Man könnte beim letzten Bissen KitKat zögern, wenn man wüsste, dass Schokolade in der Maya-Zeit von hohem Wert war. Durch ihre Verwendung auf dem Markt und als Tribut für ihre Könige ist ersichtlich, dass die Maya-Wirtschaft teilweise von ihrer Kakaoversorgung abhängig war.
Schokolade war in antiken Zivilisationen eine wertvolle Währungsform. Experten glauben, dass das Fehlen erfolgreich angebauter Kakaobäume zu ihrem hohen Wert in den Maya-Perioden führte.
Das zeremonielle Olmeken‑Kakao
KitKat, Cadbury, Mars, Toblerone, und weitere Schokoriegel! Wenn du all diese Leckereien in der Maya‑Zivilisation besitzen würdest, wärst du einer der Eliten. Schokolade wurde in der Maya‑Zivilisation zu einer einzigartigen Währungsform, wie neue Forschungen zeigen.
Es ist unklar, wer damals begann, Schokolade aus Kakao herzustellen, aber die frühesten Funde, die den hohen Wert von Schokolade zeigen, stammen aus der Olmeken‑Zivilisation. Hayes Levis, ein Schöpfer kultureller Kunst im National Museum of the American Indian, erklärte, dass alte Olmeken‑Gefäße aus 1500 v. Chr. das Vorhandensein von Theobromin, einem Stimulans in Schokolade, nachwiesen.
Die Menschen der Olmeken‑Zivilisation benutzten Kakao als rituelles oder zeremonielles Getränk. Experten sind sich unschlüssig, ob sie Kakaobohnen oder das Fruchtfleisch der Kakaoschoten verwendeten. (Quelle: Geschichte)
Die verehrte Schokolade der Maya
Das Wissen der Maya‑Zivilisation über Kakao stammt aus den Lehren der Olmeken‑Zivilisation. Die zentralamerikanischen Maya waren für ihren häufigen Schokoladenkonsum und den hohen Wert, den sie ihr beimaßen, bekannt. (Quelle: Geschichte)
David Friedel, Anthropologe der Washington University und Maya‑Experte, bestätigte diese Aussage und erklärte, dass es aufgrund seines weit verbreiteten Prestiges eindeutig eine Währung war.
Die alten Maya benutzten niemals Münzen als Geld. Stattdessen, wie viele frühe Zivilisationen, wurden sie hauptsächlich zum Tausch von Gegenständen wie Tabak, Mais und Kleidung verwendet.
Joshua Rapp
Die Archäologin Joanne Baron identifiziert in ihrer Analyse die übliche Darstellung von Markttauschen und Opfergaben an den Maya‑König, insbesondere bestehende Forschungen zu den Maya und klassische Bilder von 250 n. Chr. bis 900 n. Chr., die aus den südlichen Maya‑Regionen und Zentralamerika stammen.
In diesen verschiedenen Kunstformen wurde die Verwendung von Schokolade etwa im 8. Jahrhundert n. Chr. verbreitet. Zu dieser Zeit wurde Schokolade häufig als übliche Zahlungsform für Waren und Dienstleistungen verwendet. (Quelle: Wissenschaft)
Wie Forscher auf die Theorie kamen
Auf einem Wandgemälde aus dem 7. Jahrhundert, gemalt an einer Pyramidenwand nahe der guatemaltekischen Grenze, sieht man einen Mann, der einen Teig gegen eine Frau tauscht, die eine Schale schäumend heißer Schokolade anbietet. Baron erklärt weiter, dass die Verwendung von Schokolade im Handel stand, im Gegensatz zur Idee, dass es eine Geldform war.
Im Gegensatz zu Joanne Barons Aussage zeigen mehr als 180 Funde von Keramiken und Wandgemälden aus 691 n. Chr. bis 900 n. Chr., dass die Verwendung von Schokolade der von Münzen ähnelte. Getrocknete und fermentierte Kakaobohnen, die in gewebten Stoffbeuteln mit Menge gekennzeichnet waren, waren eine der am häufigsten gezeigten Tributzahlungen oder Steuerabgaben an die Maya‑Führer.
Friedel schlägt vor, dass der hohe Wert der Kakaobohnen auf wiederholte Ernteausfälle bei Kakaobäumen zurückzuführen sei. Baron theoretisiert, dass Maya‑Führer Kakao und gewebte Stoffe als Steuer eintrieben, wodurch die Kakaozahlung als gültige Währungsform gestärkt wurde. Überschüssige Mengen wurden entweder auf dem Markt verwendet oder als Gehalt für Palastarbeiter eingesetzt. (Quelle: Wissenschaft)
Die Verwendung von Kakao als hochwertige Währung wurde so verbreitet, dass Einzelpersonen begannen, falsche Kakaos aus Ton herzustellen. Experten spekulieren, dass einer der Gründe für den wirtschaftlichen Niedergang der Maya‑Zivilisation die Störung der Kakaoversorgung war. (Quelle: Offene Kultur)






