Kolibris sind in den Amerikas verbreitet und gedeihen in tropischen Gebieten. Diese Vögel sind nicht absichtlich aggressiv, im Gegenteil, wenn sie sich bedroht fühlen, fliehen sie eher als zu kämpfen. Sie sind für ihre kleine Statur und Flügelgeschwindigkeit bekannt. Aber wusstest du, dass sie große Gehirne haben?
Kolibri‑Gehirne machen 4,2 % ihres Gesamtgewichts aus, das ist doppelt so groß wie das menschliche Gehirn, das nur 2 % beträgt. Sie erinnern sich an ihre Reiserouten und an die Blumen, die sie im Vorjahr besucht haben.
Der Kolibri und sein gefräßiger Appetit
Kolibris haben einen schnellen Stoffwechsel, etwa 100‑mal schneller als Elefanten. Um zu überleben, fressen sie den ganzen Tag über Nektar und Insekten wie Ameisen, Mücken, Stechmücken und Wespen.
Diese Kolibris fressen alle 10 bis 15 Minuten und suchen täglich nach Nahrung zwischen 1.000 und 2.000 Blüten. (Quelle: We Love Hummingbirds)
Wandern Kolibris regelmäßig?
Kolibris sind die kleinsten Vögel der Welt, aber ihre Wanderungen können Hunderte oder Tausende von Kilometern umfassen. Nur wenige Kolibri‑Arten wandern regelmäßig, obwohl es über 300 Arten gibt.
Die meisten nordamerikanischen Kolibris ziehen saisonal zwischen nördlichen Brutgebieten und südlichen Überwinterungsplätzen.
Wie viele andere Vögel wandern Kolibris allein und nicht in saisonalen Schwärmen. Sie wandern den ganzen Tag über und ruhen nachts, bleiben niedrig in der Luft, um nach Nahrungsquellen Ausschau zu halten.
Kolibri‑Futterspender, die sie seit Jahren füttern, haben festgestellt, dass ihre Wanderungsmuster sehr vorhersehbar sein können. Einzelne Vögel wandern jedes Jahr zur gleichen Zeit, kommen und gehen innerhalb weniger Tage aus denselben Gärten.
Sie nehmen bis zu 40 % ihres Körpergewichts zu, um sich auf ihr Abenteuer vorzubereiten. Kolibris können laut Studien bis zu 23 Meilen pro Tag fliegen.
Der Rotschwanzkolibri legt die längste Strecke seiner Art zurück und fliegt über 3.000 Meilen von Alaska oder Kanada nach Mexiko. Der Rubinröhrenkolibri hingegen kann nonstop bis zu 500 Kilometer über den Golf von Mexiko fliegen. (Quelle: We Love Hummingbirds)
Sind diese Vögel asozial?
Während der Migration fliegen Kolibris nicht in Schwärmen, sondern einzeln. Sie müssen auch um Nahrung konkurrieren. Die Brutzeit ist jedoch die Zeit, in der diese bezaubernden kleinen Vögel zu wütenden Kämpfern werden.
Bei männlichen Kolibris wurde sogar beobachtet, wie sie sich mit dem Schnabel in den Hals stechen, um um die Weibchen zu kämpfen.
Sie sind extrem aggressiv gegenüber anderen Vögeln und haben sie angegriffen. Garten‑Vogelbeobachter werden häufig von einem einzelnen dominanten Kolibri besucht, der alle Futterstellen bewacht und Eindringlinge vertreibt.
Im alten Mexiko wurden Kolibris mit dem Adel und Kriegern in Verbindung gebracht. Einige mexikanische Stämme glauben, dass diese gefiederten Kreaturen als verstorbene Person oder als Bote aus dem Jenseits erscheinen. In der Mythologie sind sie auch als Feuerbote, Heiler oder Geist bekannt, der den Bedürftigen hilft. (Quelle: We Love Hummingbirds)
Adleraugen‑Kolibris
Diese Kolibris besitzen außergewöhnliches Seh‑ und Hörvermögen. Sie’re sogar in der Lage, UV‑Strahlung zu erkennen! Kolibris nutzen ihr Sehvermögen, um Blumen zu finden, und rote röhrenförmige Blüten sind ihre Favoriten. Leider haben Kolibris keinen Geruchssinn, aber ihr Seh‑ und Hörvermögen kompensiert das. (Quelle: We Love Hummingbirds)






