Kreuzworträtsel werden normalerweise in gedruckten Zeitungen gefunden und können eine großartige Möglichkeit sein, die Zeit zu vertreiben, wenn Sie nach einer anderen Aktivität suchen, anstatt in den sozialen Medien nach links, rechts, oben und unten zu wischen. Kreuzworträtsel waren damals so beliebt, dass man sie als ein Fluchtmittel vor den Schrecken des Weltkriegs betrachtete?

Das Kreuzworträtsel gewann an Popularität, als es Anfang des 20. Jahrhunderts erschien. Viele Menschen empfanden die Rätsel als Zeit‑ und Gehirnverschwendung und beschrieben sie als eine „Epidemie“ und eine „nationale Bedrohung.“

Geschichte des Kreuzworträtsels

Arthur Wynne wurde 1871 in Liverpool, England, geboren. Im Alter von 19 Jahren wanderte er in die USA aus, um seine Karriere in den Zeitungen zu verfolgen. Er trat zunächst der Pittsburgh Press bei und wechselte dann zur New York World. Wynne war verantwortlich für die Erstellung des Inhalts der Fun-Rubrik der Zeitung. (Quelle: CS Monitor)

Wynne dachte an das Word-Cross, und Historiker vermuteten, dass es von Wort‑Form‑Rätseln inspiriert sein könnte, die im späten neunzehnten Jahrhundert in England populär waren. Wynne könnte auch von dem antiken fünfwortigen lateinischen Palindrom, dem Sator-Quadrat, inspiriert worden sein.

In der Weihnachtsausgabe 1913 von Fun veröffentlichte Wynne sein erstes Word-Cross. Das Rätsel war diamantförmig und nummeriert, und sein Zentrum war leer. Dieses erste Rätsel war für gewöhnliche Menschen etwas schwierig. Einige der Wörter waren ungewöhnlich, wie der Name der aromatischen Pflanze, die im Himalaya wächst.

Der Name des Rätsels wurde später von Word‑Cross zu Cross-Word geändert. Angeblich war die Namensänderung auf einen Fehler des Setzers der Zeitung zurückzuführen. Aber Wynne machte sich nichts daraus. Der Name hat sich bis heute gehalten. (Quelle: Smithsonian Magazine)

Die Popularität von Kreuzworträtseln

Viele Amerikaner begannen, das Rätsel regelmäßig zu spielen, was damals einen regelrechten Trend auslöste. 1924 eröffneten Richard Simon und M. Lincoln Schuster ein Verlagshaus in New York. Ihr Verlag druckte ein Buch mit einer Sammlung von Kreuzworträtseln auf Wunsch von Simons Tante, die ein Kreuzworträtsel‑Fanatiker war. Sie legten sogar einen Bleistift bei, als sie das Buch erstmals verkauften.

Damals befürchteten die Verleger, dass das Buch nicht verkauft werden würde, da es ein unliterarisches Buch war. Es war lediglich eine Zusammenstellung von Kreuzworträtseln. Sie veröffentlichten nur etwa 3.600 Exemplare und druckten ihre Namen nicht darauf.

Entgegen ihrer Erwartungen war das Buch fast sofort ausverkauft. Simon and Schuster musste zusätzliche Auflagen drucken. Das Buch verkaufte sich mit etwa 100.000 Exemplaren und wurde von verschiedenen Gruppen gekauft, die sich aufgrund ihres gemeinsamen Interesses an Kreuzworträtseln gebildet hatten, wie der Amateur Cross Word Puzzle League of America.

Die Liga begann, das Kreuzworträtsel zu standardisieren, indem sie Regeln und Vorschriften für dessen Erstellung einführte. Zu den umgesetzten Regelungen gehörte, dass das Rätsel überall miteinander verflochten sein musste, was bedeutet, dass kein Teil des Gitters vollständig vom Rest der schwarzen Quadrate abgeschnitten sein darf. Eine weitere Regel war, dass höchstens ein Sechstel des Gitters mit schwarzen Quadraten bedeckt sein darf und dass keine Zwei‑Buchstaben‑Wörter in den Rätseln vorkommen dürfen. (Quelle: Smithsonian Magazine)

Wie beeinflusst das Kreuzworträtsel unser Denken?

Kreuzworträtsel sind für viele Menschen ein Zeitvertreib und werden oft in ruhigen Momenten gelöst. Forscher haben jedoch entdeckt, dass sie für den Spieler vorteilhaft sein können. Das regelmäßige Lösen von Kreuzworträtseln mindestens einmal pro Woche kann das Gedächtnis und die Gehirnfunktion bei älteren Erwachsenen verbessern. Dies stellte die Forscherin Ann Lukits fest, die ihre Ergebnisse im Wall Street Journal veröffentlichte. Ihr Artikel trug den Titel Puzzles Boost Verbal Skills, Cut Dementia Risk.


Lukits entdeckte außerdem, dass das Lösen von Kreuzworträtseln die geistigen Funktionen bei Patienten mit Hirnschäden oder früher Demenz verbessern kann. Laut der Alzheimer’s Association ist das tägliche Lösen von Kreuzworträtseln ein hervorragender Weg, den Geist aktiv und scharf zu halten, besonders im höheren Alter. (Quelle: Life Hack)