Schwarze Witwen‑Spinnen sind bekannt für das farbige, sanduhrförmige Zeichen auf ihrem Hinterleib. Mehrere Arten tragen den Namen und sind weltweit in gemäßigten Regionen zu finden. Aber wussten Sie, wie männliche Schwarze Witwen‑Spinnen ihre Partner wählen?

Um nicht gefressen zu werden, wählen männliche Schwarze‑Witwen‑Spinnen ihre Partner, indem sie feststellen, ob das Weibchen bereits gefressen hat.

Die Schwarze Witwe

Der gebräuchliche Name für Schwarze Witwen‑Spinnen stammt von dem weit verbreiteten Glauben, dass das Weibchen den Männchen nach der Paarung frisst, was in der Natur selten vorkommt. Diese Spinnen kommen weltweit vor, fünf Arten sind in den Vereinigten Staaten etabliert, und sie sind vor allem für die rote sanduhrförmige Markierung auf der Unterseite ihres Hinterleibs bekannt. Obwohl Todesfälle selten sind, ist das Gift der Schwarzen Witwe 15‑mal stärker als das einer Klapperschlange und kann Muskelschmerzen, Übelkeit und Atembeschwerden verursachen. 

Schwarze Witwen‑Spinnen sind typischerweise schwarz mit zwei rötlichen dreieckigen Markierungen auf der Unterseite ihres Hinterleibs, die meist zu einer rötlichen Sanduhrform verbunden sind – ihr markantestes Merkmal. Weibchen sind manchmal bräunlich‑schwarz. Weibchen sind größer als Männchen, und die meisten Schwarzen Witwen sind 3 bis 10 mm lang. Schwarze Witwen‑Spinnen haben acht Beine und acht einfache Augen, von denen sich zwei fast berühren. (Quelle: National Geographic

Das gefährliche Paarungsritual

Insekten und männliche Schwarze Witwen‑Spinnen sind die Tiere, die dem Biss der Schwarzen Witte am meisten ausgesetzt sind. Weibchen töten und fressen gelegentlich ihre Partner nach der Paarung, was den Namen des Insekts erklärt. Außer während dieses gewalttätigen Paarungsrituals sind Schwarze Witwen das ganze Jahr über Einzelgänger. (Quelle: National Geographic

Gift der Schwarzen Witwe

Der Biss dieser Spinne wird gefürchtet, weil ihr Gift angeblich 15‑mal stärker ist als das einer Klapperschlange. Menschliche Bisse verursachen Muskelschmerzen, Übelkeit und Zwerchfellparalyse, wodurch das Atmen erschwert wird; jedoch, entgegen der landläufigen Meinung, erleiden die meisten Gebissenen keine ernsthaften Schäden, geschweige denn den Tod. Bisse können jedoch tödlich sein, besonders für kleine Kinder, ältere Menschen oder Kranke. Glücklicherweise sind Todesfälle relativ selten; die Spinnen sind nicht aggressiv und beißen nur zur Selbstverteidigung, zum Beispiel wenn jemand versehentlich auf ihnen sitzt. (Quelle: National Geographic

Netz und Ernährung der Schwarzen Witwe

Weibchen hängen ein Kokon mit Hunderten von Eiern in den von diesen Spinnen gesponnenen Netzen auf. Nach dem Schlüpfen verteilen sich die Jungspinnen, doch das Netz bleibt erhalten. Schwarze Witwen‑Spinnen benutzen ihre Netze, um Beute zu fangen, zu der Fliegen, Mücken, Heuschrecken, Käfer und Raupen gehören. Schwarze Witwen‑Spinnen sind Kammfußspinnen, das heißt, sie besitzen Borsten an den Hinterbeinen, mit denen sie ihre Beute nach dem Fang mit Seide überziehen.

Zum Fressen benutzen Schwarze Witwen ihre Giftzähne, um ihre Insektenbeute zu durchstechen und Verdauungsenzyme in die Leichen zu injizieren. Die Spinnen verflüssigen die Körper ihrer Beute und saugen die entstehende Flüssigkeit mit Hilfe dieser Enzyme und ihrer zerkleinernden Giftzähne ein. (Quelle: National Geographic

Lebensraum der Schwarzen Witwe

Schwarze Witwen‑Spinnen bevorzugen trockene, dunkle Bereiche, um ihre Netze zu spinnen. Im Winter suchen sie häufig nach warmen Orten. Sie leben gerne in geschützten Außenbereichen. Beispiele sind unter Steinen und Terrassen, in Brennholzhaufen und hohlen Baumstümpfen. Schwarze Witwen bevorzugen trockene, von Menschen geschaffene Strukturen wie Scheunen, Außenklos, Hühnerställe, Schuppen, Stromzählerkästen, Ziegelverkleidungen, Fässer und Holzstapel. Sie verstecken sich in geschützten, schwach beleuchteten Bereichen wie Garagen, Kellern und Kriechräumen. Sie bevorzugen unordentliche Regionen, die ihrer Beute mehr Deckung bieten. (Quelle: National Geographic

Bild von CbsNews