Es gab eine starre Klassenstruktur im antiken Rom. Senatoren, Patrizier und Reiter gehörten zur obersten Schicht der Gesellschaft, der wohlhabenden Elite, die sich ein Leben in Freizeit und Luxus leisten konnte, und es gab die Unterschicht oder die Bauern. Während das Klassensystem sehr definiert war, hielt es die einfachen Leute nicht davon ab, ihren Unmut über die korrupte herrschende Klasse auszudrücken. Hast du schon von der Secessio Plebis?
Die Secessio Plebis ist eine Art Aufstand, der im antiken Rom entstand. Als die herrschende Klasse Roms zu korrupt oder ungerecht gegenüber dem Volk wurde, schlossen sie sich zusammen, evakuierten die Stadt und ließen die Eliten sich selbst überlassen.
Wer waren die Plebejer?
Im antiken Rom war die plebejische Klasse als Arbeiterklasse bekannt. Auf der sozialen Leiter standen sie eine Stufe über den versklavten Menschen. Plebejer waren freie Bürger Roms, obwohl sie am unteren Ende der sozialen Skala standen. Bauern, gewöhnliche Arbeiter, Bäcker und Architekten der Gesellschaft gehörten zu ihnen. Sie arbeiteten lange Stunden, um für ihre Familien und die privilegierte Klasse, an die sie Steuern zahlten, zu sorgen.
Die Plebejer waren es leid, sich den Rücken zu brechen, um die Reichen mit Trauben und Palmwedeln zu versorgen, und das mindestens fünfmal in der römischen Geschichte. Diese Handlungen, bekannt als Secessio Plebis oder Plebs‑Sekession, waren analog zu modernen Arbeitsstreiks, die die Wirtschaft zum Stillstand brachten und das wohlhabende Dasein der herrschenden Klasse störten. Es war die effizienteste Methode für die plebejische Klasse, die Hierarchie zu stören und die Aufmerksamkeit der Patrizier zu erregen. (Quelle: History Daily)
Der erste Streik: Wie Lucius Sicinius Vellutus alles begann
Die Plebejer hatten genug davon, dass der Senat 494 v. Chr. Steuergesetze verabschiedete, die die Schulden der Arbeiterklasse erhöhten, ohne ihnen im Gegenzug sinnvolle Leistungen zu bieten. Ein Arbeiter aus der Plebejerklasse namens Lucius Sicinius Vellutus schlug vor, dass die Arbeiter einen Streik organisieren, um die Handlungen des Senats zu protestieren. Während Vellutus und andere mit den Patriziern sprachen, marschierten die Plebejer aus der Stadt und versammelten sich auf dem Mons Sacer, dem heiligen Berg. Der Streik war ein durchschlagender Erfolg, der zur Aufhebung vieler plebejischer Schulden und zur Einrichtung des Tribuns der Plebejer führte, dem ersten Regierungsamt, das von einem Plebejer besetzt wurde. (Quelle: History Daily)
Die nachfolgenden Streiks
Bis 449 v. Chr. arbeitete die römische Regierung und ihre plebejischen Mitglieder bewundernswert. Als ein Mann namens Appius Claudius Crassus versuchte, eine plebejische Frau gegen ihren und den Willen ihrer Familie zu zwingen, hängten die Patrizier ein Mitglied des Tribuns der Plebejer, einen Mann, der sich offen gegen ihren Machtmissbrauch ausgesprochen hatte, der sich außerhalb der Senatssäle verbreitet hatte.
In 445 v. Chr. und 342 v. Chr. gingen die Plebejer erneut in den Streik. Die Plebejer protestierten gegen das Vorgehen der Patrizier im Senat, die plebejische Delegierte verdrängten und ihre Macht in beiden Fällen missbrauchten. Die Patrizier erhielten in jedem Fall einen Weckruf, der ihre Unfähigkeit zeigte, für sich selbst zu sorgen, indem sie sich in schmutziger Wäsche vergruben und hungrige Pferde sahen. Sie wurden zu den ungewaschenen Massen in einer ironischen Wendung. (Quelle: History Daily)
Wann begann die wirkliche Veränderung?
Der letzte plebejische Streik fand 287 v. Chr. statt, und es war die Abspaltung, die laut allen Quellen tatsächliche Veränderungen in der römischen Regierung bewirkte. Nach Diskussionen über die Rückkehr der plebejischen Arbeiter erließ Quintus Hortensius das Hortensische Gesetz, das er unterzeichnete.
Unter dem Hortensischen Gesetz hatten Patrizier und Plebejer gleiche politische Rechte, und Patrizier konnten die Arbeit des Tribuns der Plebejer nicht mehr genehmigen oder ablehnen. Die Plebejische Versammlung wurde als Ergebnis der fünften Abspaltung gegründet. Die Arbeiterklasse konnte ihre Gesetze erlassen, ihre gerichtlichen Angelegenheiten verhandeln und Vertreter in der Plebejischen Versammlung wählen. Wenn man die Tatsache übersieht, dass es noch klar definierte Klassen gab, war dies der erste Schritt zur echten Demokratie. (Quelle: History Daily)






