Um Menschen, insbesondere Kinder, zu transportieren, müssen wir bestimmte Richtlinien und Vorschriften einhalten. Es gibt viele Faktoren zu berücksichtigen, wenn man darüber nachdenkt, dass ein Minderjähriger allein reist. Aber wussten Sie, dass die Post früher auch Kinder transportierte?
Im Laufe der frühen Geschichte der Postdienste schickten Eltern ihre Kinder per Post. Das Porto war viel günstiger als Zugtickets. Bis 1913 war das Versenden von Kindern per Paketsendung verboten.
Kinder per Post verschickt
Der Postdienst existiert seit mehr als einem Jahrhundert, dank Benjamin Franklin. Franklin entwickelte innovative Systeme, um die damals angebotenen Dienstleistungen zu verbessern. Und am 1. Januar 1913 wurde ein Paketsystem eingeführt. Es ermöglichte Personen, andere Nicht‑Brief‑Gegenstände per Post zu versenden.
Dieser neue Service gab vielen Amerikanern Zugang zu allen Arten von Waren und Dienstleistungen, die ihnen zuvor nicht zugänglich waren. Aber nur wenige Wochen nach seiner Einführung gelangte ein Ehepaar aus Ohio mit ihrer Paketsendung in die Zeitung.
Jesse und Mathilda Beagle schickten ihren 8 Monate alten Sohn James per Post zu seiner Großmutter, die in Batavia lebte, nur ein paar Meilen entfernt. Baby James lag damals knapp unter dem Gewichtslimit von 11 Pfund. Die Beagles bezahlten nur 15 Cent Porto, versicherten ihren Sohn jedoch für 50 {{POST_CONTENT}}nbsp;
Kurz darauf wurden weitere Kinder per Post verschickt, und die Geschichten kamen meist aus ländlichen Gebieten statt aus Städten. Ein berühmter Fall war der von Charlotte May Pierstoff. Als Pierstoff vier Jahre alt war, wurde sie per Zug von ihrem Zuhause in Grangeville, Idaho, zum Haus ihrer Großeltern, 73 Meilen entfernt, geschickt.
Pierstoff wurde von dem Cousin ihrer Mutter begleitet, der als Schreiber für den Eisenbahn‑Postdienst tätig war. Es gab weitere Geschichten von Kindern, die per Post verschickt wurden, aber am 14. Juni 1913 veröffentlichten einige Zeitungen die Meldung, dass der Postmaster General anordnete, Kinder künftig nicht mehr zu versenden. (Source: Smithsonian Mag)
Seltsame Gegenstände, die per Post verschickt wurden
Abgesehen davon, dass früher Kinder per Post verschickt wurden, wurden auch andere Gegenstände versendet, bevor bessere Richtlinien für den Postdienst eingeführt wurden. Der allererste bizarre Versand fand 1849 statt, als ein versklavter Mann aus Virginia namens Henry Brown sich selbst nach Philadelphia schickte. (Source: Mental Floss)
Brown ließ sich von einem örtlichen Ladenbesitzer helfen, sich zusammen mit Wasser und Keksen in eine Kiste zu verpacken. Am 23. März wurde er dann an James Miller McKim, einen Abolitionisten aus Philadelphia, geschickt. Brown wurde nach 27 Stunden empfangen und wurde, als er aus der Kiste kam, als freier Mann entlassen.
Ein Artikel in der New‑York‑Times vom 7. August 1895 berichtete, dass Daisy James, eine Angestellte der New‑York‑Post, mehrere tote Tiere, die an Präparatoren gesendet wurden, vermerkte. Sie bearbeitete außerdem verschiedene Stämme von Pocken, Diphtherie und Scharlachfieber, die von verschiedenen Ärzten an das Nationale Gesundheitsamt per Post geschickt wurden.
Die Bank von Vernal, oder zumindest die Ziegel, aus denen ihre Fassade bestand, wurden 1916 vom Banker W.H. Coltharp per Post verschickt. Alle 80.000 Ziegel wurden von Salt Lake nach Vernal transportiert. (Source: Fantastic Facts)





