Bevor seltsame Kombinationen wie Eiscreme und Pommes zum Trend wurden, waren die klassischen Milch und Kekse voll im Trend. Hast du dich jemals gefragt, warum Milch so gut zu Keksen und anderen Süßigkeiten passt?

Es gibt eine wissenschaftliche Erklärung dafür, warum Milch gut zu Keksen passt. Das liegt daran, dass Milch den sechsten Grundgeschmack namens „Oleogustus“ hat, oder einfacher ausgedrückt, den Fettgeschmack. Diese Eigenschaft verändert im Grunde das gesamte Geschmacksprofil von Süßigkeiten.

Die Wissenschaft hinter der Theorie

Schon als Kinder wussten wir, dass Milch und Kekse gut zusammenpassen. Milch mildert die Süße des Kekses, indem sie unsere Zunge überzieht und als Gaumenreiniger wirkt. Jedes Mal, wenn du einen Schluck nimmst, ebnet die Milch den Weg für den nächsten Bissen. Laut wissenschaftlicher Forschung ist das Fett in der Milch der Grund, warum sie so gut mit süßen Lebensmitteln harmoniert. Der Fettgeschmack gilt als der sechste Grundgeschmack, der die Attraktivität von Desserts steigert und zu deren sensorischen Profilen beiträgt. Der Fettgeschmack ist auch als Oleogustus bekannt.

Außerdem verbessert das Eintauchen warmer Kekse in eine warme Tasse Milch den Geschmack, da das Aroma eines frisch gebackenen Kekses schneller deine Riechnerven erreicht. Das liegt daran, dass warme und feuchte Aromen schneller verbreitet werden. (Quelle: Bon Appetit)

Sind Kekse die einzige Seelenverwandte der Milch?

Patissierin Elisabeth Pruitt und ihr Mann, Meisterbäcker Chad Roberston, behaupten, dass Erdnussbutter und Marmelade die ideale Kombination für Milch ist. Sie lieben das Duo so sehr, dass sie ihr eigenes Brot‑ und süßes Marmeladenrezept speziell zu einem hohen, frostigen Glas Milch kreierten. Sie servieren dies in ihrer Bäckerei in San Francisco, der Tartine Bakery.

Natürlich gibt es noch andere bewährte Kombinationen. Milch ergänzt den Kakao und Frischkäse in Brownies. Sie passt natürlich zu allem bittersüßen wie Schokoladentrüffeln, Kakaosoufflés oder Schokoladen‑Walnuss‑Fudge. Aber du kannst auch deine eigene Variante des perfekten süßen Begleiters für Milch kreieren.

Chad Robertson, Tartine Bakery

IBM entwickelte eine kognitive Kochtechnologie namens Chef Watson. Sie verwendet Geschmacksalgorithmen, um einzigartige Lebensmittelkombinationen basierend auf den in ihrer Datenbank hochgeladenen Rezepten zu erstellen. Chef Watson schlägt Lebensmittel vor, die gut zusammenpassen, und liefert ein ausgewogenes Menü. Der Nutzer musste lediglich die gewünschten Zutaten eingeben und die Art des Gangs sowie den Stil, den er zubereiten wollte, angeben. Anschließend wird ein Ergebnis basierend auf den im Programm vorhandenen Daten bereitgestellt.

Weitere milchfreundliche Lebensmittel, mit denen Sie Watson herausfordern können, sind Zimt, Beeren, Mokka, Pekannüsse und Äpfel. Sie können sogar Zutaten eingeben, die traditionell in herzhaften Gerichten vorkommen, wie Mais. Solange Sie „Dessert“ als Gang wählen, erhalten Sie Vorschläge für süße Leckereien wie Shortcakes, Crostata und Donuts. Oder versuchen Sie, „Frühstück“ einzugeben, und Sie erhalten Vorschläge für ein Mais‑ und Blaubeer‑Kompot, das Sie über Ihre Pfannkuchen löffeln können, sowie einen Fruchtsalat mit getrockneten Cranberries, Granny‑Smith‑Äpfeln und (wie Sie ahnen) Mais, der neben Ihrem French Toast serviert wird. Die Zusammenarbeit mit Watson ist wie eine brillante Brainstorming‑Sitzung – inspirierend, aufregend und völlig skalierbar.

Got Milk?

Ende 2021 hat IBM Chef Watson eingestellt.

(Source: Bon Appetit)