Wir alle wissen, dass der Zweite Weltkrieg begann, als das nationalsozialistische Deutschland unter der Führung des berüchtigten Adolf Hitler am 1. September 1939 Polen überfiel. Der Krieg endete am 2. September 1945, als General Douglas MacArthur die Kapitulation Japans annahm. Doch bevor der Krieg endete, errichtete Deutschland eine Wetterstation in Kanada. Wie konnten sie das schaffen?

Bevor der Zweite Weltkrieg endete, installierte Deutschland heimlich eine Wetterstation in Martin Bay, Neufundland. Um Spione zu verwirren, verteilten sie amerikanische Zigarettenpackungen und stellten ein Schild mit der Aufschrift „Kanadischer Wetterdienst“ auf.

Warum brauchte das nationalsozialistische Deutschland überhaupt eine Wetterstation?

Wenn wir über den Zweiten Weltkrieg sprechen, wissen wir, dass Länder um Territorium und Vorherrschaft kämpften. Aber Informationen waren damals ebenfalls entscheidend. Deshalb führten mehrere Nationen Aufklärungs‑ und Gegenaufklärungsoperationen durch, um einen Vorteil zu erlangen.

Während sich manche auf komplexere Details konzentrierten, interessierten sich die Deutschen mehr für das Grundlegende. Wettervorhersagen waren besonders für Gebiete im Atlantik essenziell. Das Wetter bestimmte den Erfolg jeder Marineoperation. Mit den richtigen Informationen kann das Militär seine Schiffe und Konvois effizient planen und routen, selbst bei Kälte.

Abgesehen von der Wettervorhersage war Tarnung entscheidend. Indem sie die Bewegungen ihrer Kriegsschiffe und U‑Boote geheim hielten, konnten sie mehr Fläche abdecken. (Source: War History Online)

Wie begannen sie mit dem Bau der Wetterstation?

Bevor sie das Projekt starten konnten, gab es bereits 26 weitere Stationen. In den arktischen und subarktischen Regionen befanden sich 14 Stationen, 5 in der Barentssee, und zwei sollen in Nordamerika gelegen haben. Die nicht erfassten wurden vermutlich vor Erreichen ihres Ziels versenkt.

U-537 unter dem Kommando von Peter Schrewe verließ Deutschland am 18. September 1943. An Bord befand sich die Wetter‑Funkgerät Land (WFL) Wetterstation, die von Siemens entwickelt wurde. Sie trug den Codenamen Kurt. Zusammen mit der restlichen Besatzung waren Dr. Kurt Sommermeyer, ein Meteorologe, und sein Assistent Walter Hildebrant.

Am 22. Oktober 1943 erreichte das U‑Boot Martin Bay, Labrador, eine Provinz Kanadas. Dr. Sommermeyer und sein Team machten sich daran, die Station eine Viertelmeile landeinwärts zu montieren. Der Vorgang, die Station an Land zu bringen, war ziemlich riskant und kompliziert. Es erforderte mehrere Werkzeuge und Systeme, um die Geräte genau zu installieren. Das Team von Dr. Sommermeyer brauchte 24 Stunden, um die Installation abzuschließen. Nach der Installation verließ die Besatzung Martin Bay.

Laut den gefundenen Logbüchern war die Station zwei Wochen in Betrieb. (Source: Heritage Daily)

Wann entdeckten andere die Wetterstation?

Überraschenderweise wurde die Wetterstation Kurt erst 38 Jahre später entdeckt. 1977 stolperte der Geomorphologe Peter Johnson bei Forschungen in der Nähe von Martin Bay über die geheime Wetterstation. Er hielt sie zunächst für eine kanadische Militäranlage und markierte sie auf seiner Karte als Martin Bay 7 auf.

In dieser Zeit schrieb ein pensionierter Siemens‑Ingenieur, Franz Selinger, die Firmengeschichte. Er fand Sommermeyers Notizen und erfuhr von den Standorten der Wetterstationen. Er benachrichtigte sofort das kanadische Verteidigungsministerium.

1981 wurde die WFL Kurt offiziell entdeckt. Sie wurde später demontiert und im Canadian War Museum in Ottawa ausgestellt. (Source: War History Online)

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