnte sich nicht mehr leisten, genug von dem zu kaufen, was sie entdeckt hatte, um ihre Forschung fortzusetzen.
Radium ist ein natürliches Element, das den Menschen gehört. Radium war nicht dazu gedacht, jemanden zu bereichern.
Marie Curie, polnisch-französische Physikerin, Nobelpreisträgerin
(Quelle: Biography)
Haben die Radiumfläschchen Marie Curie’s Krankheit verursacht?
Einmal wurde ein Fläschchen der Substanz für zehn Stunden an Pierre’s nacklem Arm befestigt, um die eigentümliche Art zu beobachten, wie es schmerzlos sein Fleisch verbrannte. Pierre trug gern ein Fläschchen in seiner Tasche, um neugierigen Menschen die leuchtenden und erwärmenden Eigenschaften der Substanz’s zu zeigen. Dann stellte Marie, als Nachtlicht, eine Probe der Substanz neben ihr Bett in ihrem Haus. Die Curies waren fleißige Forscher, die praktisch jeden Tag in den Grenzen ihres provisorischen Labors verbrachten, das mit radioaktiven Materialien gefüllt war. Man behauptet, dass beide durch häufiges Handling von Radiumproben zittrige Hände und rissige, vernarbte Finger bekommen haben.
Pierre’s Leben wurde 1906 tragisch verkürzt, doch er litt bis zu seinem Tod an ständigen Schmerzen und Erschöpfung. Marie litt ebenfalls unter ähnlichen Symptomen, bis sie 1934 an einer fortgeschrittenen Leukämie starb. Sie haben nie die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass ihre Entdeckung die Ursache für ihre Schmerzen und Curie’s Tod war. Die Labornotizen des Paares und viele persönliche Gegenstände sind noch radioaktiv und können heute nicht sicher eingesehen oder untersucht werden. (Source: Biography)
Bild von LiveScience






