Der Heilbutt ist der größte Plattfisch im Ozean. Diese Art kann bis zu neun Fuß lang werden und bis zu 600 Pfund wiegen. Während die meisten Menschen annehmen, dass ihre Augen auf gegenüberliegenden Seiten ihres Kopfes liegen, ist das tatsächlich ganz anders.
Der Heilbutt wird wie jeder gewöhnliche Fisch geboren. Sie haben Augen und Nasenlöcher auf beiden Seiten ihres Kopfes. Aber wenn sie reifen, bewegen sich ihre Augen zur rechten Seite des Kopfes. Das führt dazu, dass sich beide Augen nur auf einer Seite des Fisches befinden.
Warum bewegen sich ihre Augen?
Der Heilbutt gehört zur Familie der Flundfische. Flundern sind bodennahe Fische, besser bekannt als Fische, die typischerweise am Meeresboden leben. Der Heilbutt wird mit den Augen auf jeder Seite seines Kopfes geboren, genau wie die meisten Fische.
Junge Heilbutt fressen Plankton und andere kleine Meereslebewesen. Aber wenn sie reifen, ziehen sie zu den Meeresböden. Wenn sie das tun, passen sich ihre Körper an ihren Lebensraum an. (Quelle: Animal Sake)
Ihre Genetik unterstützt ihre Anpassung stark. Die Knochen auf der linken Seite des Fischschädels wachsen deutlich schneller als die rechte. Dieses ungewöhnliche Wachstumsmuster bewirkt, dass das linke Auge und die Nasenlöcher zur rechten Seite des Kopfes wandern. Interessanterweise folgen jedoch ihre Kiefer nicht dieser ungewöhnlichen Entwicklung, sodass der Fisch vertikal beißt. (Quelle: Oceana)
Alles über den Heilbutt
Heilbutt werden typischerweise auf dem Meeresboden des Kontinentalschelfs gefunden. Da sie bodennahe Fische sind, gelten Heilbutt als gute Hinterhalt-Raubtiere. Sie warten geduldig, bis ihre Beute in Angriffsreichweite ist, bevor sie angreifen, im Gegensatz zu anderen Raubfischen, die ihrer Beute nachjagen.
Wenn sie sich an das Leben auf dem Meeresboden anpassen, entwickeln sie Muster auf ihrer Haut, die gut in ihre Umgebung passen. Der Heilbutt ist typischerweise bräunlich mit dunklen Mustern, aber manche sind heller. Ihre ungewöhnliche Entwicklung lässt auch die andere Seite, die zur Unterseite wird, weiß bleiben.
Heilbutt graben sich in den Meeresboden ein, um sich zu tarnen, während sie auf ihre ahnungslose Beute warten. Ihre Augen bleiben sichtbar, da sie aus ihren Köpfen hervortreten.
Der Heilbutt kann zu enormen Größen heranwachsen. Seine Nahrung besteht oft aus anderen Fischen wie Kapelin, Kabeljau, Hering, Schellfisch, Tintenfisch, kleineren Krebstieren oder praktisch jedem anderen Meereslebewesen, das er verschlingen kann.
Interessanterweise führen Heilbutt keine Balzrituale durch. Stattdessen vermehren sie sich mit einer Methode, die Broadcast-Spawning genannt wird. Weibchen geben ihre Eier in die Wassersäule im selben Gebiet frei, in dem die männlichen Heilbutt ihr Sperma freisetzen. Der Vorgang erhöht die Befruchtungsrate und schützt gleichzeitig die Eier vor dem Verzehr durch Eierfresser. (Quelle: Animals)
Ist der Heilbutt sicher zu essen?
Eine Variante des Heilbutts, bekannt als Pazifischer Heilbutt, ist in kulinarischen Kreisen immer beliebter geworden. Er hat festes Fleisch und ist köstlich, egal wie er zubereitet wird. Heilbutts enthalten wenig Körperfett und hohe Mengen an Selen, Niacin und Phosphor.
Forscher weisen jedoch auf einige Gründe hin, diesen Fisch zu meiden. Hier sind einige davon.
Überfischung – Der Atlantische Heilbutt steht auf der Vermeiden-Liste, weil seine Population durch Überfischung stark zurückgegangen ist.
Hohe Quecksilberwerte – Der Heilbutt ist dafür bekannt, hohe Quecksilberwerte zu enthalten. Forscher haben festgestellt, dass der Atlantische Heilbutt eher unsichere und toxische Quecksilberwerte sowie schädliche Industriechemikalien, die er unbewusst aufnimmt, aufweist. Das macht ihn für den menschlichen Verzehr gefährlich, insbesondere für Kinder und schwangere oder stillende Frauen. (Quelle: Dr. Axe)





