Aktuelle Forschung hat die Idee eines globalen nuklearen Winters als Folge eines nuklearen Konflikts im Wesentlichen widerlegt. Es war größtenteils eine politische Position, die auf fehlerhaften Modellen und “Worst‑Case‑Analyse außer Kontrolle” beruhte, um die nukleare Abrüstung zu unterstützen. Was ist nuklearer Winter und was hat ihn verursacht?

Nuklearer Winter ist die Umweltschädigung, von der einige Experten glauben, dass sie durch Hunderte von Nuklearexplosionen während des Krieges verursacht würde. Wissenschaftler haben die schädlichen Folgen von Nuklearexplosionen und Strahlung verstanden.

Studien zu den Auswirkungen von Nuklearexplosionen

In den 1970‑Jahren deuteten mehrere Studien darauf hin, dass die stratosphärische Ozonschicht, die Lebewesen vor einem Großteil der schädlichen UV‑Strahlung der Sonne schützt, durch die enormen Mengen an Stickstoffoxiden, die bei Nuklearexplosionen entstehen, reduziert werden könnte.

Weitere Forschungen deuteten darauf hin, dass die durch Nuklearexplosionen in die Atmosphäre geschleuderten riesigen Staubmengen das Sonnenlicht daran hindern könnten, die Erdoberfläche zu erreichen, wodurch die Luft vorübergehend abkühlen würde.

Wissenschaftler begannen, den Rauch zu berücksichtigen, der durch die von nuklearen Feuerbällen entzündeten riesigen Wälder entsteht. 1983 berücksichtigte die TTAPS‑Studie – benannt nach den Initialen der Nachnamen ihrer Autoren R.P. Turco, O.B. Toon, T.P. Ackerman, J.B. Pollack und Carl Sagan – den entscheidenden Faktor von Rauch und Ruß, der beim Verbrennen von Erdölprodukten und Kunststoffen in von Nuklearwaffen verwüsteten Städten entsteht.

Rauch aus diesen Materialien absorbiert Sonnenlicht weitaus effizienter als Rauch aus brennendem Holz. Die TTAPS‑Forschung prägte den Begriff “nuklearer Winter” und ihre düsteren Theorien über die Umweltauswirkungen eines Nuklearkriegs wurden von amerikanischen und sowjetischen Wissenschaftlern eingehend untersucht.

(Quelle: Britannica

Was war die Ursache für nukleare Winter?

Laut Experten wäre die Hauptursache für den nuklearen Winter die Vielzahl riesiger Feuerbälle, die durch explodierende Atombomben erzeugt werden.

Diese Feuerbälle würden massive unkontrollierte Feuerstürme über allen Städten und Wäldern in ihrer Reichweite entzünden. Große Rauch‑, Ruß‑ und Staubschwaden würden von diesen Feuern in die Höhe geschleudert, durch die Hitze auf große Höhen gehoben, wo sie wochenlang treiben könnten, bevor sie wieder herabfallen oder aus der Atmosphäre auf den Boden gespült werden.

Starke West‑zu‑Ost‑Winde würden mehrere hundert Millionen Tonnen dieses Rauchs und Rußes transportieren, bis sie einen zusammenhängenden Partikelstreifen rund um die Nordhalbkugel zwischen 30° und 60° nördlicher Breite bildeten.

Diese dicken schwarzen Wolken könnten fast das gesamte Sonnenlicht für mehrere Wochen blockieren, nur einen Bruchteil lässt durch. 

Infolgedessen würden die Oberflächentemperaturen für einige Wochen stark sinken, möglicherweise um bis zu 11° bis 22 °C.

Halbdunkel, tödliche Fröste und unterkühlte Temperaturen, kombiniert mit großen Dosen Strahlung aus nuklearen Fallout, würden die Photosynthese von Pflanzen stören und könnten infolgedessen einen Großteil der Flora und Tierwelt der Erde auslöschen.

Extreme Kälte, hohe Strahlungswerte und umfangreiche Schäden an industriellen, medizinischen und Verkehrsinfrastrukturen sowie an Lebensmittelvorräten und Nutzpflanzen würden zu einer katastrophalen Todeszahl durch Hunger, Unterkühlung und Krankheiten führen.

Infolgedessen könnte ein Nuklearkrieg die menschliche Bevölkerung der Erde auf einen Bruchteil dessen reduzieren, was sie zuvor war. (Source: Britannica)