Heavy metal ist ein Rockmusik-Genre, das in den späten 1960er und frühen 1970er Jahren berühmt wurde. Dies geschah hauptsächlich im Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten. Heavy‑Metal‑Bands entwickelten einen dicken, monumentalen Sound, der durch Verzerrung, ausgedehnte Gitarrensoli, betonte Beats und Lautstärke gekennzeichnet ist und seine Wurzeln im Blues, Psychedelic und Acid Rock hat. Die Texte und Auftritte werden oft mit Aggression und Machismo in Verbindung gebracht, was gelegentlich zu Vorwürfen von Misogynie geführt hat. Aber wussten Sie, dass das Hören von Heavy Metal dabei helfen kann, negative Gedanken zu verarbeiten? 

Nach Angaben von Psychologieforschern ist das Hören von Heavy‑Metal‑Musik ein gesunder Weg, negative Emotionen zu verarbeiten. Es führt nicht zu mehr Gewalt. Laut diesen Studien betrügen Metalheads seltener ihre Partner im Vergleich zu denen, die Jazz hören.

Verursacht Heavy Metal negatives Verhalten? 

Obwohl manche Menschen Rockmusik als die Musik des Teufels bezeichnet haben und behaupten, sie führe zu negativen Folgen wie Aggression, ist die Geschichte nicht so einfach.

Laut der Studie sind sie besser angepasst als Nicht‑Fans, und ihre Metalhead‑Identität schützt vor negativen Lebenserfahrungen. Sie behaupten außerdem, dass die Teilnahme an Randkulturen Jugendlichen in Schwierigkeiten helfen kann, ihre Identität zu entwickeln.

Obwohl es eine Analogie zwischen bipolarer Störung, die zwischen Depression und Manie wechselt, und Heavy Metal gibt, gibt es keine bekannte Ursache‑Wirkungs‑Beziehung. Ohne eine direkte Ursache‑Wirkungs‑Verbindung können Lieder den menschlichen Zustand der Bipolarität widerspiegeln.

Forscher entdeckten, dass wütende oder aggressive Menschen aufgrund der erhöhten Erregung, die durch Metal‑Musik hervorgerufen wird und dem physiologischen Zustand der Person entspricht, mehr positive Emotionen erleben können. 

Diese Übereinstimmung zwischen Wut oder Aggression und der Erregung durch Metal‑Musik unterstützt die Regulation von Ärger. Der weit verbreitete Glaube, dass schwere Musik Menschen wütend macht, ist unbegründet. Das Hören von Heavy‑Metal‑Musik kann ein gesunder Weg sein, mit Ärger umzugehen.

Laut einer Fallstudie hilft das Hören von Musik, einschließlich Heavy Metal, traumatisierten Menschen. Es unterstützt sie dabei, ihre Emotionen zu kontrollieren, suizidale Gedanken zu überwinden und ihre sensorische Umgebung zu besetzen.

Metal- und Rockmusik ist vielfältig, mit vielen Subkulturen mit unterschiedlichen Merkmalen; diese Merkmale können helfen, einige Beobachtungen zum Rückgang der psychischen Gesundheit zu erklären. (Quelle: Cognition Today)

Was ist die Persönlichkeit von Metal‑Musik‑Liebhabern? 

Laut einer Umfrage unter 414 britischen Studierenden waren diejenigen, die Metal‑Musik mochten, offener für neue Erfahrungen, wollten einzigartig sein und waren keine Fans von Autorität. Obwohl dies keine bahnbrechende Forschung ist, bestätigt es die Geschichten der Menschen darüber, warum sie Metal mögen.

In der Umfrage betrügen Metalheads am seltensten ihren Partner, während Jazz-Fans am häufigsten betrügen. Metalheads erweisen sich demnach als sehr loyale und treue Menschen.

Fans von Rockmusik, nicht Metal, haben weniger Sexualpartner als Fans von Dance, House, Hip‑Hop, Rap, Jazz und Indie. In einem Zeitraum von fünf Jahren hatten 93,5 % der Metalheads weniger als fünf Sexualpartner.

Verursachen gewalttätige und wütende Themen in der Musik, dass Menschen gewalttätig werden? Eine weitere Studie untersuchte diese Frage, indem sie die positiven und negativen Emotionen der Teilnehmenden sowie ihr Bewusstsein für gewalttätige Themen bei der mentalen Verarbeitung von Musik testete. 

Sie entdeckten, dass gewalttätige Musik sie teilweise desensibilisieren kann, abhängig davon, wie sehr eine Person die Musik mag. Nicht‑Fans zeigten eine verstärkte Negativitätsverzerrung bzw. die selektive Verarbeitung negativer Informationen. (Quelle: Cognition Today)