Eine Reise zu McDonald’s endet meist mit einem ihrer meistverkauften Desserts. Keines davon ist berühmter als das geliebte McFlurry. Aber wusstest du, dass das köstliche Dessert, bzw. seine Verpackung, eine ernsthafte Gefahr für ein bestimmtes Tier darstellte?
Im Jahr 2006 hat McDonald’s seine McFlurry‑Becher neu gestaltet. Die British Hedgehog Preservation Society stellte fest, dass die McFlurry‑Deckel zu breit waren, sodass sie einen Igel fangen und gefangen halten konnten, bis er stirbt, wenn er beschließt, die Reste aus dem Becher zu essen.
Der Ursprung des McFlurry
Das McFlurry wurde 1997 auf den Markt gebracht. Ein McFlurry besteht aus einer geschlagenen Soft‑Serve‑Vanilleeiscreme und einem süßen Topping. Es wurde zwei Jahre zuvor erfunden. 1995 erfand ein kanadischer Franchisenehmer, Ron McLellan, das McFlurry in seiner Filiale in Bathurst, New Brunswick. (Quelle: Mashed)
McLellan hatte damals die Idee, süße Leckereien in Soft‑Serve‑Eis zu geben und es flurried. Die globale Fast‑Food‑Kette bemerkte dies und nahm es weltweit in ihr Menü auf. Der Name McFlurry stammt von dem Herstellungsprozess. Der Vorgang besteht darin, den Löffel an den McFlurry®‑Mixer zu befestigen, der verwendet wird, um das Eis, die Zugaben und ggf. die Sauce zusammen zu ‘flurry’, bevor es dem Kunden übergeben wird. (Quelle: Movie Cultists)
Eine Gefahr für Igel
2001 fand ein britischer Briefträger einen Igel, der in einem weggeworfenen McFlurry‑Behälter feststeckte. Es entstanden Spekulationen, dass Igel vom süßen Geruch des übrig gebliebenen Eises aus den weggeworfenen Behältern angezogen wurden. Das Tier kroch dann in die Öffnung des Deckels, um die Reste zu verzehren.
Doch aufgrund ihrer Stacheln können Igel nicht aus der Öffnung des Behälters zurückkommen. Es wurde berichtet, dass Igel an Hunger, Dehydrierung starben oder sich in gefährliche Situationen wie Verkehr oder Gewässer begaben, während sie noch im McFlurry‑Behälter feststeckten.
Dies erregte die Aufmerksamkeit der British Hedgehog Preservation Society. Ihre mehr als 12.000 Mitglieder mobilisierten sich und wandten sich an das Unternehmen der Goldenen Bögen mit der Bitte um ein igelfreundlicheres Design ihrer McFlurry‑Becher. Nach fünf Jahren kündigte der globale Riese an, erhebliche Mittel in Forschung, Entwicklung und Einführung neuer Deckel zu investieren, die igelfreundlich sind.
2008 folgte McDonald’s Deutschland dem Beispiel, nachdem es Informationen über die unzähligen Igelsterben im Land erhalten hatte. Das Fast‑Food‑Unternehmen passte die Öffnung seiner McFlurry‑Becher an und stellte sicher, dass die Öffnung zu klein war, damit ein Igel überhaupt nicht hineinkommt. (Quelle: Mashed)
McFlurrys rund um die Welt
Mit der Änderung genießen immer noch Millionen von Menschen ihr Lieblingsdessert der goldenen Bögen. Bis heute bieten 99 Länder McFlurrys an. Jedes Land hat die Initiative ergriffen, ein beliebtes Dessert zu kreieren, das auf den lokalen Markt zugeschnitten ist.
- Japan bietet einen Matcha‑McFlurry an
- Argentinien rühmt sich einer Vaquita‑Version, einem McFlurry, der mit Dulce de Leche und Schokolade verfeinert ist
- Südafrika hat eine Limetten‑ und Schokoladen‑Version
- Indonesien bietet die Wahl zwischen Kokosnuss‑Kohle oder Erdbeer‑Käsekuchen
- McDonald’s in Thailand hat eine Tiramisu‑Version
- Die Philippinen bieten eine Grüntee‑KitKat‑Variante an
- Australien hat den Apple‑Pie‑McFlurry
(Quelle: Mashed)




