Die Gebrüder Wright gelten als die einflussreichsten Persönlichkeiten der Luftfahrtgeschichte. Ihre kreativen und technologischen Köpfe ebneten den Weg, um den Transport überall zu revolutionieren. Die Brüder widmeten ihr Erwachsenenleben dem Streben nach ihrem Traum, ein fliegendes Gerät zu bauen. Sie arbeiteten hart, um ihr Ziel zu erreichen. Aber hast du dich jemals gefragt, ob die Brüder die Früchte ihrer Genialität erlebt haben?
Vierzig Jahre nach dem ersten erfolgreichen Flug des Flugzeugs der Gebrüder Wright wurde Orville Wright eingeladen, in einer Lockheed Constellation zu fliegen. Wright behauptet, dass die Spannweite des Flugzeugs länger war als die Distanz seines ersten Flugs.
Was inspirierte die Gebrüder Wright, das erste Flugzeug zu bauen?
Nach dem Tod ihrer Mutter Ende des 19. Jahrhunderts waren die Gebrüder Wright in der Zeitungsdruckindustrie tätig. Orville, der jüngere Wright, erlernte das Druckhandwerk und überzeugte seinen älteren Bruder Wilbur, sich ihm anzuschließen. Die Brüder gründeten eine Druckerei, die zudem zwei lokale Zeitungen redigierte und veröffentlichte.
Die Druckerei war ein voller Erfolg. Sie zeigte die außergewöhnlichen technischen Fähigkeiten der Brüder und kreative Lösungen für mechanische Probleme. Nach einigen Jahren eröffneten die Brüder einen Fahrradladen, was zur Erfindung einer selbstschmierenden Naben führte.
Die Faszination der Brüder für das Fliegen begann, als ihr Vater, Milton Wright, ein Spielzeug namens „die fliegende Fledermaus“ nach Hause brachte. Ihr Interesse an der Luftfahrt wurde neu entfacht, als sie die Werke des deutschen Erfinders Otto Lilienthal, der einen Gleiter entwickelte, zu lesen begannen. Nach Lilienthals Tod im Jahr 1896 starteten die Brüder ihr eigenes Projekt, das allererste Flugzeug zu erfinden.
Die Brüder sammelten so viele Informationen wie möglich über die Luftfahrt. Sie besuchten Bibliotheken und schrieben sogar an das Smithsonian Institute, um weiteres Lesematerial anzufordern. Die Wrights kontaktierten zudem Octave Chanute, einen der führenden Bauingenieure, und wurden als Autorität in der Luftfahrt angesehen.
Die außergewöhnlichen Fähigkeiten der Brüder, mechanische Probleme zu analysieren und kreative Lösungen zu entwickeln, kamen zum Vorschein, als sie begannen, den Prototyp ihres Flugzeugs zu bauen. Sie kamen zu dem Schluss, dass mit Lilienthals Entwicklung von Tragflächen, die sein Gewicht im Flug tragen konnten, und der gleichzeitigen Entwicklung leichterer Verbrennungsmotoren ihrer Zeit, ihre einzige Herausforderung darin bestand, das Fluggerät zu steuern.
Die beiden entwickelten dann ihren kleinen Doppeldecker‑Drachen‑Prototyp. Sie entdeckten, dass sie die Richtung des Drachens steuern konnten. Sie begannen, ihren ersten Gleiter zu bauen, wobei sie Lilienthals Daten nutzten, um die erforderliche Flügeloberfläche zu berechnen, die das geschätzte Gewicht bei einer bestimmten Windgeschwindigkeit heben würde. Und der Rest wurde Geschichte. (Source: Britannica)
Orville Wrights letzter Flug
Orville Wright übernahm 1912 die Verantwortung für ihr berühmtes Luftfahrtunternehmen. Wilbur verstarb am 30. Mai 1912 an Typhus, verbunden mit dem Stress, der durch die geschäftlichen und rechtlichen Aspekte des Unternehmens entstand. Orville blieb bis 1915 Leiter des Unternehmens, bevor er beschloss, es zu verkaufen. (Source: Britannica)
Der überlebende Wright war weiterhin in der Luftfahrtbranche aktiv und wurde Seniormitglied in mehreren Luftfahrtgruppen. Als geschätztes Mitglied der Gesellschaft wegen seiner Innovationen in der Luftfahrt wurde er von Howard Hughes und dem Präsidenten von Trans World Airlines, Jack Frye, eingeladen, mit ihnen an Bord des Lockheed Constellation‑Passagierflugzeug‑Prototyps zu fliegen. Am 17. April 1944 flog der Prototyp von Burbank, Kalifornien, nach Washington, DC. Die Reise dauerte 6 Stunden und 58 Minuten. Er brach den transkontinentalen Geschwindigkeitsrekord.
Bei ihrem Rückflug am 26. April 1944 hielt das Flugzeug in Wright Field in Dayton, um Orville abzuholen. An Bord ließen sie ihn sogar am Steuer Platz nehmen. Er sagte, dass Flugzeuge irgendwann von selbst fliegen würden, wenn man sie lässt. Er bemerkte außerdem, dass die Spannweite des Prototyps von 123 Fuß länger war als bei seinem ersten Flug, bei dem er nur 120 Fuß flog. (Source: Dayton Local)






