Die Dr. Oz Show, oder einfach Oz, ist eine tagsüber ausgestrahlte Talkshow im Fernsehen mit Dr. Mehmet Oz. Jede Episode enthält Segmente zu Wellness, Gesundheit, Promi‑Interviews und behandelt sogar Themen, die als tabu gelten. Oprah Winfrey gründete die Sendung 2009 nach einer erfolgreichen Laufzeit mit einer Miniserie auf Discovery Health. Aber sind alle in der Show präsentierten Informationen echt? 

“The Dr. Oz Show” befasst sich mit Gesundheit und Wellness. Aber bei genauerer Untersuchung wurde gesagt, dass weniger als die Hälfte der medizinischen Behauptungen in der Show nur durch “einige” Belege gestützt wurden.

Wer ist Dr. Oz?

Mehmet Cengiz Oz wurde am 11. Juni 1960 in Cleveland, Ohio, geboren. Oz wurde als Kind türkischer Einwanderer geboren und wuchs in Wilmington, Delaware, auf, wo sein Vater als Thoraxchirurg arbeitete. Oz erwarb seinen medizinischen Abschluss an der University of Pennsylvania School of Medicine und einen MBA von der Wharton School of Business im Jahr 1986.

Oz diente im selben Jahr in der türkischen Armee, um seine doppelte Staatsbürgerschaft zu erhalten. Er absolvierte seine Facharztausbildung in Allgemeinchirurgie von 1986 bis 1990 am Columbia‑Presbyterian Medical Center in New York. Bis 1993 schloss Oz seine Facharztausbildung in Herz‑Thorax‑Chirurgie im selben Krankenhaus ab.

Er wurde anschließend Chefarzt am New York‑Presbyterian Hospital/Columbia University Medical Center. Er war ein großer Befürworter der Alternativmedizin und integrierte schließlich nicht‑westliche medizinische Behandlungen in seine Praxis. Er nahm Verfahren wie Akupunktur, Hypnose und Meditation auf.

Bis 2001 wurde Oz Direktor des Programms für komplementäre Medizin des Krankenhauses und Professor für Chirurgie an der Columbia University. 2005 veröffentlichte er zusammen mit Michael F. Roizen ein Buch. YOU: The Owner’s Manual wurde so populär, dass es dem Arzt mehrere Gastauftritte in The Oprah Winfrey Show einbrachte, wo er den Spitznamen America’s Doctor erhielt.

Kurz darauf veröffentlichte Oz mehrere weitere Bücher, um eine Serie zu seinem ersten Werk zu schaffen: YOU: On a Diet und YOU: The Smart Patient im Jahr 2006, YOU: Staying Young im Jahr 2007, YOU: Being Beautiful im Jahr 2008 und YOU: Having a Baby im Jahr 2009.

Die Popularität der Bücher in Kombination mit den zahlreichen Fernsehauftritten des Arztes führte 2008 zu einer täglichen Radiosendung. Im darauffolgenden Jahr begann Oz, seine Fernsehserie Dr. Oz Show zu moderieren. (Quelle: Britannica)

Zusätzlich zu seiner erfolgreichen TV‑Karriere gründete er HealthCorps, eine gemeinnützige Organisation, die sich auf Fettleibigkeit und andere Gesundheitsprobleme konzentriert, die speziell die amerikanische Jugend betreffen.

Im Jahr 2021 kündigte der Arzt an, dass er als Republikaner für einen US‑Senatssitz in Pennsylvania kandidiert. Seine Ankündigung führte dazu, dass Sony Pictures seine langjährige Fernsehsendung im Einklang mit den Equal‑Time‑Regeln der Federal Communication Commission absagte. (Quelle: CNBC)

Die Dr. Oz Show

Die Dr. Oz Show war eine einstündige Sendung, die Informationen zu verschiedenen Gesundheitsthemen und Präventivmedizin bot. Sie wurde erstmals 2009 ausgestrahlt und hatte neun Jahre lang eine der höchsten Tagesfernsehquoten. Die Sendung gewann zahlreiche Emmy Awards und wurde zusammen mit Oprah Winfrey produziert. (Quelle: Biography)

Oz fand sich vor dem Senatsausschuss für Verbraucherschutz wieder, nachdem er in seiner Sendung Gewichtsverlustprodukte empfohlen hatte. Im selben Jahr untersuchte eine Studie im peer‑reviewten British Medical Journal vierzig zufällige Episoden der Dr. Oz Show. (Quelle: Business Insider)

Zu ihrer Überraschung stellte die Studie fest, dass die Empfehlungen der Sendung nur zu 46 % auf Evidenz basierten, was eindeutig bedeutet, dass die meisten seiner Empfehlungen nicht durch medizinische Belege gestützt wurden.


Die Entdeckung veranlasste zehn namhafte Ärzte, Briefe an die Columbia University zu senden, in denen sie erklärten, dass Oz’ Position im Lehrkörper inakzeptabel sei, obwohl er von Millionen Amerikanern als wissenschaftliche Autorität wahrgenommen wird. (Quelle: NCBI)