Haben Sie jemals erlebt, dass Sie in Ihren Träumen wach und aufmerksam sind, aber sich nicht bewegen oder einen Laut von sich geben können, während eine erschreckende Halluzination die Kontrolle übernimmt? So beängstigend es auch erscheinen mag, das ist für viele ein echtes Problem.
Schlafparalyse ist, wenn Ihr Körper sich nicht bewegen kann, während Sie sich in einem luziden Traumzustand befinden. Während es möglich ist, aufzuwachen, während Sie noch gelähmt sind, werden die Halluzinationen lebendiger und erschreckender.
Was ist die Wissenschaft hinter Schlafparalyse?
Schlafparalyse ist durch Atonie gekennzeichnet. Dies ist ein plötzlicher, aber kurzer Verlust der Muskelkontrolle. Sie tritt häufig auf, wenn eine Person während des Tiefschlafs Halluzinationen erlebt.
In einem wissenschaftlicheren Sinne wird Schlafparalyse als eine Art Parasomnie eingestuft. Dies sind abnormale Schlafmuster, die mit der Rapid-Eye-Movement- (REM-) Phase des Schlafes verbunden sind. Schlafparalyse gilt als eine Form der REM-Parasomnie.
Reguläres REM beinhaltet luzides Träumen sowie Atonie. Das verhindert, dass Sie im Traum handeln, aber unter normalen Umständen endet die Atonie, wenn Sie aufwachen. Während einer Schlafparalyse erleben Sie einen gemischten Bewusstseinszustand, der Wachsein und REM verbindet. (Source: Sleep Foundation)
Gibt es verschiedene Arten von Schlafparalyse?
Es gibt zwei Arten, wie die medizinische Literatur Schlafparalyse einordnet:
Isolierte Schlafparalyse
Bei denen die Episoden nicht mit einer Diagnose von Narkolepsie verbunden sind. Diese neurologische Störung verhindert, dass das Gehirn das Wachsein des Körpers steuert.
Wiederkehrende Schlafparalyse
Andererseits umfasst wiederkehrende Schlafparalyse mehrere Episoden über einen Zeitraum.
Wiederkehrende isolierte Schlafparalyse (RISP)
Die meisten Fälle sind eine Kombination der beiden Typen, bei denen anhaltende Episoden von Schlafparalyse bei einer Person auftreten, die keine Narkolepsie erlebt hat oder bei der keine Diagnose gestellt wurde.
(Quelle: Sleep Foundation)
Wie fühlt sich Schlafparalyse an?
Eines der grundlegenden Symptome von Schlafparalyse ist Atonie. Wie bereits erwähnt, tritt sie plötzlich, aber kurz nach dem Einschlafen oder Aufwachen auf. Wenn Atonie beim Einschlafen während eines lebhaften Traums auftritt, wird dies als hypnagogische Halluzinationen bezeichnet. Beim Aufwachen nennt man dies hypnopompe Halluzinationen.
Es gibt drei Arten von Halluzinationen, die man bei Schlafparalyse erleben kann: Eindringlingshalluzinationen, Brustdruckhalluzinationen und vestibulär-motorische Halluzinationen.
Die Wahrnehmung dieser Halluzinationen basiert oft auf dem kulturellen Kontext des Einzelnen. Eine einzelne Episode kann von wenigen Sekunden bis zu 20 Minuten dauern. (Quelle: Sleep Foundation)
Was verursacht Schlafparalyse?
Es wurden mehrere Studien durchgeführt, um herauszufinden, was Schlafparalyse verursacht, aber die Ursache ist noch unbekannt. Daten von Personen, die als besonders gefährdet für Schlafparalyse gelten, zeigten gemischte Ergebnisse. Forscher kamen zu dem Schluss, dass mehrere Faktoren Schlafparalyse auslösen können.
Laut anderen Studien ist Schlafparalyse bei bestimmten Familienmitgliedern oder Verwandten verbreitet, jedoch gibt es keine genetische Grundlage. (Quelle: Sleep Foundation)
Gibt es eine Behandlung für Schlafparalyse?
Wenn Sie Schlafparalyse erleben und diese bereits Ihre allgemeine Gesundheit beeinträchtigt, ist es am besten, professionelle medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. So können Sie das Problem identifizieren und die zugrunde liegenden Ursachen angehen.
(Quelle: Sleep Foundation)




