Technologische Fortschritte in der Automobilindustrie haben die Art und Weise, wie wir Autos nutzen, verändert. Von Servolenkung, Airbags und jetzt dem Konzept der intelligenten Autos. Aber wussten Sie, dass ein bestimmtes Merkmal jetzt gesetzlich vorgeschrieben ist?

Im Jahr 2014 wurde ein Bundesgesetz verabschiedet, das den Autoherstellern vier Jahre zur Einhaltung gab. Ab Mai 2018 müssen die Hersteller Rückfahrkameras installieren, um dem neuen Gesetz zu entsprechen.

Das Rückfahrkamera‑Gesetz

Im Jahr 2008 verabschiedete der Kongress ein Gesetz, das die Regulierungsbehörden verpflichtete, spezifische Maßnahmen zur Einführung neuerer Technologie zur Verbesserung der Rücksicht zu ergreifen. Laut der National Highway Safety Traffic Administration (NHTSA) gibt es jedes Jahr mindestens 500.000 Rückwärtsunfälle irgendeiner Art.

Von den durchschnittlichen 500.000 Fällen betreffen über 15.000 einige Verletzungen und etwa 210 führen zum Tod. Noch schlimmer ist, dass 31 % der Todesfälle hauptsächlich Kinder im Alter von fünf Jahren und jünger waren und 26 % ältere Menschen ab 70 Jahren betrafen. Laut Statistik ereigneten sich fast 70 % der Todesfälle von Kindern, während ihre Eltern oder Familienmitglieder am Steuer saßen. (Quelle: Hildebrand und Wilson)

Nach jahrelangen Verzögerungen kündigte das US-Verkehrsministerium (DOT) 2014 die Rückfahrkamera‑Anforderung an. Das DOT gab den Automobilherstellern eine gewisse Vorlaufzeit, um sich auf diese neue Anforderung vorzubereiten.

Am 2. Mai 2018 trat das Gesetz in Kraft. Es verlangt im Grunde, dass alle neu hergestellten Fahrzeuge Rückfahrkameras und Videoanzeigen haben. Vor dem Gesetz hatten nur Luxusautos dieses Merkmal, aber jetzt ist es sogar in Einstiegsfahrzeugen eingebaut.

Die Präsidentin von Advocates for Highway and Auto Safety, Cathy Chase, sagt, dass das neue Bundesgesetz eine enorme Hilfe für die Sicherheit von Kindern, Fußgängern, Radfahrern und anderen gefährdeten Verkehrsteilnehmern darstellt. (Quelle: CNBC)

Das Experiment des Insurance Institute for Highway Safety zu Rückfahrkameras

Das Insurance Institute for Highway Safety (IIHS) führte eine Studie durch und bestätigte, dass Rückfahrkameras die Unfallstatistiken im Zusammenhang mit dem Rückwärtsfahren von Fahrzeugen verbessert haben. Die Studie wurde auf einem leeren Parkplatz durchgeführt, wobei den Teilnehmern gesagt wurde, sie testeten das Unterhaltungssystem des Autos. Die Forscher platzierten zu zufälligen Zeitpunkten während der Studie eine Schaumstoffnachbildung eines Kindes.

Die Studie bestätigte, dass die neue Technologie Rückwärtsunfälle bis zu 90 % der Zeit reduzierte, trotz ihrer Feststellung, dass SUVs die schlechteste Sicht beim Rückwärtsfahren haben. Der IIHS weist weiterhin darauf hin, dass die neue Technologie Unfälle, die beim Rückwärtsfahren auftreten, nicht vollständig ausschließt. Beleuchtung, Wetter und Unaufmerksamkeit des Fahrers können weiterhin Unfälle verursachen. (Quelle: Kelly Uustal)

Vor- und Nachteile von Rückfahrkameras

Obwohl diese Sicherheitsfunktion relativ neu ist, ist sie noch nicht perfekt. Hier sind einige Vorteile und Nachteile.

Vorteile

Nachteile