Früher nutzten Schiffe einen Süßwasser‑Generator. Diese Methode, Süßwasser aus Meerwasser zu erzeugen, erfolgte durch Verdampfung. Heutzutage wird fortschrittlichere Technologie eingesetzt. Schiffe wie die HMS Queen Elizabeth verwenden das Umkehrosmose‑System. Aber wie funktioniert es?

Die HMS Queen Elizabeth, ein Flugzeugträger, verfügt über ein Umkehrosmose‑System an Bord. Das System ist in der Lage, täglich 500 Tonnen Süßwasser aus Meerwasser zu erzeugen.

Fakten über die HMS Queen Elizabeth

Die HMS Queen Elizabeth ist ein Flugzeugträger, der 2014 von der Königin getauft wurde und im Dezember 2017 offiziell in den Dienst gestellt wurde. Der Flugzeugträger beherbergt etwa 700 Besatzungsmitglieder, etwa 1.600 mit den an Bord befindlichen Flugzeugen. (Quelle: Naval Technology)

Die HMS Queen Elizabeth kann Geschwindigkeiten von bis zu 25 Knoten erreichen und sieben Tage ununterbrochen segeln, ohne zu tanken oder Lebensmittel nachzufüllen. Dieses riesige Schiff kann bis zu 20 Starr‑ und Drehflügelflugzeuge aufnehmen.

Das Schiff war mit automatisierten 30 mm‑Kleinwaffen und Miniguns ausgestattet und später mit dem Phalanx‑Nahbereichswaffensystem versehen. Die Phalanx ist eine 20 mm‑M‑61A1‑Kanone, die Bedrohungen automatisch erkennen, verfolgen und bekämpfen kann. Sie verfügt außerdem über Such‑ und Verfolgungsradar sowie FLIR.

Das Schiff ist zudem mit einem Umkehrosmose‑System im Wert von 1 Million £ ausgestattet. Dieses System kann Meerwasser aufnehmen und täglich 540 Tonnen Süßwasser produzieren. An Bord des Schiffs befinden sich drei separate Umkehrosmose‑Systeme. Jeder arbeitet unabhängig vom anderen und kann das vom Schiff genutzte Wasser sicher zurück ins Meer ableiten. (Quelle: UK Defence Journal)

Für den Bau der HMS Queen Elizabeth wurden viele Auftragnehmer eingesetzt:

Die erste HMS Queen Elizabeth

Im Verlauf der Geschichte der Royal Navy trugen mehr als zwanzig Schiffe den Namen Elizabeth. Das früheste bekannte Schiff, das diesen Namen trug, stammt aus der Zeit der Niederlage der spanischen Armada im Jahr 1588.

1915 wurde ein Dreadnought‑Schlachtschiff in Dienst gestellt und HMS Queen Elizabeth genannt. 1918 war die HMS Queen Elizabeth das Flaggschiff der Royal Navy. Dieses Schiff war das erste, das von zwei Sätzen Dampfturbinen angetrieben wurde, und als Schlachtschiff war es mit großkalibrigen Geschützen bewaffnet. (Quelle: Royal Navy)

Das Schiff trug acht 15‑Zoll‑Geschütze in vier Zwillingsturmungen, sechzehn einzeln montierte 6‑Zoll‑Geschütze, zwei schnell feuernde 3‑Zoll‑Flugabwehrgeschütze und vier 21‑Zoll‑Torpedorohr.

Nach dreißig kurzen Dienstjahren wurde die HMS Queen Elizabeth 1945 in Reserve gestellt. Da die Weiterentwicklung der Kriegsführung zu dieser Zeit schnell voranschritt, wurde das Schiff etwa zur Zeit des Angriffs auf Pearl Harbor obsolet. Sie wurde 1948 außer Dienst gestellt und an Arnott Young verkauft. Das Flaggschiff wurde im Juli desselben Jahres verschrottet. (Quelle: Historic UK)