Ein Preisschild ist ein Etikett, das den Preis eines zum Verkauf stehenden Produkts angibt. Es kann ein Aufkleber sein oder mit einer Kabelbinder oder einer anderen Methode befestigt werden. In einigen Rechtsgebieten ist es vorgeschrieben, dass Artikel einzeln bepreist werden oder dass Regaletiketten oder Barcodelesegeräte verfügbar sind, damit Kunden die Preise ermitteln können, ohne das Verkaufspersonal zu konsultieren. Aber wissen Sie, wer das Preisschild erfunden hat?
Quäker erfanden das Preisschild. Es wurde geschaffen, weil Quäker das Feilschen für unmoralisch hielten, da verschiedene Personen unterschiedliche Preise für denselben Artikel zahlten. Diese Innovation steigerte die Einzelhandelseffizienz, indem sie weniger Schulung erforderte und es den Mitarbeitenden ermöglichte, mehr Kunden zu bedienen.
Was bedeutete ein fester Preis für die Quäker?
Die frühen Quäker waren die ersten, die eine Festpreis‑Politik einführten, was ihre Unzufriedenheit mit dem Versagen der Puritaner, umfassende religiöse, wirtschaftliche und politische Reformen umzusetzen, widerspiegelte. Die Quäker waren besonders verärgert über die Praktiken der Händler, zu denen Preisfestsetzung, Feilschen, Betrug, Schummelei und Täuschung gehörten.
Sie hofften, dass das Festpreissystem Ehrlichkeit fördert und die in ihren Gemeinschaften verbreitete Gier beseitigt. Bemerkenswerterweise spiegelte die überarbeitete Preispolitik den quäkerischen Glauben wider, dass alle Menschen vor Gott gleich sind; wenn alle gleich sind, sollten alle denselben Preis zahlen, schlossen sie. Diese Politik schadete zunächst den quäkerischen Händlern, deren Kunden misstrauisch gegenüber ihrer Ablehnung des Feilschens waren. Mit der Zeit vertrauten die Kunden den ehrlichen Geschäftspraktiken der Quäker, und ihre Festpreispolitik verbreitete sich über die Gemeinschaft hinaus.
Das Festpreissystem ist im heutigen Preisaustauschsystem dominant. Festpreise sind in vielen Preis‑Kontexten eine instrumentell rationale Politik, weil sie Transaktionen effizienter machen. In anderen Fällen können die Vorteile von Festpreisen durch den Verlust potenzieller Gewinne aus variablen Preisgestaltungen ausgeglichen werden. Daher scheint die Dominanz von Festpreisen im Einzelhandel ein Relikt eines früheren moralischen Austauschssystems zu sein und nicht die instrumentell rationale Politik des modernen Preissystems. (Quelle: System Of Exchange)
Quäker stehen für Ehrlichkeit und Gleichheit
Die Quäker führten Festpreise ein, um ihre Werte von Ehrlichkeit und Gleichheit zu unterstützen, nicht um einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen; tatsächlich war es ein unbeabsichtigter und glücklicher Nebeneffekt, dass ihre Unternehmen schließlich florierten. Infolgedessen entstand die Festpreispolitik aus einem moralischen Austauschssystem, wurde jedoch mit dem Preissystem assoziiert, als sie in anderen Märkten breite Akzeptanz fand.
Die Geschichte von Festpreissystemen liefert einige Erkenntnisse für Wirtschaftswissenschaftler. Erstens zeigt sie, wie substanziell rationale Elemente eines Austauschsystems in angenommene Elemente eines instrumentell rationalen Austauschs umgewandelt werden können.
Darüber hinaus zeigt sie die soziale Konstruktion westlicher Preissysteme und stellt a priori Annahmen über deren Überlegenheit gegenüber anderen Systemen in Frage; beim Vergleich von Festpreissystemen mit nicht-westlichen Verhandlungssystemen müssen wir darauf achten, Letztere nicht als von Natur aus weniger rational abzutun.
Das Verständnis der historischen Entwicklung westlicher Volkswirtschaften ermöglicht es uns, nicht-westliche Geschäftspraktiken als eigenständige Systeme zu begreifen, die sich aus historisch kontingenten Logiken von Handlungen und Austauschbeziehungen entwickelt haben, anstatt sie als Abweichungen von einem idealisierten westlichen Markt zu sehen. (Quelle: System Of Exchange)
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