Als wir Kinder waren, erinnerten wir uns immer an eine große rote Scheune in Geschichten und Büchern. Aber wusstest du, wie die klassische rote Scheune entstanden ist?

Früher malten die Bauern ihre Scheunen mit Leinöl und Rost, um sie vor Pilzen und Moos zu schützen. Die Kombination der beiden Zutaten erzeugte eine rote Mischung, die ihren Scheunen den ikonischen hellroten Farbton verlieh.

Wie begannen Scheunen?

Entgegen der Annahme wurde das Design der traditionellen Scheune nicht in Amerika entwickelt. Sie entstand in Europa, wo Langhäuser aus Ställen und Schlafbereichen bestanden.

Schließlich schufen die Baumeister gewölbte Gänge, um mehr Stauraum zu schaffen. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Mehrzweckscheune angepasst. Keller wurden dann hinzugefügt, um als Scheunenbank zu dienen. (Source: Grit)

Was sind die Merkmale einer traditionellen Scheune?

Auf einem Bauernhof gibt es mehrere Gebäude, aber die Scheune ist das häufigste. Sie dient zur Unterbringung einiger Tiere, zur Lagerung von Futtermitteln und landwirtschaftlichen Geräten. Hier sind einige Teile der Scheune und ihre Funktionen:

Sattelraum

Der Sattelraum ist der Ort, an dem Zaumzeug und Sättel aufbewahrt werden. Dieser Raum dient oft auch als Pausenraum, in dem Bauern nach einem harten Tag auf dem Hof entspannen können.

Futterraum

Der Futterraum ist der Ort, an dem das Tierfutter aufbewahrt wird. Einige Bauern lagern ihre Futterballen auf einem Stapelplatz, aber kleinere Betriebe nutzen den Raum in der Scheune zur Lagerung.

Durchfahrtsbereich

Die Durchfahrt ist der Hauptgang der Scheune, durch den große Nutztiere und Geräte hindurchfahren können.

Einige Scheunen haben zusätzliche Merkmale wie einen Silo, einen Miniaturpferch oder ein Milchhaus, abhängig von der Art des Bauernhofs, auf dem sie stehen. (Source: Britannica)

Wurden Scheunen immer rot gestrichen?

Scheunen wurden ursprünglich nicht rot gestrichen. Tatsächlich haben Bauern ihre Scheunen kaum jemals gestrichen. Früher wollten Bauern kein zusätzliches Geld für Farbe ausgeben und ließen das Holz natürlich.

Ende des 18. Jahrhunderts begannen Bauern, kreativ nach Möglichkeiten zu suchen, ihre Scheunen vor den Elementen zu schützen. Auf diese Weise würden sie länger halten und im Grunde kostengünstiger sein. (Source: Ohio Amish Country)

Wie haben Bauern das Dichtungsmittel formuliert?

Der Prozess war von vielen Versuchen und Irrtümern geprägt. Das erste Rezept bestand aus Magermilch, Kalk und rotem Eisenoxid. Diese Lösung war sehr kostengünstig herzustellen und hielt jahrelang.

Sie verbesserten die Formel, indem sie Leinöl verwendeten, das aus Flachspflanzen gewonnen wird. Dies verhinderte, dass das rohe Holz verrottete und das Wachstum von Pilzen und Moos.

Kurz darauf begannen die Bauern, ihre Scheunen mit der selbstgemachten Farbe zu streichen. (Source: Ohio Amish Country)

Gibt es einen Grund, warum gestrichene Scheunen bei verschiedenen Wetterbedingungen effizienter sind?

Im Laufe der Jahre bemerkten die Bauern, dass das Streichen ihrer Scheunen auch die Innentemperatur beeinflusste. Der leuchtend rote Farbton hielt die Scheune im Winter wärmer. Die Farbe absorbiert die Wärme der Sonnenstrahlen besser als natürliches Holz. (Source: Live Science)

Warum werden Scheunen heute noch rot gestrichen?

Obwohl Farbe und Dichtstoffe heute in vielen Farben leicht erhältlich sind, behalten die meisten Bauern den leuchtend roten Farbton aus Tradition bei. (Source: Business Insider)