Man geht davon aus, dass die alten Griechen etwa 325 v. Chr. begannen, die Zeit zu benutzen. Sie verwendeten im Wesentlichen Uhren, um die Stunden von Nacht und Tag zu bestimmen. Aber wussten Sie, dass Seefahrer einzigartige Uhren benutzen?

Im Jahr 1673 wurde der erste Marinechronometer erfunden. Er nutzte ein Unruhrad und eine Feder zur Regulierung anstelle eines Pendels, da diese auf See recht unzuverlässig waren. Es ist ein Präzisionszeitmesser, der auf Schiffen verwendet wurde. Dieses Gerät ebnete den Weg für moderne Taschenuhren und Armbanduhren.

Die Geschichte des Marinechronometers

Der Marinechronometer war entscheidend, um die Zeit zu bestimmen und die Position des Schiffes durch astronomische Navigation zu ermitteln. Durch den Vergleich der Greenwich Mean Time (GMT) mit der durch Beobachtungen ermittelten Ortszeit konnten die Seeleute die Länge bestimmen.

Lassen Sie uns einen Schritt zurückgehen. Um Ihre Position auf der Erde zu bestimmen, müssen Sie Länge, Breite und Höhe kennen. Präzise Navigation auf See war in den frühen 1700er Jahren kompliziert. Die Navigatoren hatten Schwierigkeiten, ihre Länge zu bestimmen, während sie ihre Breite durch Messung des Sonnenwinkels ermittelten.

Um die Länge zu finden, benötigten sie eine Standardzeit, die auf dem Schiff funktionierte. Galileis Methode, die natürlichen Satelliten Jupiters zu beobachten, war auf See aufgrund der Schiffbewegung nicht möglich. Stattdessen wurde die Methode der Mondabstände verwendet. Johannes Werner entwickelte diese 1514 parallel zum Marinechronometer.

Der Zweck des Chronometers besteht darin, die Zeit genau von einem festen Ort aus zu messen. Gemma Frisius nutzte dies erstmals 1530. (Quelle: Edubilla Global Education)

Woher stammt der Begriff „Chronometer“?

Jeremy Thacker prägte 1714 den Begriff Chronometer. Der Begriff wird am häufigsten verwendet, um Armbanduhren zu beschreiben, die nach Präzisionsstandards getestet und zertifiziert wurden. Uhren aus der Schweiz tragen das Wort Chronometer nur, wenn das Offizielle Schweizer Chronometerprüfinstitut ihre Produkte zertifiziert hat. (Quelle: Edubilla Global Education)

Wer erfand den Marinechronometer?

Der Marinechronometer wurde im Jahr 1761 von John Harrison erfunden. Harrison war ein autodidaktischer Schreiner und Uhrmacher. Er wurde am 24. März 1693 in Foulby geboren. Seine Familie zog bis 1700 nach Lincolnshire um. Er folgte den Fußspuren seines Vaters und verfolgte eine Karriere im Schreinerhandwerk.

Als er sechs Jahre alt war, lag er mit Pocken im Bett und bekam eine Uhr, um sich zu beschäftigen. Er verbrachte Stunden und Stunden damit, ihr zuzuhören und seine beweglichen Teile zu studieren. Als Erwachsener bastelte er in seiner Freizeit an Uhren. Nach Jahren der Arbeit an Zeitmessern entwickelte er den Marinechronometer, der die Navigation der Seefahrer völlig veränderte. Schließlich ebneten diese Marinechronometer den Weg zu den modernen Armbanduhren, die wir heute alle schätzen.

Harrison verstarb an seinem 83. Geburtstag und wurde auf dem Friedhof der St. John’s‑Kirche nördlich von London beigesetzt. Die 2008 enthüllte Corpus‑Uhr in Cambridge ist eine Hommage des Designers an Harrisons Lebenswerk. Sie verfügt über sein Grashüpfer‑Hemmungsrad und den charakteristischen Palettenrahmen. (Quelle: Edubilla Global Education)