Martin Luther King Jr. war für seine enormen Beiträge zu den amerikanischen Bürgerrechtsbewegungen in den sechziger Jahren bekannt. Er war einer der einflussreichsten Afroamerikaner, die die Bewegung anführten, die Segregation durch friedliche Proteste abzuschaffen. Zufällig war King auch ein großer Fan von Star Trek und überzeugte die Schauspielerin, die Nyota Uhura spielte, in der Serie zu bleiben.
Martin Luther King Jr. traf Nichelle Nichols, die Schauspielerin, die Nyota Uhura in Star Trek spielte. Als sie äußerte, dass sie die Serie verlassen wolle, drängte King sie zu bleiben, weil sie ein Vorbild für Afroamerikaner war.
Nyota Uhuras Gespräch mit Martin Luther King Jr.
Schauspielerin Nichelle Nichols war eine der ersten afroamerikanischen Frauen, die als Hauptfigur in der populären Fernsehserie besetzt wurde, und die Serie war das berühmte Star Trek. Sie spielte die Figur Lt. Nyota Uhura, aber ihre Zeit am Set war keine angenehme Erfahrung.
Sie schilderte in ihrer Autobiografie, dass sie am Set Diskriminierung erlebte. Nichols fand es demotivierend, dass ihre Zeilen immer wieder gekürzt wurden. Auch außerhalb des Sets musste sie rassistische Beleidigungen ertragen. Die Schauspielerin berichtete zudem, dass die Verantwortlichen der Serie gegen sie konspirierten und ihre Fanpost zurückhielten. Am Ende der ersten Staffel sagte sie dem Schöpfer von Star Trek, dass sie die Serie verlassen wolle.
Nichols besuchte am nächsten Tag eine Veranstaltung der National Association for the Advancement of Colored People (NAACP). Ihre Fans begrüßten sie, und einer von ihnen war niemand geringeres als Martin Luther King Jr. King, ein begeisterter Fan, erzählte ihr, dass er und seine Familie sie in Star Trek sahen und sie bewunderten, weil sie die einzige schwarze Figur in der Serie sei.
King sagte ihr, dass ihre Rolle entscheidend sei. Nichols dankte ihm, aber sie sagte, sie plane, die Serie wegen ihrer negativen Erfahrungen zu verlassen. King drängte sie, die Serie nicht zu verlassen. Nichols erinnerte sich lebhaft daran, dass King sagte, sie könne nicht gehen und müsse nicht die Serie verlassen.
King ließ sie verstehen, dass ihr Charakter und ihre Präsenz in der Serie bedeutend sind. King sagte ihr, dass sie einen Meilenstein gesetzt habe, weil ihre Rolle weder eine schwarze Rolle noch eine Frauenrolle war. Er zeigte Nichols, dass sie die erste nicht‑stereotype Rolle im Fernsehen innehatte. Er erklärte ihr weiter, dass ihre Rolle der Welt ermögliche, sie so zu sehen, wie sie sein sollten: als Gleichberechtigte, als intelligente Menschen, so wie sie sein sollten.
Ihr Gespräch führte dazu, dass Nichols für zwei Staffeln in der Serie blieb. Sie sprach als Synchronsprecherin für eine animierte Version der Serie und setzte ihre Rolle in den nachfolgenden Star‑Trek‑Filmen fort. Sie hatte sogar den ersten interrassischen Kuss im amerikanischen Fernsehen. (Quelle: The Atlanta Journal)
Nyota Uhura’s Einfluss auf andere
Nichols’ Entscheidung, in der Serie zu bleiben, beeinflusste andere Menschen stark. Uhura’s Charakter wurde auch von der NASA für die Rekrutierung genutzt und inspirierte Mae Jemison, die erste schwarze Astronautin. Neben Jemison inspirierte Uhura auch mehrere andere Menschen, ihre Träume zu verfolgen.
Marilyn Teague wurde Gebärdensprachdolmetscherin, als sie von der Art inspiriert wurde, wie Uhura mehrere Sprachen sprach und ihre Rolle als Kommunikationsbeauftragte spielte. Tony Cade, Inhaber von Challenges Games and Comics und Direktor der Atlanta Sci‑Fi and Fantasy Expo, wurde von Uhura inspiriert und sagte, er sei froh, einen schwarzen Charakter zu sehen, der kein Verbrecher, keine Kindermädchen oder Dienstmädchen, sondern eine Führungsperson sei. Diese Idee inspirierte ihn, in seinem Bereich eine Führungsposition zu übernehmen. Viele Menschen fühlten, dass Nichols’ Verbleib in Star Trek die Normalisierung schwarzer Menschen auf dem Bildschirm beschleunigte. (Quelle: The Atlanta Journal)





