Viele Unterhaltungsgruppen traten ins Rampenlicht und begeisterten ihr Publikum auf dem Höhepunkt ihrer Karrieren, doch keine kann mit einer Gruppe von Unruhestiftern und Partygängern der 1950er Jahre mithalten. Das Rat Pack wurde so berühmt und beeinflusste mehrere andere Gruppen.
Das Rat Pack war eine Gruppe amerikanischer Entertainer und enger Freunde, die in den 1950er Jahren gegründet wurde. Das Pack bestand aus Frank Sinatra, Dean Martin, Sammy Davis Jr., Peter Lawford und Joey Bishop.
Der Ursprung des Rat Pack
Das Rat Pack begann, als eine Gruppe von Freunden unter der Führung des Schauspielers und Entertainers Humphrey Bogart zu einem fünftägigen, schlaflosen Feiern in Las Vegas aufbrach. Das Pack wurde gegründet, als seine Mitglieder im Haus von Bogart und Lauren Bacall in Los Angeles zusammenkamen.
Die Gruppe bestand aus Sängern und Schauspielern, die zu ihrer Zeit ikonische Persönlichkeiten waren.
- Humphrey Bogart – Silverscreen‑Schauspieler
- Frank Sinatra – Sänger und Filmschauspieler
- Dean Martin – Sänger und Schauspieler neben Sinatra
- Sammy Davis Jr. – Sänger, Tänzer, Schauspieler und Komiker
- Peter Lawford – britischer Schauspieler und Schwager des ehemaligen Präsidenten John F. Kennedy
- Joey Bishop – Komiker und Talkshow‑Moderator
Der Gruppe erhielt ihren Namen von Lauren Bacall. Bei einem ihrer berüchtigten Partys‑ und Trinkabenteuer kam Bacall herein, sah die Gruppe ungepflegt und sagte, sie sähen aus wie ein Rat Pack. Der Name blieb der Gruppe von da an erhalten.
Nach Bogarts Tod übernahm Sinatra seine Rolle als gewisser Anführer des Packs. Sie nannten sich nicht das Rat Pack. Sie nannten sich häufig The Clan oder The Summit. Trotzdem übernahm die Medienberichterstattung allgemein das Etikett Rat Pack, das bis heute bestehen blieb, trotz Sinatras intensiver Abneigung dagegen.
Die Gruppe wurde bald zum bekannten Namen des Sands Hotel and Casino, dem siebten Resort, das während des Nachkriegsbooms nach dem Zweiten Weltkrieg und der Legalisierung des Glücksspiels am Las Vegas Strip eröffnet wurde.
1960 wurden alle fünf noch lebenden Mitglieder des Packs für den Film Ocean’s 11 besetzt, wobei Sinatra die Hauptrolle übernahm. Dieser Film festigte den Ruhm der Gruppe und zeigte ihre Mischung aus Glanz, Glamour und Cocktailkultur à la Las Vegas.
Die lockere Gruppe spielte bald in weiteren Filmen mit, wie Sergeants Three (1962), Four For Texas (1963) und Robin and the Seven Hoods (1964). Doch die Gruppe war eher für ihre Bühnenauftritte im Copa Room des Sands Hotel bekannt. Es war bekannt, dass wenn ein Mitglied des Packs die Hauptrolle bei einer Vorstellung hatte, das Publikum begeistert war, wenn die anderen Pack‑Mitglieder unangekündigt auftauchten und sich der Show anschlossen. (Quelle: Biografie)
Der Niedergang des Rat Pack
Der Ruhm und das Star-Image der Gruppe waren in den späten Fünfzigern bis frühen Sechzigern in vollem Gange und zeigten der Öffentlichkeit den Lebensstil von Las Vegas. Gegen Ende der sechziger Jahre nahm ihre Philosophie, dass das Leben eine Party ist, schnell ab, als die britischen Bands eintrafen.
Britische Rockbands wie The Beatles und The Rolling Stones übernahmen das Rampenlicht vom Pack. Das, zusammen mit Sinatras Trennung vom Sands Hotel, trug dazu bei, dass die Gruppe vom Zentrum der Bühne verschwand. Das Hotel wurde vom Milliardär Howard Hughes gekauft, der Sinatras Kreditlinie im Casino kappte. Sinatra packte seine Koffer und seine Auftritte und zog als Reaktion darauf ins Caesar’s Palace die Straße weiter. (Quelle: Biography)





