Pinkes Himalaya‑Salz hat eine ähnliche chemische Zusammensetzung wie Tafelsalz. Es enthält bis zu 98 % Natriumchlorid. Der restliche Teil des Salzes besteht aus Spurenelementen wie Kalium, Magnesium und Calcium. Das verleiht dem Salz seine hellrosa Farbe. Aber wussten Sie, dass das meiste Himalaya‑Pink‑Salz, das wir konsumieren, nicht aus dem Himalaya stammt?

Der Großteil des Himalaya‑Pink‑Salzes stammt nicht aus dem Himalaya. Das Salz wird in der Provinz Punjab in Pakistan abgebaut.

Wie verwendet man pinkes Himalaya‑Salz? 

Diese Salzart wird, wie normales Tafelsalz, auf dieselbe Weise verwendet: beim Kochen, zum Würzen von Mahlzeiten und zum Konservieren von Lebensmitteln. Pinkes Himalaya‑Salz hat eine ähnliche chemische Zusammensetzung wie Tafelsalz. Es enthält bis zu 98 % Natriumchlorid.

Pinkfarbene Salzblöcke werden manchmal als Serviergeschirr, Kochflächen und Schneidebretter verwendet. Einige Menschen ersetzen Badekristalle durch pinkes Himalaya‑Salz. Pinkfarbene Salzlampen und Kerzenhalter können ebenfalls erworben werden. (Quelle: Salt House and Pepper Mongers

Die Herkunft des pinken Himalaya‑Salzes

Himalaya‑Salz wird im berühmten Khewra‑Salinenbergwerk in der nördlichen Punjab‑Region Pakistans abgebaut. Das Bergwerk, das sich in den Ausläufern des Himalaya befindet, wurde etwa 320 v. Chr. entdeckt, als die Truppen Alexanders des Großen durch das Gebiet zogen. Der Legende nach entdeckten die Pferde der Soldaten die Khewra‑Salzlagerstätten, als sie begannen, die Felsen, die sie in der Landschaft fanden, zu lecken.

Allerdings war Salz bereits lange vor den Truppen Alexanders des Großen in den Gesteinen und im Boden rund um Khewra vorhanden. Himalaya‑Salz entstand vor etwa 200 Millionen Jahren, als Vulkanausbrüche kristallisierte Salzformationen von ausgetrockneten Meeresbetten überfluteten. Unter Schnee, Eis und Gestein begraben, war das Salz vor äußerer Verschmutzung geschützt: Tausende Jahre später, als das Bergwerk erstmals ausgegraben wurde, entdeckten die Bergleute ein reines, mineralreiches Salz, das aufgrund seines hohen Eisengehalts ein leuchtend pinkes Farbton annahm. (Quelle: Salt House and Pepper Mongers

Wie wird das Salz abgebaut?

Salz wurde bereits im 13. Jahrhundert in kleinem Umfang aus dem Khewra‑Bergwerk gewonnen und gehandelt, doch der großflächige Abbau begann 1872 mit dem Ausheben des Haupttunnels durch den britischen Ingenieur Dr. H. Warth. Warth verstärkte bestehende Schächte, installierte Abbaugeräte und eine zuverlässige Wasserversorgung und errichtete Lagerhäuser. Die Verbesserungen der Infrastruktur des Khewra‑Bergwerks waren so erfolgreich, dass die Produktion so stark anstieg, dass die Behörden Strafen für Salzschmuggel verhängen mussten.

Nach Schätzungen enthält die Khewra‑Salzmine bis zu 600 Millionen Tonnen Salz. Die Mine produzierte während der Amtszeit von Dr. Warth über 187.000 Tonnen pro Jahr, doch im 21. Jahrhundert, mit der Einführung moderner Ausrüstung und Abbaumethoden, stieg diese Zahl auf etwa 385.000 Tonnen pro Jahr. Keine Sorge; die Vorräte werden nicht so bald ausgehen: Die Khewra‑Salzmine, die auf 19 Ebenen erweitert wurde, soll voraussichtlich noch 350 Jahre Salz produzieren.

Der Erfolg der Khewra‑Salzmine hat ihr einen besonderen Platz in der Kultur der Region verschafft – und sie zu einem äußerst beliebten Touristenziel gemacht. Die Khewra‑Salzmine ist weltberühmt geworden und zieht jedes Jahr Hunderttausende von Besuchern an. (Quelle: Salt House and Pepper Mongers

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