Ribena Blackcurrant, das bekannte Getränk, das mehrere gesundheitliche Vorteile bietet, hatte in der Vergangenheit seine Portion schlechter Publicity. Aber was geschah mit dem Unternehmen hinter der Marke?
Zwei Gymnasiasten entdeckten, dass trotz Werbeaussagen, dass die schwarzen Johannisbeeren in Ribena viermal so viel Vitamin C wie Orangen enthalten, das Getränk fast kein Vitamin C enthielt. Die Hersteller wurden mit 217.500 NZ$ bestraft.
Ribena Schwarze Johannisbeere
Ribena ist nach dem lateinischen Namen der Pflanze Ribes nigrum benannt. Es wurde 1938 von einem in Bristol ansässigen Lebensmittel- und Getränkeunternehmen entwickelt und vermarktet. Schwarze Johannisbeeren sind dafür bekannt, reich an Vitamin C zu sein. Deshalb wurde Ribena während des Zweiten Weltkriegs Kindern gegeben, um das Immunsystem der Kinder zu stärken. (Source: The Guardian)
Henry Williams Carter war ein Chemiker, der sich mit JR Grace zusammenschloss, um 1872 die Bristol Soda Water Works zu übernehmen, die dann in H.W. Carter and Co. umbenannt wurde. Das Unternehmen war zunächst für sein konzentriertes Zitronensirup und andere Produkte wie Zitronenlimonade, Limettensaft‑Kordial und Tafeljellys bekannt. (Source: Let’s Look Again)
1936 wurde Ribena der Öffentlichkeit vorgestellt, dank der Fusion von H.W. Carter mit anderen lokalen Unternehmen zur Bristol Industries Limited, mit Frank Armstrong als Vorsitzendem.
Die Marke Ribena wurde in den 50er Jahren von GlaxoSmithKline (GSK) übernommen und überstand die vielen Fusionen, die das Unternehmen durchlief. Im Laufe der Jahre entwickelte GSK verschiedene fruchtige Varianten von Ribena. (Source: Bristol Post)
Heute gilt Ribena weiterhin als gesundes Getränk. Schwarze Johannisbeeren, neben ihrer guten Vitamin‑C‑Quelle, enthalten hohe Mengen an Anthocyanen. Anthocyan ist ein Antioxidans, das im Kampf gegen freie Radikale hilft. Sie können zudem entzündungshemmende, antivirale und krebshemmende Eigenschaften besitzen. (Source: Zen Garden)
Neuseeland Enthüllung
GSK, die Hersteller von Ribena, ist ein Fertigungsriesen, der für beliebte verschreibungspflichtige Produkte, Impfstoffe und Konsumgüter im Gesundheitsbereich bekannt ist. Obwohl GSK ein bekannter Pharmakonzern ist, war das Unternehmen in der Vergangenheit Gegenstand mehrerer Probleme. (Source: Drug Dangers)
Einer der bekanntesten Fälle von Fehlverhalten von GlaxoSmithKline ist ihre Missachtung der potenziell tödlichen Nebenwirkungen von Avandia. Avandia war zuvor das weltweit am häufigsten verschriebene Diabetes‑Medikament.
Der Jahresumsatz brach von 3 Milliarden $ auf 1 Milliarde $ ein, sobald das erhöhte Risiko von Herzinfarkten durch das Medikament entdeckt wurde. Der Verkauf von Avandia wurde daraufhin in den USA eingeschränkt und in Europa eingestellt.
2004 entdeckten Anna Devathasan und Jenny Suo vom Pakuranga College, zwei Schülerinnen, dass Ribena fast keine Spur von Vitamin C enthielt. Die Mädchen testeten Ribena im Vergleich zu anderen Marken und stellten fest, dass Ribena nur eine winzige Menge Vitamin C hatte, während ein Orangensaftgetränk einer anderen Marke fast viermal mehr enthielt. (Source: The Guardian)
Die Mädchen versuchten, GSK zu kontaktieren und ihnen ihre Ergebnisse mitzuteilen, da die Werbung von Ribena behauptet, das Getränk enthielte viermal mehr Vitamin C als Orangen. GSK schenkte dem Bericht keine Beachtung. Die Studie der Mädchen wurde von einer lokalen Fernseh‑Consumer‑Affairs‑Sendung, Fair Go, aufgegriffen. Sie rieten ihnen, die Handelskommission, eine staatliche Aufsichtsbehörde, zu kontaktieren.
GSK wies die Vorwürfe zurück und erklärte, die Mädchen hätten das falsche Produkt getestet, ein konzentriertes Sirup mit viermal so viel Vitamin C wie in Orangen. Als die Handelskommission jedoch weiter untersuchte, stellte sie fest, dass obwohl schwarze Johannisbeeren mehr Vitamin C als Orangen enthalten, Ribena dies nicht tue. Außerdem wurde angegeben, dass das trinkfertige Ribena überhaupt kein nachweisbares Vitamin C enthält.
Das Unternehmen gab anschließend zu, dass es Kunden in der Werbung möglicherweise irreführend informiert habe, indem behauptet wurde, die schwarzen Johannisbeeren im Ribena‑Sirup hätten viermal das Vitamin‑C‑Level von Orangen. Die Handelskommission forderte eine Strafe von 275.000 bis 350.000 $ sowie korrigierende Fernsehwerbung. (Source: NZ Herald)






