Die erste Pilzwolke wurde im Juli 1946 nach der ersten Atombombentestexplosion im Bikini-Atoll, Marshallinseln, beobachtet. Aber diese Pilzwolke war nicht die bekannteste. Bob Caron, ein Pilot während des Krieges, machte ein Foto der Hiroshima-Pilzwolke Minuten nachdem die Enola Gay die Bombe abgeworfen hatte, die die Geschichte für immer veränderte.

Pilzwolken entstehen durch verschiedene Formen von Spreng- oder Detonationseffekten, die entweder natürlich oder nuklear sind. Seit dem 18. Jahrhundert gibt es mehrere schöne Darstellungen ihres Bildes in Gemälden und anderen Kunstformen.

Die physikalische Struktur der Pilzwolke

Es gibt mehrere besondere Arten von Pilzwolken. Um einige zu unterscheiden, beginnen wir mit der Grundpilzwolke. Es ist eine Pilzwolke, die zu Beginn des Ausstoßes einer Feuerball ähnelt und später den Pilzkopf bildet.

Als nächstes wären die Kappen. Dabei handelt es sich um schnell verdampfende Wolken, die eine Kappe am Himmel darstellen oder eher wie Eiskappen aussehen. Darüber hinaus können sie auch Röcke und Glocken bilden, die vom Stiel der Pilzwolke herabfließen. Ein Bild eines kegelförmigen Phänomens wird am Himmel sichtbar, das durch einen Druckabfall in großer Höhe entsteht. Es kann auch Linien geben, bei denen diese Wolken aus einer anderen Emissionsquelle entstehen, wie zum Beispiel aus Raketrauchspuren. Diese Raketen waren meist ein Test einer Stoßwelle. (Quelle: Los Alamos National Laboratory)

Wie entsteht eine Pilzwolke?

Die ikonische Pilzwolke beginnt als Feuerball, eine leuchtende Blase aus sengender Luft und verdampften Waffenrückständen. Der Stern steigt ähnlich wie ein Heißluftballon auf und zieht Luft, Wasserdampf und Trümmer in seine Basis, um den Pilzstiel zu bilden. Während der Feuerball aufsteigt, kühlt er ab, verliert sein Leuchten, und das verdampfte Material kondensiert und verteilt sich, einschließlich des Pilzkopfes.

Die Farbe der Wolke ist zunächst rot oder rötlich-braun aufgrund von Salpetersäure und Stickstoffoxiden. Allerdings ändert sich die Farbe zu Weiß, wenn der Feuerball abkühlt und die Kondensation beginnt. Dies liegt hauptsächlich an den vorhandenen Wassertröpfchen.

Die Wolke erreicht nach etwa 10 Minuten ihre maximale Höhe und gilt als stabilisiert. Dennoch wächst sie weiter seitlich, um ihre charakteristische Pilzform zu erzeugen.

Die Wolke kann etwa eine Stunde oder länger sichtbar bleiben, bevor sie von den Winden in die umgebende Atmosphäre zerstreut wird, wo sie sich mit natürlichen Wolken am Himmel vermischt. (Quelle: Los Alamos National Laboratory)

Narrative Geschichte des Begriffs

Bevor der Begriff um die 1950er Jahre offiziell geprägt wurde, waren die Pilzwolken bereits vorhanden, sogar noch vor der massiven Explosion in Hiroshima.

Ein Künstler im Jahr 1782, während des franko-spanischen Angriffs auf Gibraltar, malte von Hand ein Bild von dem, was wie eine massive Explosion aussah, die wie ein Pilz aus Rauch wirkte.

Bei Ereignissen wie der Halifax-Explosion von 1917 und mehreren Vorfällen im Zweiten Weltkrieg wurde der Begriff Pilzwolke gebräuchlicher. Leider bleibt die Pilzwolke, obwohl sie natürlich vorkommen kann, das Symbol dafür, dass die Vereinigten Staaten ihre Atomwaffen über Hiroshima und Nagasaki entfesselten.

In einer idealen Welt wäre die Bombe nicht nötig, aber heute streben Länder danach, militärische Stärke zu erlangen, damit sie sich im Bedarfsfall schützen können. Es ist schwierig zu wissen, welche Seite in der Sichtweise der ikonischen nuklearen Wolke richtig liegt, aber eines ist sicher: Die atomare Pilzwolke ist ein Symbol der Macht. (Quelle: Los Alamos National Laboratory)