Obwohl es ungewöhnlich sein mag, eine Statue eines amerikanischen Präsidenten auf englischem Boden zu finden, steckt eine großartige Geschichte dahinter. Die Stadt Manchester war offenbar ein enger Verbündeter des verstorbenen Präsidenten.

Aufgrund der Blockade der konföderierten Baumwolle erlebten englische Industriestädte eine Hungersnot. Die Arbeiter in Manchester schrieben dennoch einen Unterstützungsbrief für Abraham Lincolns Sache. Lincoln antwortete, indem er der Stadt als Zeichen der Dankbarkeit Lebensmittel schenkte.

Wer hat die Statue gebaut?

Die Statue von Abraham Lincoln wurde vom amerikanischen Künstler George Grey Bernard geschaffen. Bernard wurde in Paris ausgebildet und war für seine symbolischen Werke bekannt. Die Lincoln-Statue war keine Ausnahme. Tatsächlich löste sie beträchtliche Kontroversen aus. Sie wurde mit groben Zügen gestaltet und wirkte gebeugt.

Es gibt drei Gussstücke dieser Statue. Das erste Gussstück wurde im Lytle Park in Cincinnati, Ohio, aufgestellt. Das zweite wurde 1919 in Manchester City, England, platziert, und das letzte Gussstück 1922 in Louisville, Kentucky. Bernard benötigte insgesamt 8 Jahre, um das Projekt abzuschließen. (Quelle: Nationaler Parkdienst)

Welche Bedeutung hatte seine Statue in Manchester?

Laut den Archiven der Manchester Central Library war die Stadt als einer der engen Verbündeten des verstorbenen Präsidenten bekannt. Die Bewohner der Stadt zeigten ihre Unterstützung für Lincolns Union während des Amerikanischen Bürgerkriegs sowie für sein Ziel, die Sklaverei abzuschaffen. Die Statue wurde zu seiner Ehre errichtet, um an die historische Beziehung zwischen den Vereinigten Staaten und dem viktorianischen Manchester zu erinnern. (Quelle: Ich liebe Manchester)

Was geschah dann mit den Industriestädten?

Während die Vereinigten Staaten zu Beginn des 20. Jahrhunderts der größte Baumwolllieferant der Welt waren, war Manchester City der größte Verarbeiter von Rohbaumwolle. Während der Blockade der konföderierten Baumwolle, um den US‑Sklavenhandel letztlich zu stoppen, sank die Baumwollversorgung der Industriestädte jedoch erheblich.

Aufgrund des Mangels an Lieferungen gab es weniger zu verarbeitende Baumwolle, was zu Arbeitsplatzverlusten und einem drastischen Rückgang der Produktion führte, der benachbarte Städte betraf. Obwohl das Leben für Baumwollfabrikarbeiter schwierig war, unterstützten sie Lincolns Ziel, die Sklaverei abzuschaffen. (Quelle: Ich liebe Manchester)

Was schrieb Lincoln in seinem Brief?

Am 19. Januar 1863 schrieb Lincoln einen Brief, um den Menschen in Manchester für ihre Unterstützung trotz der traurigen Umstände zu danken, denen sie ausgesetzt waren. Dieser wurde von Abel Heywood, dem Oberbürgermeister der Stadt, empfangen. Eine Fotokopie des Briefes ist in den Manchester Bibliotheken Informationen und Archive zu finden.

Bis Januar 1865 verabschiedete der US‑Kongress den 13. Zusatzartikel zur Verfassung; die Sklaverei war offiziell im gesamten Vereinigten Staaten abgeschafft. (Quelle: Ich liebe Manchester)

Was geschah mit Abraham Lincoln?

Am 11. April 1865 hielt Lincoln eine Rede über die Förderung des Wahlrechts für Schwarze und die nahezu Gleichstellung der Behandlung von Weißen und Menschen anderer Hautfarbe. John Wilkes Booth, ein Schauspieler und konföderierter Spion, schmiedete ein Komplott gegen den Präsidenten.

Booth stellte fest, dass Lincoln ein Theaterstück mit General Grant im Ford's Theatre besuchen würde. Booth betrat Lincolns Loge und erschoss ihn am Hinterkopf. Lincoln wurde nach seiner Behandlung durch Dr. Charles Leale ins Petersen House gebracht. Er lag acht Stunden im Koma, bevor er starb. (Quelle: Die Lincoln-Attentat-Enzyklopädie)