Die Künstlicher Weihnachtsbaum oder echter Weihnachtsbaum Umweltdebatte betrifft jedes Jahr die meisten Weihnachtskäufer. Als umweltbewusster Verbraucher sollte man stets die Umweltrisiken bei der Herstellung und Entsorgung beider Bäume berücksichtigen. 

Sowohl Umweltschützer als auch Energieanalysten sind sich einig, dass künstliche Bäume umweltbelastender sind aufgrund ihrer erheblichen und langanhaltenden Kohlenstoffauswirkungen. 

Die weniger umweltbelastende Wahl

Wenn die Weihnachtszeit näher rückt, sehen wir immer mehr Weihnachtsbäume beworben, egal ob sie künstlich und im Einkaufszentrum dekoriert sind oder echte Bäume auf Weihnachtsbaumplantagen. Bei der allgegenwärtigen Präsenz von Weihnachtsbäumen könnte man fragen: Welcher Weihnachtsbaum ist umweltfreundlicher?

Die in Montreal ansässige Beratungsfirma Ellipsos erklärt, dass einige Weihnachtsbaumplantagen das lokale, natürliche Ökosystem stören können. Außerdem führt das Fällen eines echten Baumes für einmalige Nutzung zu seiner Endlagerung in Komposten und Deponien. Andererseits verbraucht die Herstellung künstlicher Weihnachtsbäume wertvolle natürliche Ressourcen und emittiert Treibhausgase. (Source: Canadian Broadcasting Corporation

Sowohl die Produktion künstlicher als auch gezogener Weihnachtsbäume hat Nachteile, aber das verwischt nicht die Tatsache, dass künstliche Bäume aus schädlichem Plastik bestehen. Umweltschützer und Analysten sind sich einig, dass der kontinuierliche Kauf künstlicher Bäume mehr Schaden verursacht als der Kauf echter Weihnachtsbäume.

Der größte Teil des CO2-Fußabdrucks von künstlichen Bäumen stammt aus ihrer Herstellung, insbesondere dem Ölverbrauch. Weitere Faktoren, die zum CO2-Fußabdruck künstlicher Bäume beitragen, sind die freigesetzten Industrieemissionen und die langen Transportwege.

Ein künstlicher Baum mit einer Höhe von 6,5 Fuß erzeugt vierzig Kilogramm Treibhausgasemissionen; das ist mehr als doppelt so viel, wenn ein echter Baum auf einer Deponie landet, und mehr als zehnmal so viel, wenn er verbrannt wird. Einige lokale Behörden sammeln jetzt echte Bäume, um sie zu zerkleinern und in lokalen Gärten wiederzuverwenden, um die negativen Umweltauswirkungen ihrer Entsorgung zu verringern.

Lokal angebaute echte Bäume sind ebenfalls umweltfreundlicher, da sie schädliche Emissionen aus Transport und Import vermeiden. Oliver Kenny, ein Mitarbeiter von Yorkshire Christmas Trees im Vereinigten Königreich, sagt, dass es mehr gepflanzte als verkaufte Bäume gibt, und betont damit die Vorteile für die lokale Umwelt.

Zu jeder Zeit gibt es im Vereinigten Königreich etwa 100 Millionen Bäume, die all die Vorteile bieten, die Bäume für die Umwelt haben. Diese Bäume würden nicht wachsen, wenn es nicht den Weihnachtsbaummarkt gäbe; ihr Anbau im Vereinigten Königreich reduziert den CO2‑Fußabdruck des Imports und man erhält zudem einen frischeren Baum, weil er drei Wochen später gefällt werden kann.

Oliver Kenn

(Quelle: The Guardian

Verfügbare Alternativen für ein sichereres Weihnachten

Während die Entsorgung echter Bäume zu einer umweltfreundlicheren Maßnahme umgewandelt werden kann, bleibt die Entsorgung künstlicher Bäume schädlich, selbst wenn sie jahrelang aufbewahrt werden. Als Alternative sollte man zu gebrauchten künstlichen Bäumen greifen, um ihre Nutzung zu verlängern. (Quelle: The Guardian

Eine weitere umweltfreundliche Wahl sind in Töpfen gezogene Bäume. Zahlreiche umweltbewusste Unternehmen profitieren von der Vermarktung von Baumadoptionsprogrammen, bei denen man einen Weihnachtsbaum im Topf kaufen kann. Die Organisation Friends of the Urban Forest wirbt für ihre Topf‑Grünen Weihnachtsbäume. Diese Bäume werden nach den Weihnachtsferien schließlich im örtlichen Wald wieder eingepflanzt. (Quelle: Green Matters