Norio Ohga, ein ehemaliger Opernsänger, der in die Unterhaltungselektronik wechselte und die Entwicklung der Compact Disc mitgestaltete, stieg zum Vorsitzenden und CEO der Sony Corporation auf. Aber wussten Sie, warum Sony ihn eingestellt hat?

Der Gründer von Sony stellte einen offenen Kritiker ihrer Produkte ein, um diese zu verbessern. Er wurde 20 Jahre später Präsident von Sony.

Norio Ohga und seine Geschichte mit Sony

Ohga traf die Sony‑Gründer Masaru Ibuka und Akio Morita zum ersten Mal, während er an der Fakultät für Musik der Tokyo National University of Fine Arts and Music studierte, heute Tokyo University of the Art. Die Gründer von Sony erkannten in Herrn Ohga das Potenzial eines Führungs­körpers, dessen Fachwissen in Klang und Elektrotechnik dem Unternehmen erheblich zugutekommen würde. Infolgedessen wurde Herr Ohga, noch als Student, 1953 als Berater und Advisor für die Tokyo Telecommunications Engineering Corporation, jetzt Sony Corporation, ernannt, bevor er 1959 Vollzeit zum Unternehmen stieß.

Herr Ohga und Herr Morita teilten ein tiefes Verständnis für die Bedeutung des Markenmanagements. Sie nutzten jede Gelegenheit, die Mitarbeitenden daran zu erinnern, zuerst zu denken und erst danach zu handeln, und betonten, dass jede Entscheidung die Sony‑Marke beeinflusst. Herr Ohgas Lieblingsspruch lautete: „Die vier Buchstaben der ‚SONY‘‑Marke sind unser größtes Kapital.“ Seine Bemühungen, diese Botschaft jedem Sony‑Mitarbeiter zu vermitteln, waren entscheidend dafür, dass Sony zu der heute weltweit anerkannten Marke wurde.

Herr Ohga leitete zudem die Gründung der Spieleabteilung von Sony. Sony Computer Entertainment wurde 1993 gegründet, und der anschließende weltweite Erfolg der PlayStation sicherte Sony schnell eine Spitzenposition in dieser Branche. (Quelle: Engadget)

Norio Ohga, der Vater der Compact Disc

Ohga war zudem ein Visionär und Vorreiter. Er trieb Sonys Initiativen voran, dieses neue Gebiet zu erforschen, und erkannte das zukünftige Potenzial kompakter optischer Disc‑Formate. Herr Ohgas Instinkt als ausgebildeter Musiker veranlasste ihn, während der CD‑Entwicklung ein 12‑Zentimeter‑Format zu fordern, das mit einer Aufnahmekapazität von 75 Minuten ausreicht, um den Hörern die gesamte neunte Sinfonie Beethovens ohne Unterbrechung zu ermöglichen.

Diese Diskussionen führten zu den CD‑Spezifikationen, die noch heute verwendet werden. Nachdem Sony 1982 die weltweit erste CD veröffentlicht hatte, stiegen die Verkäufe sprunghaft an, und bis 1987 hatten CDs in Japan die LP‑Plattenverkäufe übertroffen, was die Art und Weise, wie Menschen Musik hörten, für immer veränderte. Die Bemühungen von Herrn Ohga, das CD‑Format zu etablieren, trugen auch zur Einführung nachfolgender optischer Disc‑Formate wie MD, CD‑ROM und DVD bei, die nicht nur die Konsumelektronik‑ und Musikaufzeichnungsindustrie revolutionierten, sondern auch andere Technologiebereiche wie Computerspeicher und Spielsoftware.

Herr Ohga arbeitete unermüdlich, nachdem er zu Sony gekommen war, um die Produktqualität, Funktionalität und das Design zu verbessern, und gleichzeitig die Marketing‑ und Werbeinitiativen des Unternehmens revolutionierte, wodurch der Weg für die Einführung einer Reihe innovativer und bahnbrechender Produkte geebnet wurde.

Herr Ohga war ein entschiedener Befürworter der Entwicklung von Produkten, die für die Verbraucher attraktiv sind, eine Philosophie, die die Grundsätze von Sonys Ansatz in Design und Technik verkörperte und für den weltweiten Erfolg und das Wachstum des Unternehmens entscheidend war. (Quelle: Engadget)