Die Villa Rose ist eine der zwölf Festungen, die gebaut wurden, um die Schweiz während des Zweiten Weltkriegs vor einer Invasion zu schützen. Aber wussten Sie, was die Villa Rose so besonders machte?
Die Villa Rose sieht aus wie ein unschuldiges, rosa, zweistöckiges Familienhaus auf dem Schweizer Land. Allerdings ist es ein militärischer Komplex mit massiver Bewaffnung und wurde als Teil der sogenannten „Toblerone‑Linie“ geschaffen, um die Schweiz vor einer Invasion zu schützen.
Die rosa Festung in der Schweiz
Die Villa Rose, gelegen an der Toblerone‑Verteidigungslinie in der Schweiz, einem langen Streifen von Panzerabwehranlagen, bestehend aus 12 Festungen, die durch Kilometer von Zementkeilen, den sogenannten Drachenzähnen, verbunden sind, ist eine der Festungen, die zum Schutz des Landes vor einer Invasion im Zweiten Weltkrieg gebaut wurden. Von außen könnte man das nicht erkennen, da sie wie ein kitschiges rosa Vorstadthaus wirkt.
Diese verborgene Festung wurde 1940 als Teil der umfangreicheren Verteidigungslinie gebaut, die Meilen von Zement‑Drachenzähnen umfasste und in der Nähe der Villa Rose verlief. Die Befestigung sieht aus wie ein harmloses zweistöckiges Haus, doch das falsche Haus beherbergte massive Geschütze anstelle einer Kernfamilie, die darin entspannte. Die große grüne Garagentür konnte sich öffnen und zwei massive Kanonen enthüllen, unterstützt von einer dritten, die hinter den Jalousien eines Erdgeschossfensters verborgen war.
Die Struktur wurde aus robusten Zementwänden gebaut, die rosa gestrichen wurden, um die Festung noch unschuldiger erscheinen zu lassen. Im zweiten Stock gibt es sogar falsche Fenster, die lediglich auf den Beton gemalt sind.
Entlang der Toblerone‑Linie hatte die Villa Rose eine Zwillingsfestung namens Villa Vert, ein ähnlich getarntes Bollwerk, das grün gestrichen ist. Beide Häuser waren Beispiele für falsche Chalets, die während des Zweiten Weltkriegs in der ganzen Schweiz errichtet wurden. Die Villa Rose, heute ein Museum, ist das am besten erhaltene Beispiel dieser verdeckten Festungen. (Quelle: Atlas Obscura)
Was ist die Toblerone‑Linie?
Die lange Linie aus zementierten Verteidigungskegeln ist nach der ikonischen Schokoladentafel benannt. Während des Zweiten Weltkriegs befand sich die Schweiz in einer schwierigen Lage, umgeben von faschistischen Machtzentren wie Deutschland und Italien. Um sich auf eine Invasion vorzubereiten, richtete die Regierung die Promenthouse‑Linie ein, die heute noch unter dem viel süßeren Namen Toblerone‑Linie verwendet wird.
Die Promenthouse‑Linie, die von den Jurahöhen zum Genfersee verlief und aus 12 Festungen bestand, die durch Kilometer von Zementkeilen, den sogenannten Drachenzähnen, verbunden waren, war eher eine Belästigung als eine Mauer. Panzer konnten die 16‑Ton‑Betonblöcke nicht durchdringen, doch Sprengstoff konnte sie leicht zerstören. Glücklicherweise wurden die Befestigungen nie getestet, und die Spur der steinernen Zähne ist noch heute zu sehen.
Obwohl es Bestrebungen gab, die Verteidigungslinie abzubauen, überlebt sie noch heute, wenn auch unter einem anderen Namen. Dank der Ähnlichkeit der Verteidigung mit der markanten Schweizer Schokoladentafel Toblerone haben die immer stärker von Moos bedeckten Drachenzähne den Ruf des Unternehmens für sich beansprucht.
Entlang einiger Abschnitte der Eisenbahn wurde ein Toblerone-Pfad entwickelt, der Wege und Treppen für Fußgänger und Radfahrer bietet. Einige der Befestigungen entlang des Weges können ebenfalls besichtigt werden. (Quelle: Atlas Obscura)






