Helen Herron Taft war die Ehefrau des 27. US-Präsidenten William H. Taft. Sie erhielt den Spitznamen Nervous Nellie, als einige Kritiker ihre perfektionistische Natur bemerkten, besonders bei großen Ereignissen und Anlässen im Weißen Haus. Ihre Eigenheiten erstreckten sich darauf, bestimmte Anforderungen an ihr Personal zu stellen. 

Die frühere First Lady Helen Taft war unerklärlich von kahlen Männern gestört. Sie verbot allen kahlen Butler im Speisesaal bei der Geburtstagsfeier ihres Mannes. Alle Kellner im Weißen Haus mussten Haare haben.

Wer war Helen Herron Taft?

Helen Herron Taft wurde am 2. Juni 1861 in Cincinnati, Ohio, geboren. Sie war das vierte von elf Kindern eines prominenten Anwalts und Republikanischen Parteiaktivisten, John Herron, und seiner Ehefrau Harriet Collins Herron.

Taft besuchte Privatschulen in Cincinnati, wo sie ihren Ehrgeiz zeigte, im Land Spuren zu hinterlassen. Später traf Taft einen Jurastudenten an der University of Cincinnati. Der Student, William Howard Taft, war ihr zukünftiger Ehemann und zukünftiger Präsident der Vereinigten Staaten.

Die beiden heirateten am 19. Juni 1886, wobei Taft ihrem Mann half, verschiedene Ämter in der Regierung zu erreichen. William Taft übernahm später Ernennungen als Richter am Obersten Gerichtshof von Ohio, US-Generalstaatsanwalt, Richter des Sechsten US-Berufungsgerichts. Schließlich wurden die Tafts 1900 von Präsident William McKinley als Präsident der US‑Kommission für die Philippinen entsandt.

Taft zögerte, in das asiatische Land zu ziehen, aber mit Helens Ermutigung, die von ihrem Ehrgeiz angetrieben wurde, zog ihre Familie 1901 in die Philippinen. William Taft wurde dann 1904 zum Kriegsminister ernannt. Sie kehrten nach Hause zurück und wohnten in der Hauptstadt des Landes. Dort setzte Helen Taft ihre Bemühungen fort, ihren Mann zum Präsidenten zu machen.

Es wurde berichtet, dass William Taft einen Sitz im judikativen Zweig der Regierung bevorzugte. Im Gegensatz dazu war Helen s Ehrgeiz, im Weißen Haus zu wohnen. Dieser Ehrgeiz wurde befeuert, als die Tafts den ehemaligen Präsidenten Rutherford B. Haynes im Weißen Haus besuchten.

Es wurde auch berichtet, dass als der ehemalige Präsident Theodore Roosevelt dabei war, William Taft in den Obersten Gerichtshof zu berufen, Helen Taft ein Treffen mit Roosevelt verlangte. Diese Ernennung soll dadurch verhindert worden sein. Und als Roosevelt 1908 die Wiederwahl ablehnte, unterstützte er Taft, um der republikanische Kandidat für das Präsidentenamt zu werden.

Es wurde berichtet, dass die First Lady die scharfsinnigste und vertrauenswürdigste Beraterin von Taft war und enormen Einfluss auf die Entscheidungen des Präsidenten hatte. Es war auch bekannt, dass sie eine alte Tradition brach und mit William Taft in seiner Motorcade fuhr, nachdem sie den Inaugurationsort verlassen hatten.

Helen Taft unterstützte die Karriere ihres Mannes weiter, bis sie 1943 starb. (Quelle: Britannica)

Der Spitzname „Nervöse Nellie“

Helen Taft erhielt als Kind den Spitznamen Nellie, den sie mit sich führte, als sie zur First Lady des Landes wurde. In späteren Jahren entwickelte sich ihr Spitzname schnell zu Nervöse Nellie, wie der Autor Carl Sferrazza Anthony in seinem Buch First Ladies schrieb. Taft war eine Perfektionistin, besonders bei wichtigen Ereignissen und formellen Anlässen. Ihr Perfektionismus ließ sie Anzeichen von Nervosität zeigen, worauf Kritiker den Begriff nervös zu ihrem Spitznamen hinzufügten. (Quelle: Manila News)


Viele Berichte zeigten, wie Taft sofort nach dem Einzug im Weißen Haus Aufsehen erregte. Sie nahm Änderungen im Weißen Haus vor, die ihrem Geschmack entsprachen. Taft ersetzte weiße Platzanweiser in schwarzen Anzügen durch afroamerikanische Platzanweiser in blauen Anzügen. Es wurde auch berichtet, dass die First Lady bei der Geburtstagsfeier von Präsident Taft alle kahlköpfigen Kellner aus dem Speisesaal verbannt hat. (Quelle: Mental Floss)