Als eines der wildesten und unkontrollierbarsten Ungeheuer in Hollywood‑Filmen und Cartoons dargestellt, verhalten sich Bären ganz anders als ihre mediale Darstellung. Bären sind tolerierbare und intelligente Tiere, die verschiedene Emotionen durch unterschiedliche Geräusche kommunizieren können, darunter Schnurren, Grunzen und Stöhnen.

Obwohl Bären schnurren, ähnlich dem Verhalten von Katzen, klingt ihr Schnurren sehr unterschiedlich. Bären erzeugen ein motorähnliches Schnurrgeräusch, wenn sie eine besonders leckere Köstlichkeit essen oder wenn ihre Mütter sie säugen, was Freude und Wohlbehagen signalisiert.

Eine Einführung in Bären

Bären gehören zur Familie der Ursidae und sind Säugetiere mit einer durchschnittlichen Höhe von vier bis acht Fuß, wobei das Gewicht von 60 Pfund beim Malaienbär bis zu über 1.500 Pfund beim Eisbären reicht. Eisbären können sogar ein erstaunliches Gewicht von mehr als 2.200 Pfund erreichen. Bären leben zudem auf fast allen Kontinenten, nämlich in Europa, Nordamerika, Südamerika und Asien.

Die acht Bärenarten umfassen die asiatischen Schwarzbären bzw. Mondbären, Braunbären, Riesenpandas, nordamerikanischen Schwarzbären, Eisbären, Faultbären, Brillenbären bzw. Andenbären und Malaienbären. Sechs der acht Arten gelten laut der Roten Liste der Internationalen Union für die Bewahrung der Natur (IUCN) als bedroht oder gefährdet, was bedeutet, dass sie kurz vor dem Aussterben stehen.

Einige der besonderen Merkmale von Bären sind ihre kurzen Pfade, nicht einziehbaren Krallen und ihr außergewöhnlicher Geruchssinn. Als Einzelgänger bekannt, bleiben nur Bärenmütter und ihre Jungen unzertrennlich, bis sie ein bestimmtes Alter erreichen. Alle Bären sind Omnivoren, ungeachtet ihrer Zugehörigkeit zur Ordnung Carnivora. Jede Bärenart hat eine bevorzugte Nahrung: Eisbären fressen bevorzugt Robben, amerikanische Schwarzbären neigen zu Beeren und Insektenlarven, und die Hauptnahrung der Riesenpandas besteht aus Bambus.

Der durch Abholzung, wachsende menschliche Bevölkerung und Landwirtschaft verursachte Lebensraumverlust ist der Hauptgrund für den gefährdeten Status der Bären. Der Verlust von Lebensräumen verkleinert das Jagdgebiet der Bären und erhöht gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit von Begegnungen mit Menschen, was zu gewalttätigen und tödlichen Konflikten führen kann, um die menschliche Sicherheit zu gewährleisten.

Neben dem Lebensraumverlust bedrohen auch illegale Wildtierhandel Bären, insbesondere asiatische Schwarzbären und Malaienbären. Die traditionelle chinesische Medizin verlangt Bären‑Galle, eine Körperflüssigkeit, die in der Gallenblase produziert wird, und betrachtet sie als wesentlichen Bestandteil. Unzählige Menschen jagen Malaienbären und asiatische Schwarzbären wegen ihrer Pfoten, Haut, Gallenblase und anderer Körperteile. Eine weitere massive Bedrohung für Bären ist der fortschreitende Klimawandel. (Quelle: National Geographic)

Schnurren Bären wie Katzen?

Entgegen der Darstellung von Hollywood’ als wilde und verrückte menschenfressende Bestien sind Bären tolerierbare und sanfte Tiere. Sie kommunizieren durch Geräusche, Gerüche und Körpersprache, und ein Beispiel dafür ist ihr Schnurren. (Quelle: Bear Smart


Bären schnurren von Natur aus, wenn sie sich wohl fühlen, ähnlich dem Verhalten von Katzen. Jungtiere erzeugen ein motorähnliches Lustgeräusch, wenn sie gesäugt werden oder einen köstlichen Snack essen. Erwachsene Bären schnurren ebenfalls, jedoch mit tieferer Stimme. Außerdem drücken Bären Emotionen mit einer menschenähnlichen Stimme aus, wenn sie glücklich, schmerzhaft, ängstlich oder verängstigt sind. Die intensivsten Bärengeräusche entstehen während der Paarungskämpfe. (Quelle: Bear)