Rassentrennung hält Menschen in getrennten Institutionen wie Schulen und Kirchen sowie Einrichtungen wie Parks, Spielplätzen, Restaurants und Toiletten. Durch gesetzliche und soziale Farbgrenzen ermöglicht Rassentrennung der politisch dominanten Gruppe, ihre wirtschaftlichen Vorteile und ihren überlegenen sozialen Status zu erhalten. In den letzten Jahren haben weiße Bevölkerungen sie hauptsächlich dafür genutzt. Aber wussten Sie, wie Fred Rodgers und Francois Clemmons zusammen gegen die Segregation arbeiteten?

Fred Rodgers und Francois Clemmons arbeiteten zusammen, um zu demonstrieren, wie Schwimmbecken integriert werden können, indem sie gemeinsam ihre Füße ins Becken tauchten. Das geschah Monate nachdem Dr. Martin Luther King Jr. getötet wurde.

Die Barriere durchbrechen und die Segregation beenden

Bis zum Ende der 1960er Jahre war die Segregation in Amerika kein gesetzliches Erfordernis mehr, aber Schwarze Menschen wurden immer noch nicht gleichberechtigt als Mitglieder der Gesellschaft behandelt. Weiße Menschen verhinderten, dass Schwarze Menschen das Wasser mit ihnen in vielen Gemeinschaftspools im ganzen Land nutzten, was diesen Status widerspiegelte.

In diesem Kontext führte Fred Rogers am 9. Mai 1969 in der Folge 1065 von Mister Rogers’ Neighborhood eine einfache, aber tiefgreifende Handlung aus. Officer Clemmons, ein schwarzer Polizist, der in der Sendung vorkam, wurde von Rogers eingeladen, sich ihm anzuschließen und seine Füße in einem kleinen Plastik-Planschbecken zu kühlen. Eine bekannte Farbbarriere wurde von Clemmons und Rogers durchbrochen, als sie beide Platz nahmen und ihre Füße nebeneinander ins Wasser tauchten. (Quelle: Biography

Allgemeine Segregation

Da Martin Luther King Jr. ein Jahr zuvor getötet worden war, war Rogers sich bewusst, dass Schwarzen Menschen weiterhin der Zugang zu Schwimmbecken verweigert wurde und die Rassenspannungen zunahmen. Deshalb sandte er bewusst eine Botschaft in der Mister Rogers’ Neighborhood-Folge vom 9. Mai 1969. In einer Szene der Sendung fragte Rogers die Figur von François Clemmons, Officer Clemmons, einen schwarzen Polizisten, ob er sich ihm in einem Kinderbecken zum Abkühlen anschließen wolle. Clemmons lehnte die Einladung zunächst ab, weil er kein Handtuch hatte, aber Rogers bot ihm an, seins zu benutzen. (Quelle: Biography

Die weltverändernde Episode

Eine Folge von Mister Rogers’ Neighborhood kann die lange Geschichte der Diskriminierung in Schwimmbecken und anderen Orten nicht rückgängig machen. Rogers’ Handlungen waren jedoch ein Schritt in die richtige Richtung, damit Schwarze und Weiße Menschen miteinander interagieren, schwimmen und friedlich zusammenleben können.

Ich trug die Hoffnung in mir, dass sich die Welt eines Tages ändern würde. Und ich fühle, dass die Welt noch nicht völlig verändert ist, aber sie verändert sich. Wir kommen voran.

Francois Clemmons

Rogers‘ eigenes Leben dient als Beispiel dafür, wie sich Einstellungen ändern können. Er bat den schwulen Clemmons, seine sexuelle Orientierung zum Nutzen der Sendung in den 1960er und 1970er Jahren zu verbergen; Clemmons gehorchte, weil er wusste, wie stark Homosexualität damals verurteilt wurde. Rogers entschied jedoch schließlich, Clemmons zu akzeptieren.

Clemmons und Rogers waren sich beide der Bedeutung ihrer Poolszene bewusst.

Es war ein eindeutiger Aufruf zu sozialem Handeln von Freds Seite. Das war seine Art, über die Rassenbeziehungen in Amerika zu sprechen. Die Interaktion bleibt ein Symbol für die Botschaften von Liebe, Freundlichkeit und Akzeptanz, die Rogers seinen Zuschauern vermitteln wollte.

Francois Clemmons

(Quelle: Biography

Bild von VanityFair