Während der schrecklichen faschistischen Herrschaft von Adolf Hitler setzte das nationalsozialistische Deutschland die Erweiterung seines Territoriums Priorität, um die Unterstützung für die Nazis zu stärken und Antisemitismus zu fördern. Eines der vielen verletzlichen Opfer der nationalsozialistischen Übernahme war Österreich, dessen Bevölkerung die Nazi‑Armee ohne Widerstand begrüßte.
Ein Platz in Wien namens Mexikoplatz erinnert an den bewundernswerten Widerstand der Mexikanischen Republik gegen die Nazi‑Invasion Österreichs und lehnt die Ausweitung der NS‑Herrschaft ab, da sie einen direkten Angriff auf das Völkerrecht darstellte.
Der Anschluss Österreichs
Die Diplomatie zwischen Österreich und Mexiko besteht seit 1842, nach der Genehmigung beider Länder des Freundschafts-, Navigations- und Handelsvertrags.
Das bedeutendste Ereignis in den österreichisch‑mexikanischen Beziehungen begann, als die Nazis Österreich zu überfallen begannen. Während des Völkerbundes 1938 war Mexiko das einzige Land, das den Anschluss Österreichs in Österreich opponierte.
Der Anschluss ist die Invasion bzw. Annexion Österreichs durch die Nazis. In dieser Zeit war Österreich ein unterdrückender und faschistischer Staat, und seit 1933 wuchs die Unterstützung für die Nazis stetig. Vier Jahre bevor Mexiko den Anschluss ablehnte, hatten die Nazis bereits versucht, Österreich zu überfallen und eine nationalsozialistische Herrschaft zu etablieren, indem sie den österreichischen Kanzler Engelbert Dollfuß ermordeten. Der Plan der Nazis scheiterte, da Kurt von Schuschnigg Dollfuß als Kanzler nachfolgte, und die politische Herrschaft von Kurt von Schuschnigg stark von der Unterstützung des faschistischen Italiens abhing.
Die breite Bevölkerung Österreichs unterstützte das Konzept der Vereinigung von Nazi‑Deutschland und Österreich, was den Nazis günstig war, da sie ihr Territorium so weit wie möglich vergrößern wollten. Österreich wurde bald zunehmend anfällig für die nationalsozialistische Übernahme, weil die Beziehungen zwischen Italien und Deutschland enger wurden. (Source: The Wiener Holocaust Library)
Am zwölften März 1938 drangen die deutschen Truppen nach Österreich ein, scheinbar ohne jeglichen Widerstand der österreichischen Bevölkerung. Am folgenden Tag forderte Adolf Hitler die Annexion Österreichs, und die formelle Zustimmung des österreichischen Parlaments erfolgte rasch, wodurch Österreich ein Territorium Deutschlands wurde. (Source: Facing History and Ourselves)
Die Tage vergingen, und am 19. März kam Isidro Fabela, der Außenminister Mexikos. Während des Völkerbundes in Genf legte Fabela einen von Präsident Lázaro Cárdenas autorisierten förmlichen Protest vor, der die Invasion Österreichs durch Nazi‑Deutschland verurteilte und implizierte, dass die Annexion Österreichs einen direkten Angriff auf den Vertrag des Völkerbundes und die Prinzipien des Völkerrechts darstellte. (Source: Mas Mexico)
Die Erinnerung an den mexikanischen Widerstand
Innerhalb der Grenzen Österreichs gibt es einen Ort namens Plaza de México, oder Mexikoplatz auf Deutsch, der den mutigen Widerstand Mexikos gegen Nazi‑Deutschland beim Anschluss im Jahr 1938 ehrt. Der Mexikoplatz, gelegen im Handelskai nahe der Donau, ist eine der längsten Straßen Österreichs.
Wie historische Studien zeigen, begann die Entstehung des Mexikoplatz zwischen 1868 und 1975. Der Ort trug zahlreiche frühere Namen, bevor er sich auf Mexikoplatz festlegte, wie zum Beispiel die Plaza del Archiduque Carlos oder die Plaza de la Milicia.
Der Name Mexikoplatz wurde 1956 endgültig, als Mexiko das einzige Land war, das die nationalsozialistische Übernahme Österreichs ablehnte.
Im März 1938 war Mexiko das einzige Land, das offiziell beim Völkerbund gegen die gewaltsame Annexion Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland protestierte. Zu Ehren dieser Tat benannte die Stadt Wien diesen Platz nach Mexiko.
A Stone Monument in Mexikoplatz
(Source: Mas Mexico)






