Staatliche Verteidigungskräfte sind Militäreinheiten in den Vereinigten Staaten, die ausschließlich unter der Autorität einer Landesregierung operieren. Sie sind durch Landes‑ und Bundesrecht autorisiert und werden von den jeweiligen Gouverneuren der Staaten geleitet. Aber wissen Sie, wie viele staatliche Verteidigungskräfte es in den USA gibt?

Über 20 US‑Bundesstaaten haben offizielle Militärkräfte, die nicht der bundesstaatlichen Gerichtsbarkeit oder dem Befehl unterliegen. Sie werden als Staatliche Verteidigungskraft bezeichnet.

Die Geschichte der staatlichen Verteidigung

Während der Kolonialzeit in Amerika wurden staatliche Verteidigungskräfte gegründet. Um die Kolonisten vor Angriffen von Ureinwohnern und später von den Franzosen während des Franzosen‑ und Indianerkrieges zu schützen, rekrutierten die Kolonien wehrfähige Männer in die staatliche Miliz. Diese staatlichen Milizen ergänzten die Kontinentalarmee während der Amerikanischen Revolution. Von ihrer Gründung bis 1903 unterhielt die Vereinigten Staaten ein kleines Vollzeit‑Militär, das in Kriegszeiten durch Freiwillige aus den staatlichen Milizen ergänzt wurde.

Andererseits etablierte das Dick‑Gesetz von 1903 die Nationalgarde als staatliche Miliz, die ebenfalls im Kriegsfall als Armeereserve herangezogen werden konnte. 1933 präzisierte der Kongress das Gesetz weiter, indem er verlangte, dass alle Mitglieder der Nationalgarde eine doppelte staatliche und föderale Verpflichtung oder Ernennung übernehmen. Infolgedessen gründeten viele Staaten staatliche Verteidigungskräfte, um die Lücke zu schließen, die durch den Einsatz von Nationalgarde‑Einheiten entstand.

Das bedeutete, dass die Staaten während des Ersten und Zweiten Weltkriegs eigene Kräfte aufstellen mussten, um die nun leeren Nationalgarde‑Stützpunkte zu bewachen, Sabotage zu verhindern, Grenzen und Küstenlinien zu verteidigen und auf Katastrophen zu reagieren. Allein im Ersten Weltkrieg schützten etwa 100.000 Soldaten der Staatsschutztruppe wichtige Infrastrukturen.

Sie wurden kürzlich wiederbelebt, da die Nationalgarde‑Einheiten der Staaten für Einsätze im Irak und in Afghanistan einberufen wurden. Moderne staatliche Verteidigungskräfte stellen typischerweise Katastrophenhilfe sowie medizinische oder juristische Fachkräfte bereit, die Mitglieder der Nationalgarde des Staates unterstützen können. (Quelle: Militärgeschichte)

Welche Art von Ausrüstung hat die staatliche Verteidigungskraft?

Bundesrecht verbietet der Bundesregierung, staatliche Verteidigungskräfte zu finanzieren. Während der Staat für Uniformen, Fahrzeuge und Ausbildung aufkommen kann, dürfen staatliche Verteidigungskräfte keine föderale Militär‑ oder Nationalgarde‑Ausrüstung verwenden, da die Bundesregierung die Nationalgarde teilweise finanziert.

Allerdings, weil Ausbildungseinrichtungen nicht als Ausrüstung gelten, führen die meisten staatlichen Verteidigungsorganisationen Übungen auf lokalen Nationalgarde‑Stützpunkten durch. Das 1. Regiment der Tennessee State Guard hat seinen Hauptsitz und führt Übungen an der Naval Support Activity Mid‑South Marinebasis durch, die Bundesmarine‑Eigentum ist. Der einzelne Soldat kauft in der Regel die Uniformen selbst, aber sie können vom staatlichen Verteidigungstrupp bereitgestellt oder in großen Mengen mit Rabatt bestellt werden.

Diese Uniformen sind fast identisch mit denen des regulären Militärpersonals, entweder mit dem BDU (Battle Dress Uniform) oder dem ACU (Army Combat Uniform), je nach Bundesland, und sind häufig mit einem Aufnäher versehen, der die Bezeichnung der staatlichen Verteidigungstruppe anzeigt. 

Obwohl die meisten Einheiten die Nationalgarde durch nicht‑kampforientierte Aufgaben ergänzen und daher unbewaffnet bleiben, erlauben viele Landesgesetze dem Gouverneur, diese Kräfte im Notfall zu bewaffnen.

(Quelle: Military History

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